Kinderhort im St. Louis im Senegal
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Jahresbericht 2018
 

Weitere Jahresberichte: [2017], [2016], [2015], [2014], [2013], [2012], [2011], [2010], [2009], [2008]

 
Das "Sonntagscafé" im Vereinsheim lädt ein
 
 
 
Am 6. Mai 2018 gab es eine ganz besondere Premiere im Naturfreundehaus: zum ersten Mal trafen sich einige Naturfreundin­nen und Naturfreunde zum "Sonntagscafé". Die Sonne schien; draußen waren Tische und Bänke aufgestellt. Wiesenblumen­schmuck sorgte zusätzlich für eine heitere Atmosphäre. Und zudem hatte Nicola leckeren Kuchen gebacken. Der Grundgedanke dabei ist, verstärkt heimische, saisonale und auch fair gehandelte Produkte zu verarbeiten. Das Sonntagscafé soll für Mitglieder, Freunde und Interessierte eine Gelegenheit zum zwanglosen, gemütlichen Beisammensein bieten. Die Kinder können auf der Wiese spielen. Jugendliche können die Gelegenheit für eine Kanutour auf der Murg nutzen. Insofern verlief der Start zum Sonntagscafé bereits recht vielversprechend.
 
 
Sonne und Begeisterung zum Auftakt an der Naturerlebnisstation "NEST Raukehl"
 
 
 
 
 
Am 1. Mai 2018 luden die Jungen Familien wieder zum Saisonauftakt an der Naturerlebnisstation an der Raukehl ein. Es war etwas frisch, doch zunehmend zeigte sich die Sonne. Wiesenblumen schmückten die Hütte, selbstgebackener Kuchen und Apfelsaft mit Kräutern standen bereit sowie Boote und Schwimmwesten waren hingerichtet. Nach und nach füllte sich das Areal; etwa fünfzig Erwachsene, Jugendliche und Kinder folgten an diesem Nachmittag der Einladung. Die Bootsführer waren fortan beschäftigt. Insbesondere der große Familienkanadier war immer wieder auf Tour im Kleinen und Großen Bärensee unterwegs. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, in aller Stille durch die Rheinauen zu paddeln und die Natur zu genießen. Bernd machte zudem den versunkenen Nachen wieder flott und lief mehrmals mit ihm aus. Dabei nutzte er die Gelegenheit, um angetriebenen Müll auf See und Ufern einzusammeln. Mit Keschern hatten Kinder an der Wasserstation einige Kleinlebewesen aus dem Was­ser gefischt und betrachtet: Wasserskorpione, Libellen- und Eintagsfliegenlarven, kleine Krebse und sogar eine Spitzschlamm­schnecke. Großer Andrang war an den Basteltischen: kleine Insektenhotels und Nagelbrettbilder wurden gefertigt. Wer Bewe­gung suchte, konnte sich auf der Wiese beim Wikinger-Schach betätigen. Inzwischen war auch das Feuer auf dem riesigen Grill niederbebrannt und das Grillgut konnte aufgelegt, gegrillt und verzehrt werden. Und natürlich durfte für die Kinder dabei das Stockbrot nicht fehlen.
 
 
Ausbildungszentrum für Mädchen in Senegal feierlich eröffnet
 
 
 
 
Nach einer Bauzeit von knapp einem Jahr konnte am 29. April 2018 das Umwelt- und Ausbildungszentrum für Mädchen im senegalesischen St. Louis eröffnet werden. Dank zahlreicher Spenden und einer Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde das fast 68.000 Euro teure Projekt verwirklicht. An der 3-stündigen Feierlichkeit nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Parlament, Gemeinderat und Verwaltung teil, so auch Mame Fatou Gui Kaire, Mitglied des nationalen Parlaments in Dakar. ... (s. Pressemitteilung)
An der Eröffnung des Ausbildungszentrums nahm auch eine Delegation der Rastatter NaturFreunde unter der Leitung von Uschi Böss-Walter teil.
 
