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Umweltschule - Forum 2017
 

Weitere Jahresberichte: [2016]

 
Wie mit invasiven gebietsfremden Arten in Deutschland ⁄ Europa umgehen?
 

Kermesbeere

Nutria
 
Dieser spannenden Frage widmete sich der Referent Heinz Zoller am 25. April 2017. Neben der Zerstörung und Zerschnei­dung von Lebensräumen, der Verschmutzung der Umwelt und der Übernutzung von Ressourcen stellen die invasiven ge­bietsfremden Arten eine ernstzunehmende Bedrohung für die Biodiversität dar. Sie kommen im Rahmen der Globalisierung von Tourismus, Verkehr und Handel aus aller Welt zu uns: gebietsfremde Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, auch Neozoen, Neophyten und Neomyceten genannt. Zum Teil werden sie vom Menschen absichtlich eingeführt, zum Teil unabsichtlich eingeschleppt. Die Arten, die aus eigener Kraft, nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels bei uns einwandern, zählen nicht dazu. Viele der gebietsfremden Arten fügen sich problemlos ein, doch manche, wirken sich schädlich auf die heimische Fauna und Flora oder Ökosysteme aus. Das sind die invasiven Arten. Invasivität ist keine Eigenschaft des Neuankömm­lings per se, sondern muss immer in Bezug auf das Verhalten in dem neuen Zielgebiet gesehen werden.
Das Bundesamt für Naturschutz hat Kriterien zur Bewertung entwickelt und Schwarze, Graue und Weiße Listen erstellt. Entsprechende Schutzmaßnahmen werden vorgeschlagen bzw. sind zu ergreifen. Auch die Europäische Union hat inzwischen eine Verordnung erlassen und eine "Unionsliste" von invasiven Arten erstellt. Beide Strategien müssen nun in Einklang gebracht werden. Ohne jede Regelung stünde am Ende eine globale, homogene Artenvielfalt auf niedrigerem, wenn auch stabilerem Niveau. Doch andererseits sichert der Erhalt der biologischen Vielfalt die Lebensgrundlagen der Menschen. Der Referent zeigte auf, dass Hysterie so wenig angebracht ist wie eine Verharmlosung. Stattdessen mahnte er eine differenzierte Bewertung der speziellen Art und deren Auswirkungen in dem neuen Zielgebiet und gegebenenfalls das Ergreifen von Maßnahmen an.
 
 
NaturFreunde stellen ihre Aktivitäten im Bereich Nord-Süd-Kooperationen vor und eröffnen den neuen Erlebnisparcours für Nachhaltigkeit
 

Erlebnisparcour

Erlebnisparcour
 

Erlebnisparcour

Erlebnisparcour
 

Erlebnisparcour

Erlebnisparcour
 

Trommelworkshop mit Notker Dreher

Zwei Märchen der Maori und der Indianer
 
Seit einigen Jahren schon pflegen die NaturFreunde im Landesverband Baden enge Partnerschaften mit den Naturfreun­den im Senegal. Gemeinsam wurden bereits einige Projekte erfolgreich durchgeführt: So konnten bereits der Bau eines Kindergartens, verschiedene Baumpflanzprojekte, Mikrokredite an senegalesische Frauen zur Gründung von Gewerben, Umweltbildungs­maßnahmen und Klimapartnerschaften sowie verschiedenste Bildungsreisen realisiert werden.
Der 2016 gegründete Fachbereich Nord-Süd-Kooperationen bündelt und koordiniert diese Projekte und möchte deren The­men und Inhalte in die Öffentlichkeit tragen. Dazu findet 2017 eine landesweite vom Staatsministerium Baden-Württemberg über die SEZ (Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit) geförderte Veranstaltungsreihe statt. Deren Auftakt am Samstag, den 25. März haben ca. 50 Teilnehmer*innen im NaturFreundehaus "An der Murg" in Rastatt erleben dürfen.
Hier wurde auch der neu entwickelte "Erlebnisparcours für Nachhaltigkeit und globales Lernen" vorgestellt. An 17 verschie­denen Spiel- und Aktionsstationen konnten sich die Teilnehmer*innen auf spielerische Weise Informationen zu den The­men Klima­wandel, Virtuelles Wasser, Globale Verteilung und Globale Gerechtigkeit erarbeiten. Als gemeinsame Aktion wurde die Station "Weltspiel- Globale Verteilung – Globale Gerechtigkeit" moderiert durchgeführt. Das Weltspiel brachte die Teilnehmer*innen zum Grübeln, hätten sie doch die Verteilung von Bevölkerung, Kapital, CO2-Ausstoß anders einge­schätzt. Besonders erstaunt waren die Teilnehmer*innen aber über die Verteilung von geflüchteten Menschen weltweit.
Beim anschließenden "Weltmahl" sammelten viele der Gäste noch einmal Kraft für den Trommelworkshop bevor die Lichter zur Earth Hour dann gelöscht wurden und der Tag im Schein des Kerzenlichts und Lagerfeuers mit Geschichten zur Nach­haltigkeit ausklang.
Der Erlebnisparcours kann ab sofort bei der Fachgruppe Nord-Süd-Kooperationen ausgeliehen werden. In Rastatt findet die nächste Veranstaltung am 20. Mai anlässlich der Nachhaltigkeitstage in Baden-Württemberg wieder im NaturFreunde­Haus statt.
 
 
"Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern", Nelson Mandela
 
   
 
Die NaturFreunde Rastatt nutzten zwei Anlässe, am 20.05.2017 aktiv zu sein: Die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg und den Aktionstag der Kampagne "NaturFreunde bewegen!" Wir stellten die provokante Frage "Wem gehört die Welt?" und stellten den Mitgliedern und Gästen das sog. "Weltspiel" vor. Dabei handelt es sich um eine begehbare Weltkarte, die es erlaubt auf spielerische und leichte Art gemeinsam Fragen zur Globalen Gerechtigkeit zu entwickeln. Dabei sind verschiedene Inhalten möglich (Naturfreunde-Organisationen, Ernährung, Wasser, CO2-Ausstoß, Energie, Armut, Flucht usw.) Dieses Spiel brachte Jung und Alt tatsächlich in Bewegung – sowohl auf der Weltkarte, als auch miteinander ins Gespräch. Es war ein toller Nachmit­tag, der uns gezeigt hat, "Nachhaltigkeit solidarisch leben" ist keine Floskel, sondern eine gute Erfahrung, die uns stärkt und die wir wiederholen wollen. Sie hat so viel mit unseren alltäglichen Leben zu tun. Ein schönes Ergebnis dieses Aktionstages ist einmal, dass wir Besuch von anderen Ortsgruppen bekamen und dass wir einen neuen Kontakt mit einer Berufsschule knüpfen konnten, die unsere Spiele zur Nachhaltigkeit in den Unterricht einbauen will: Globales Lernen – Nachhaltigkeit lernen. Hat Spaß gemacht!