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Jahresbericht 2016
 
Puppentheater Gugelhupf zu Gast im Naturfreundehaus: "Kasper backt Pfannkuchen"
 
 
Kasper und sein Assistent, der Hund, wollen zu Mittag Pfannkuchen backen. Doch da seine Frau Gretel Schwimmtag hat, muss er den Backteig selbst zubereiten. Aber oh Schreck, es sind keine Eier im Haus vorhanden. "Die Pfannkuchen soll der Teufel holen!" schimpft der Kasper - und dieser erscheint tatsächlich sofort. Doch dieser führt Böses im Schilde: Zwar legt das Huhn ein Ei, doch aus diesem schlüpft ein kleines, gefräßiges Krokodil, welches größer und größer wird. Es geht turbulent zu. Und als Gretel nach Hause kommt, hat Kasper immer noch keine Pfannkuchen auf dem Tisch. Doch die Geschichte hat noch ein gutes Ende, denn Gretel hat für den Nachmittagskaffee Kuchen mitgebracht. Und außerdem hat sie für alle Kinder das Pfannkuchen­rezept ausgedruckt, damit diese zu Hause mit den Eltern Original-Kasper-Pfannkuchen backen können. (24. Januar 2016)
 
 
Puppentheater Gugelhupf zu Gast im Naturfreundehaus: "Die Bettleroper"
 
 
 
Im Jahr 1728 wurde in London "Beggar's Opera" von John Gay uraufgeführt. Es war eine Gesellschaftssatire: Indem John Gay die Verhältnisse in der Londoner Unterwelt schilderte, hielt er der herrschenden Oberschicht zugleich einen Spiegel vor. Der Stoff von "Beggar's Opera" war die Grundlage für Bert Brechts "Dreigroschenoper". Diese konnten sich zahlreiche Naturfreunde aus Rastatt am 15. Januar im Theater in Baden-Baden anschauen. Umso erfreulicher, dass Frieder Kräuter dann am 20. Februar mit seiner Puppenspiel-Interpretation "Bettleroper" im Naturfreundehaus weilte. Die Gäste waren begeistert von der hohen Kunst des Puppenspiels und der perfekten Aufführung.
 
 
Umweltdetektive bei der Premiere der "Stunde der Erde" in Rastatt dabei
 
 
 
 
Am 19. März 2016 gingen zwischen 20.30 und 21.30 Uhr am Rastatter Schloss, am Historischen Rathaus, an der Stadt­kirche St. Alexander, an der Pagodenburg, am Wasserturm und an der Schlossgalerie die Lichter aus. Die Stadt Rastatt beteiligte sich zum ersten Mal an der weltweiten Aktion der "WWF Earth Hour" (Stunde der Erde). In tausenden Städten rund um den Globus wird somit auf den Klimawandel aufmerksam gemacht und zum Handeln aufgefordert. Die Kinder­gruppe der NaturFreunde, die "Umweltdetektive" waren mit am Werk. Zunächst wurden Schablonen, die die FÖJler der Stadt Rastatt angefertigt hatten und die die Kontinente der Erde symbolisierten, ausgelegt. Dann wurden rundum hunderte Gläser mit Teelichtern platziert. Aus den restlichen Teelichtern wurde der Schriftzug "Earth Hour" gefertigt. Und dann wurden alle Teelichter angezündet und leuchteten in die Dunkelheit hinein. Im nächsten Jahr soll die Aktion noch mehr Menschen in Rastatt ansprechen.
 