 
Vom Albtal über den Bernstein ins Murgtal
 
 
 
Am 29. April begaben sich die Wanderfreunde der Rastatter NaturFreunde auf Wandetour. Start der Wanderung war in Bad Herrenalb. Es herrschte ideales Wanderwetter: sommerlich warm, ein schwaches Lüftchen, frisches Grün, die Sonne schien, aber die Bäume spendeten bereits genügend Schatten. Zunächst ging es auf dem Alten Bernsteinweg bergan. Nach sieben Kilometern oben auf dem Bernstein angekommen, packte man das Vesper aus. Die Gäste aus Oberkirch hielten dazu ein Fläschchen Rotwein bereit. Auch Allons, der Hund, erhielt ein Leckerli. Erst dann bestieg man das Plateau auf dem Felsen mit dem Gipfelkreuz und genoss die herrliche Aussicht bis weit in die Ferne. Auf steilen Pfaden ging es sechs Kilometer bergab nach Michelbach. Dort kehrte man in das Naturfreundehaus ein und speiste. Von dort aus auch ein Blick zurück: der linke Gipfel zeigt den Bernstein, der rechte die Hohe Wanne. Und da man nach weiteren drei Kilometern in Gaggenau die Murgtalbahn nur knapp verpasste, hatte man genügend Zeit, um sich zum Abschluss der schönen Wanderung auch noch ein Eis zu genehmigen.
 
 
Mit dem Lobberle von Rastatt nach Schwarzach und zurück
 
 
 
Die Seniorengruppe hatte am 18. April zu ihrem Seniorennachmittag eingeladen. Ehrenvorsitzender Werner Mellert begrüßte zunächst die Gäste. Bevor es jedoch Kaffee und Kuchen gab, machten die Gäste unter der Leitung von Erika Mellert ein paar Gymnastikübungen, gut für Beine, Arme, Hände und Schultern. Und dann entführte Kurt Pottiez zu einer virtuellen Zugfahrt mit dem "Lobberle", im Volksmund auch "Entenköpfer" genannt. Etliche der Anwesenden erinnerten sich sehr gut, waren sie doch selbst früher mal mitgefahren. Das Lobberle war einst eine Schmalspurbahn zwischen Schwarzach und Rastatt. Die Planungen dazu gab es bereits im 19. Jahrhundert. Am 1. Mai 1909 war dann der Start zur ersten Fahrt: von Rastatt über Iffezheim, Söl­lingen und Stollhofen nach Schwarzach und zurück. Die Reisenden und Anwohner waren begeistert. Das Lobberle verband fortan das Umland mit der Stadt, gut für den Markt und den Handel. Auch wurde der Sprit für den Söllinger Flughafen damit transportiert. Mit "Rollwagen" wechselte man dabei von der Normalspur auf die Schmalspur. Es kam jedoch auch zu Unfällen und 1970 wurde das Ende des Lobberles eingeläutet. Ein Stück Nostalgie fand ihr Ende. Passend zum Thema sang die Ge­meinschaft zum Abschluss unter der Begleitung von Günter Plumm auf dem Akkordeon das Lied: " Rastatt ist ne schöne Stadt".
 
 
Karfreitagstour durch die Rheinauen mit Backfischessen im Ried
 
 
 
Noch hielt sich der Frühling in diesem Jahr zurück. Nur zaghaft zeigten sich die Bärlauchspitzen und vereinzelt auch einige Blausterne, Buschwindröschen und Schlüsselblumen. Doch es war immerhin schon der 30. März, als sich eine Wandergruppe von Wintersdorf aus zur Karfreitagstour durch die Rastatter Rheinauen aufmachte. Vorbei am Sauweidsee ging man zunächst auf dem Schutzdamm nordwärts, bevor man dann in die Auen abbog und vorbei an der Wiese des Lichtenwerts schließlich im Westen den Rhein erreichte. Am Rheinstrom entlang wanderte man zurück bis zur Mündung des Wintersdorfer Altrheins. Ein kurzer Abstecher zum Aalschokker Heini durfte nicht ausgelassen werden. Nach zwei Stunden war man im Ort zurück. In der Gaststätte "Grüner Baum" warteten bereits weitere NaturFreunde und gemeinsam speiste man leckere Backfische und sonstige Fischgerichte. Eine kleine Gruppe machte sich nach dem Mittagsmahl nochmals in die Auen auf. Vorbei an der Kunstwiese und über den Schafskopf ging man diesmal bis zur Wintersdorfer Rheinbrücke und dann am Strom entlang bis zur Mündung des Wintersdorfer Altrheins in den Rhein, diesmal aber von Süden her kommend.
 