 
Gegenbesuch bei den NaturFreunden in Wuppertal
 
 
Am 19. und 20. März 2016 sind Olga, Roland und Uschi zum schon lange vereinbarten Gegenbesuch zur Ortsgruppe Wuppertal gereist. Diese machte in Rastatt bereits 2013 im Rahmen ihrer "Sozialen Pedale Aktion" bei den Rastatter NaturFreunden Halt. Sie fuhren damals die Stätten der Badischen Revolution mit den Fahrrädern ab und wir empfingen sie naturfreundlich in unserem Haus. Die NaturFreunde Wuppertal wollten sich gerne revanchieren, sie waren beeindruckt vom herzlichen Empfang. Sie wollten außerdem gerne mehr über unsere Verbindung zu den afrikanischen NaturFreunden von ASAN erfahren und sammelten Spenden für den Kinderhort in St. Louis/Senegal. Es hat fast 3 Jahre gedauert, aber jetzt war es soweit: Der Empfang war nicht minder herzlich, wir konnten sofort die freundschaftlichen Bande wieder aufgreifen.
Gleich nach unserer Ankunft gings zum Stadtspaziergang: Friedrich Engels, Ferdinand Lassalle und die frühe Arbeiter­bewegung im Wuppertal, war eines der historischen Themen und Wolfgang und Hanne führten uns an zahlreiche geschichtsträchtige Orte. Es war lebendiger Geschichtsunterricht, der auf interessante Weise viele Zusammenhänge aus der Stadtgeschichte offenbarte. Selbstverständlich fuhren wir dabei auch mit der Schwebebahn. Am Abend erfuhren wir noch mehr bei einem gemeinsamen Essen z.B. über Else Lasker-Schüler, die bedeutendste deutsche Dichterin aus dem Wuppertal.
Am Sonntag lernten wir das schicke, sehr liebevoll geführte Naturfreundehaus kennen. Die Ortsgruppe hatte zum Vortrag über Afrikaprojekte und Nord-Süd-Partnerschaften bei den NaturFreunden eingeladen und viele sind gekommen - das Haus war voll! Lebhafte Diskussionen entstanden nach unserem Vortrag insbesondere über die Frage, wie können wir gemeinsam Fluchtursachen bekämpfen und die afrikanischen Naturfreunde in ihrem Kampf gegen die Armut und z.B. die Klimawandelfolgen unterstützen. Wir beschlossen, noch enger zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig auch zu unterstützen in unseren Bemühungen. So konnten wir auch eine Spendensumme von 300 Euro mit nach Hause nehmen.
Zum Abschluss noch einen Kurzausflug in den berühmten Skulpturenpark und hier verabschiedeten wir uns voneinander nicht ohne nochmals unsere Freundschaft zu bestärken. Eine aufregende Begegnung zwischen NaturFreunden - auch eine Art Nord-Süd-Partnerschaft, die entstanden ist und uns berührt und bestärkt hat!
 
 
Zwei goldene Ehrennadeln der Stadt Rastatt für Naturfreundemitglieder
 
 
Die Stadt Rastatt lud am Sonntag, den 20. März, zum Bürgerempfang. Dabei wurden in feierlichem Rahmen verdiente Vereinsmitglieder für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Das besondere diesmal war, dass gleich zwei NaturFreunde in dem Block derjenigen vertreten waren, die eine Ehrennadel erhielten, und dann sogar noch die goldene Ehrennadel, für die eine mindestens 25-jährige Tätigkeit im geschäftsführenden Vorstand Voraussetzung ist. So wurde Hans-Peter Wagner für seine langjährige Funktion als Kassier und Hans Peter gar für seine über 40-jährige Tätigkeit als Schriftführer geehrt.
 
 
Matinée mit dem Hoffmann-Hammer-Trio aus der Pfalz
 
 
 
Schöner hätte der Sonntagmorgen am 24. April 2016 nicht beginnen können als mit einem Konzert des Pfälzer Hoffmann-Hammer-Trios im Rastatter Naturfreundehaus. Mittlerweile weit über ihre eigene Region hinaus bekannt brachten Inge Hoffmann und Klaus Hammer mit ihren Liedern und Gedichten das Publikum zum Mitsingen und Mitfühlen. Schon mit dem ersten Loblied auf die Pfalz hatten die drei sympathischen Künstler das Publikum auf ihrer Seite. Ihr vielfältiges Repertoire reichte von Chansons bis hin zu Volksliedern, zum großen Teil aus eigener Feder von Klaus Hammer.
Ganz besonders berührt war das Publikum als das Trio 'Die Gedanken sind frei' in 5 Sprachen sang – ein Freiheitslied zur 1848er-Revolution. Ein wichtiges Anliegen war den Künstlern die Verbundenheit zur Erde, zur Natur, zum Leben am Strom, dem Rhein. Erich Hoffmann, lockerte die ohnehin schon entspannte Stimmung durch Gedichte von Eugen Roth "Ein Mensch..." auf. Das Badische Wiegenlied, Kontaktanzeigen in G-Dur, Das Lied vom Riesling und vom Zander, Geschichten vom Pechvogel, Reinhard Mey's grausliges 'Chirurgen-Lied' und viele Lieder mehr begeisterten. Mit dem Schlussgedicht von Eugen Roth "Ein Mensch erblickt das Licht der Welt..." und drei Zugaben wurden die Pfälzer Künstler von der Natur­freunde-Bühne entlassen.
 
 
NEST-Aktionstag am 1. Mai: Kanufahren wieder die Attraktion
 
 
 
 
Das Wetter war durchwachsen, die Wiese von dem vorherigen Regen noch feucht. Aber das Angebot lockte trotzdem zahlreiche junge Familien zur Naturerlebnisstation an der Raukehl. Mit dabei war wieder der Familienkanadier der Rastatter NaturFreunde, welcher im Übrigen den Bootsnamen "Stadt Rastatt" trägt. Vollbesetzt lief dieser mehrmals zu Touren auf den Kleinen und den Großen Bärensee aus. Auch der am Bärensee stationierte Nachen kam zum Einsatz. Ergänzt wurde das Programm durch ein umfangreiches Bastel- und Spieleangebot. Äste und Steine wurden bemalt. Es gab Ballspiele und Fichtenzapfen-Zielwerfen. Beim "Raukehl-Suchspiel" waren Naturgegenstände mit besonderen Eigenschaften zu finden. Und an der "Wasserstation" galt es, kleine Wassertiere zu bestimmen. Nicht fehlen durfte das Stockbrot- und das Schoko-Bana­nen-Grillen. Doch auch Würst­chen und Steaks landeten auf dem Grill. Noch rechtzeitig vor einem großen Regenschauer war alles wieder abgeräumt und eingepackt. Es blieb die Freude über einen schönen Nachmittag in der Natur.
 
 
Tagesfahrt zum Gasometer Pforzheim: wie mitten im antiken Rom
 
 
 
 
Der Gasometer Pforzheim wurde einst vor dem Abriss bewahrt und zum Industriedenkmal umfunktioniert. 40 Meter hoch und 40 Meter im Durchmesser misst das gigantische Ausstellungsgebäude, mitten drin eine 15 Meter hohe Besucherplattform. Dieses Ambiente des Gasometers wählte der Künstler Asisi für eine einzigartige Ausstellung über das spätantike Rom. Sie war das Tagesziel der Rastatter NaturFreunde am 12. Mai 2016. Das 360°-Panorama versetzte den Betrachter zurück in die Zeit unter Kaiser Konstantin im Jahr 312 n. Chr. Der Blick streifte über die Tempel, Thermen und Basiliken bis hin zu den Sabiner Bergen und der Küstenregion am Horizont. Das rege Treiben der Menschen wurde akustisch untermalt, der Tag- und Nachtverlauf zusätzlich mittels Scheinwerfer innerhalb einer jeden Viertelstunde nachempfunden. Ein beeindruckendes Erlebnis. Den Tagesabschluss bildete dann eine Einkehr in der Besenwirtschaft Büchele in Kürnbach im Kraichgau. Dort ließ es sich die Gruppe bei leckeren Gerichten und Wein gut gehen.
 
 
Blaue Stunde "Alles im Fluss"
 
 
Die Blaue Stunde fand diesmal - am 19. Mai 2016 - zu dem Termin einer Monatsversammlung statt. Das Motto lautete: "Alles im Fluss" und der Zuspruch war riesig. Bei abendlicher Stimmung gab es mannigfaltige Beiträge und Darbietungen. Sigrun und Gerd begeisterten mit ihren Bänkelliedern. Kurt hatte kurzerhand seine Geige mitgebracht und bildete mit Gerd ein Duo. Und das Buffet bot wiederum reichlich Kulinarisches.
 