 
Junge Familien beteiligen sich bei der Aktion "Saubere Stadt"
 
Die Stadt Rastatt hatte am 17. März 2018 Schulen und Vereine wie jedes Jahr zu einer Müllsammelaktion aufgerufen. Die Gruppe der jungen Familien hatte ihre Hilfe zugesagt. Das zugewiesene Areal erstreckte sich links und rechts der Murg zwischen Rheinauer Brücke und Konrad-Adenauer-Brücke. Es war keine leichte Aufgabe, zumal an dem Tag ein frostiger Wind wehte und hier die Murg bei Hochwasser zusätzlich jede Menge Müll ablädt. Trotz engagiertem Aufsammeln und bei fleißiger Mithilfe der Kinder konnte nicht aller Müll eingesammelt werden. Die Stadt hatte Eimer, Säcke und Zangen bereitgestellt; der Müll wurde auch anschließend abgeholt. Und obendrein gab es belegte Brötchen und eine Urkunde. Zum Abschluss der Aktion wurden im Vereinsheim noch heiße Würstchen serviert. Man ist immer wieder erstaunt, wie Menschen achtlos ihren Abfall in die Natur werfen, vor allem auch Plastikmüll. Ein klein wenig hat man an diesem Tag mitgeholfen, dass dieser Müll nicht über die Murg und den Rhein schließlich im Meer landet und dort die Tiere schädigt.
 
 
Blaue Stunde zum Thema "Liebe"
 
 
Die Blaue Stunde am 15. März 2018 widmete sich dem Thema "Liebe". Die roten Beutel waren gefüllt mit Luft und Liebe und können nach Bedarf jederzeit wieder aufgefüllt werden.
 
 
Zwei Hochwässer im Januar bescherten im Februar Arbeitstour an der Raukehl
 
 
 
Gleich zwei große Hochwässer überfluteten im Januar 2018 die Raukehl. Das erste war das zwölft stärkste, das zweite gar das sechst stärkste Hochwasser seit 1980. Ein, zwei Zentimeter mehr, und das Wasser wäre in die Hütte gelaufen. Aber auch so waren die Spuren unübersehbar. In den Hecken hatte sich jede Menge Treibgut verfangen, kleine und große Äste, sogar Stämme. Bei der Hütte wurden Hecken umgedrückt und entwurzelt. In den Klos stand das Wasser fast mannshoch. Der Trog beim Brunnen wurde weggerissen. Zwischen Weg und Wiese trug das Hochwasser verstärkt Erde und Steine ab, legte weitere Drahtgeflechte bloss und vertiefte die eh schon bestehenden Erosionslöcher. Bei der Arbeitstour am 24. Februar 2018 galt es dann, den grobsten Unrat zu entfernen, die entwurzelten Hecken wieder aufzurichten und Veranda und Klos zu säubern. Das Wetter war frostig, doch die Sonne schien. Zum Abschluss der Arbeitstour gab es für die zahlreichen Helferinnen und Helfer in der Hütte Brezeln, Wienerle und was zum Trinken.
 
 
Pierre und Verena Fingermann berichten von ihrer Vogelpflegestation
 
 
Die Monatsversammlung am 22. Februar 2018 stand ganz im Zeichen eines Gastvortrags von Pierre und Verena Fingermann. Beide betreuen seit 25 Jahren in Rastatt im Münchfeld eine Vogelpflegestation. In dieser Zeit haben die beiden über 4700 große Vögel wie Störche, Schwäne und Greifvögeln sowie 2600 Singvögel betreut. Es waren Vögel, die angefahren wurden oder gegen eine Fensterscheibe geknallt waren. Auch zahlreiche, in Not geratene Jungvögel waren darunter. Dabei zeigte sich, dass es oftmals leichter ist, mehrere solche Tierchen auf einen Schlag zu betreuen, als ein einzelnes. Viel Einfühlungsvermögen und viele Kenntnisse sind bei der Pflege erforderlich. Das gilt auch für das Einfangen der Tiere - manche können mit ihren Krallen, Schnäbeln oder Flügelschlägen ganz schön gefährlich werden - als auch für das Aussetzen der gesundeten oder erwachsenen Tiere. Am Schluss der Veranstaltung wurde etwas Geld für Vogelfutter eingesammelt.
 