 
Eröffnung des Natura Trails 'Murgtal'
 
 
 
 
Am 22. Mai 2016 war es soweit: die NaturFreunde des Bezirks Rastatt-Murgtal trafen sich zur Eröffnung des Natura Trails 'Murgtal'. Die erste Etappe des Trails führt von Gaggenau über Michelbach, Sulzbach und Hörden nach Gernsbach. Man traf sich am Bahnhof in Gaggenau, darunter auch eine Delegation von den Rastatter NaturFreunden. Hier begrüßte Ulrike Dieterle die Teilnehmenden und gab einige Informationen über den Trail kund. Von Gaggenau ging es über die 'Heil' nach Michelbach. Unterwegs erklärte der Vorsitzende der Ortsgruppe Michelbach Harald Wolf allerlei zur Gegend, zu Streuobstwiesen, zu Mahd und zu Schmetterlingen. Im Naturfreundehaus Michelbach, in 'Müller's Großem Wald, kehrte man zu Mittag ein. Nach dem Mittagessen informierte der Bezirksleiter Heinz Zoller kurz über Natura 2000 und mit einem Gläschen Sekt begoss man den neuen Trail. Weiter ging es durch den malerischen Ort Michelbach, über den Höhenrücken nach Sulzbach und weiter bis zu dem Naturschutzgebiet 'Scheibenberg' bei Hörden mit seiner eigenartigen wunderschönen Heidelandschaft. In Hörden endete an diesem Tag die erste Etappe bei einem kleinen Umtrunk in einer Gartenwirtschaft, in Erwartung der zweiten und dritten Etappe des Natura Trails 'Murgtal'.
 
 
Gäste aus Rastatts Partnerstädten zu Gast an der Raukehl
 
 
 
 
Am Samstag, den 28. Mai, konnten Roland, Harden, Theo, Heinz, Olga und Uschi die Delegationen der Rastatter Partnerstädte Orange, Fano, Woking, New Britain in unserem NEST (NaturErlebnisSTation) an der Raukehl begrüßen. Die ca. 40köpfige Gruppe weilte anlässlich des Straßentheaterfestivals in Rastatt. Der Wasserstand war ideal und so konnten sich alle von der Schönheit der Rastatter Rheinauen bei einer Kanutour überzeugen. Ausgestattet mit vier Kanus und Steuerleuten des Rastatter-Kanu-Clubs, paddelten die internationalen Gäste durch das Naturschutzgebiet. Martin Koch, Kundenbereichsleiter Forst bei der Stadtverwaltung, erläuterte das empfindsame Ökosystem. Seine Ausführungen wurden Boot für Boot ins Italienische, Franzö­sische und Englische übersetzt. "Die Rastatter Rheinauen sind das fünftgrößte Überschwemmungsgebiet in Europa, und es dauert Jahrzehnte, bis eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche wieder in einen natürlichen Zustand versetzt werden kann", erklärte er. Dafür sei nicht nur Zeit, sondern auch Geld nötig. "Ich bin dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung sehr dankbar, dass sie die Renaturierung der Rheinauen so unterstützen", ergänzte Koch. Ein Engagement, das die internationalen Gäste würdigten und dessen Ergebnis sie als "wundervollen und friedlichen Ort" bezeichneten. Im weiteren Verlauf der Tour erfuhren sie, dass die Weide bei Überflutung nur überlebt, weil aus ihrer Rinde kleine Wurzeln wachsen, mit denen sie atmet. Und dass Misteln zwar als Schmarotzer in den Bäumen leben, ihnen aber keinen Schaden zufügen. Im Anschluss an die Paddeltour stärkten sich die Gäste mit Wildschweinbratwürsten, die ihnen die Naturfreunde Rastatt zubereiteten. Das Treffen fand so einen würdigen, völlig entspannten Abschluss auf der Terrasse unserer Hütte, interessante Gespräche wurden noch geführt, Kontakte ausgetauscht und ein Wiedersehen vereinbart.
 
 
Auenerlebnistag für 70 Grundschüler⁄innen aus Plittersdorf und Niederroedern (Elsass)
 
 
Die Tier- und Pflanzenwelt der Rheinauen konnten 70 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Plittersdorf und der Partner­schule Niederroedern im Elsass am 2. Juni 2016 in natura in den Plittersdorfer Rheinauen erleben. Der Lehrer Martin Uhrig sowie Larissa Panella und Tobis Keinath - beide vom Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) der Stadt Rastatt - organisierten den Tag. Das Besondere diesmal: alle vier Ökomobile des Landes Baden-Württemberg (Karlsruhe, Freiburg, Tübingen, Stuttgart) waren mit Personal, Fachwissen und Ausstattung zugegen. Zusätzlich hatten der Vogelexperte Pierre Fingermann, die Kräuterfachfrau Marianne Knörr-Groß, der Rheinpark-Guide Peter Vogler und Heinz Zoller von den Rastatter NaturFreunden Stationen angeboten. Die Schüler wurden unter Berücksichtigung der Brieffreundschaften in Gruppen eingeteilt und jeder Schüler erhielt ein Aufgabenheft. Die Aufgaben galt es dann auf dem Rundkurs der Stationen zu lösen, was die Kinder mit Begeisterung und Bravour auch taten. Im Anschluss gab es noch Mittagessen bei den deutschen Gastfamilien in Plittersdorf.
 
 
Sonnwendfeier in Weisenbach: Alte Tradition und neue Herausforderungen
 
 
Die NaturFreunde Weisenbach richteten die Bezirkssonnwendfeier des Jahres 2016 aus. Eingeladen waren die NaturFreunde aus allen acht Ortsgruppen des Bezirks. Die Gernsbacher Alphornbläser leiteten die Feier ein. In ihrer bewegenden Feuerrede schlug Uschi Böss-Walter von den Rastatter NaturFreunden den Bogen von den Anfängen der Naturfreundebewegung bis zur Jetztzeit. Das Feiern der Sonnwende hat bei den NaturFreunden Tradition, ebenso das Singen von Wander- und Arbeiterliedern. Diese waren zur damaligen Zeit Ausdruck der Jugend und des Vorwärtsgehens. Heute hat die Jugend ebenso ihre Strukturen und Ziele. Dabei sind die aktuellen Probleme wie Klimawandel, Ungerechtigkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter die Herausforderung. Wie hätte das Gemeinsame von damals und heute eindringlicher dargestellt werden können, als anhand des 'alten' Liedes "Wann wir schreiten Seit' an Seit'", in dem es am Ende heißt: "Mit uns zieht die neue Zeit". Unter Begleitung von Roland Walter mit seiner Gitarre sangen die Gäste gemeinsam dann dieses Lied, bevor das riesige Sonnwendfeuer entzündet wurde und in die Nacht hinein seine Funken versprühte.
 
 
Sommerfest bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen
 
 
 
 
 
Am 23. Juli 2016 luden die Rastatter NaturFreunde wieder zu ihrem traditionellen Sommerfest ein. Hatte es in der Nacht zuvor noch gewittert, so hatte sich am Samstag doch wieder Sommerwetter eingestellt. Auf der Wiese neben dem Vereinsheim waren die Sträucher mit bunten Tüchern geschmückt, ein Volleyball-Netz errichtet und zwischen zwei Bäumen eine Slackline gespannt. Neben dem sportlichen Angebot lud zeitweilig auch eine Indianertrommel zum Mitmachen ein. Um die Ecke hinter dem Haus stand dann das Festzelt. Wer lieber außerhalb des Zeltes sitzen mochte, der fand im Schatten der Bäume und Sonnenschirme ein Plätzchen. Am Nachmittag wurden zunächst Kaffee, Kuchen und leckere Torten geboten. Gegen Abend füllte sich dann der Platz vollends. Jetzt gab es vom Grill Würstchen und Steaks, dazu Salate und kühle Getränke, so auch eine Sommerbowle. Und die Musiker sorgten für Stimmung. Den Gästen gefiel's: man sang mit oder hielt einen Plausch mit Bekannten und Freunden.
 