 
Von "Landschaft des Jahres" zu "Landschaft des Jahres"
 
 
 
 
Seit 1989 erklärt die NFI grenzüberschreitende und ökologisch wertvolle Regionen zur Landschaft des Jahres, bisher in Europa. Nun wurde der große Schritt aus Europa hinaus vollzogen, erstmals nach Afrika. Anlässlich der Auftaktveranstaltung über­brachte eine Delegation aus der vorherigen Landschaft des Jahres (2013/14 - Oberrhein) Geschenke, die als Zeichen der Verbundenheit mit der neuen Landschaft des Jahres und als Ermutigung für ihre Verantwortlichen zu sehen sind. Landschaften des Jahres sind immer grenzüberschreitend, oft waren dabei Flüsse die Grenze oder spielten eine wichtige Rolle und die Brücke war ein wichtiges Symbol. So auch diesmal.

Uschi Böss-Walter und Roland Walter von den Naturfreunden Rastatt überreichten an Cheikh Diakhaté, den Vorsitzenden der Naturfreunde Koungheul, eine Tafel mit dem Bild einer Brücke über den Gambia-Fluss und eine Statue, die die Verbindung zwischen den drei Ländern der Landschaft des Jahres Oberrhein und den zwei der Landschaft des Jahres Senegal-Gambia symbolisiert. Hier die Ansprache zur Übergabe im Wortlaut:

"Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
wir bringen euch die Grüße aus der vorherigen Landschaft des Jahres. sie liegt am Oberrhein und ist die Grenze zwischen Schweiz, Frankreich und Deutschland, also im Herzen Europas. Diese Skulptur ist gemacht aus einem Stück Treibholz, von einem alten Kirschbaum. Sie zeigt mehrere Figuren, die durch eine gemeinsame Krone vereint sind. Nehmt das als Symbol für die drei Länder der vorherigen und die zwei Länder der jetzigen Landschaft des Jahres. Das bestimmende Element der vorheri­gen Landschaft des Jahres ist der Rhein als Grenze. Um sie zu überwinden, gibt es viele Brücken über den Fluss. Sie haben die einfache Funktion, von einer Seite auf die andere zu kommen, aber sie haben auch die symbolische Funktion, die Menschen dieser drei Länder zu verbinden. So stellt auch die Landschaft des Jahres 2018 ⁄ 2019 die Verbindung zwischen zwei Ländern her. Das soll die Tafel, die wir euch mitgebracht haben, symbolisieren. Wir betrachten das Projekt einer realen Brücke über den Gambiafluss als ein starkes Symbol für die Entwicklung beider Länder und eine Verbindung zwischen den Menschen in Senegal und Gambia. Brücken sind wichtig - über Flüsse, zwischen Ländern, zwischen Völkern und zwischen Menschen. Geben wir den Staffelstab weiter!"
 
 
Puppentheater Gugelhupf zeigt "Wendelin der Zauberer"
 
 
Am Sonntag, den 21. Januar 2018, war traditionsgemäß wieder das Puppentheater Gugelhupf zu Gast im Vereinsheim an der Murg. Frieder Kräuter hatte diesmal das Stück "Wendelin der Zauberer" mitgebracht. Die Kinder im vollbesetzten Saal warteten gespannt. Wendelin will Zauberer werden. Doch der "Große Egidius", auch Zauberer, will das nicht. Er verhext ihn in einen Hund und stiehlt ihm seinen Zauberstab. Mit seinem Freund, dem Ziehharmonikaspieler Kater Moritz, macht sich der Hund Wendelin auf die Suche nach dem gestohlenem Zauberstab. Und er hat Erfolg. "Die Geschichte zeigt wie man mit Ausdauer, Mut, Phan­tasie und guten Freunden auch schwierige Aufgaben meistern kann."
 
 
Premiere des Singtreffs "Neue Lieder"
 
 
Um das Liedgut der Ortsgruppe aufzufrischen, wurden einige Monatstreffen des Jahres 2018 zu diesem Zweck reserviert. Am 18. Januar 2018 traf sich der Singkreis zum ersten Mal. Unter der Leitung von Brigitte und der musikalischen Begleitung von Hans Florian gab es kein Halten mehr. Man legte sogleich los. Etwa zehn Lieder wurden an dem Abend bereits einstudiert.
 
 
 
   
 
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