 
Großer Zuspruch beim NEST-Aktionstag der Rastatter NaturFreunde
 
 
 
Etwa zehn junge Familien kamen am 7. August bei sommerlichem Wetter zu dem Freizeitplatz der Rastatter NaturFreunde. Heiß begehrt war wiederum das Kanufahren mit dem Familienkanadier, meist begleitet von Einer- und Zweier-Kajaks. Die Wiesen standen kurz davor noch wochenlang unter Hochwasser. Jetzt waren sie aber frisch gemäht und luden zum Spielen ein: Ballspiele, Wikinger-Schach oder ein Suchspiel, bei dem verschiedene Naturobjekte zu finden waren. An Basteltischen konnte mit Ton modelliert oder Weidestöcke geschnitzt und bemalt werden. An der Wasserstation wurde der Lebensraum Wasser erforscht: Wasserwanzen und -käfer, Fliegenlarven und Krebse kamen zum Vorschein. Bei einer kleinen Exkursion wurde über Historisches zu Rhein und Raukehl berichtet und darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, diesen Fleck in der rezenten Aue zu erhalten und zum Naturerleben vor allem für Kinder zu nutzen. Derweil waren die Steaks und Würstchen vom Grill fertig. Und die Kinder konnten über den Flammen der Feuerschale sogar noch ihr Stockbrot grillen.
 
 
Dabei beim Protest gegen CETA und TTIP
 
 
Vier Rastatter NaturFreundinnen und NaturFreunde machten sich am 17. September 2016 mit dem Bus auf den Weg nach Stuttgart, um dort gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zu demonstrieren. Dort waren sie nicht allein, denn weitere 40.000 Teilnehmende waren gekommen. Darunter war ein großer Block NaturFreunde aus Württemberg und Baden, wie an den Fahnen unschwer zu erkennen war. Auch in weiteren Städten fanden an diesem Tag Großdemonstrationen statt: Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig und München. Die NaturFreunde Deutschlands hatten zusammen mit weiteren Organisationen hierzu aufgerufen, weil die ausgehandelten Abkommen eine Gefahr für Demokratie und Rechtsstaat­lichkeit sowie für nationale und internationale Standards zum Schutz von Mensch, Umwelt und Arbeit darstellen.
 
 
Vizepräsident der Naturfreunde Internationale Mamadou Mbodji zu Gast in Rastatt
 
 
 
 
Mamadou Mbodji, Vizepräsident der Naturfreunde Internationale und Präsident des 'African Nature Friends Network' (RAFAN) sprach am 4. Oktober 2016 im Naturfreundehaus Rastatt über den "Klimawandel und seine Folgen für die Länder Afrikas". Mamadou Mbodji ging dabei auf die Ursachen von Flucht in afrikanischen Ländern und die Zusammenhänge mit dem Klimawandel ein. Der afrikanische Kontinent trage lediglich vier Prozent zum Klimawandel (Erderwärmung) bei - jedoch 95 Prozent seiner Folgen. Etwa die Hälfte der afrikanischen Einkommen stammt aus der Landwirtschaft; weitere nennenswerte Anteile stellen Fischfang und Tourismus dar. Alle drei Bereiche sind jedoch durch den Klimawandel bedroht. Mamadou Mbodji verharrte jedoch keineswegs in Pessimusmus, sondern ging auf den Wandel in vielen afrikanischen Staaten ein und stellte konkrete nachhaltige Projekte vor. An diesen sind auch Ortsgruppen der NaturFreunde beteiligt, so auch die NaturFreunde Rastatt.
 
 
Monatstreffen im Oktober mit Dank an treue Helferinnen und Helfer
 
 
Für die treuen Helferinnen und Helfern des Vereins gab es auf dem üblichen Monatstreffen am 20. Oktober 2016 eine Über­raschung. Liebevoll war in einer Ecke des Saals ein Vespertisch mit allerlei Köstlichkeiten hergerichtet. Langes Warten sinnlos. Nach dem Singen von drei Eröffnungsliedern gab es gleich die Freigabe zum Sich-Bedienen. Und erst nach dem Essen gab es dann Kurzberichte und Informationen zu den bevorstehenden Veranstaltungen. Der schöne Abend wurde mit fröhlichen Liedern abgeschlossen, unter der Begleitung von Günter mit seinem Akkordeon.
 
 
Vergnüglicher "Owe" mit "Im Hubbes sini Kumbel"
 
 
 
Am 4. November war die Ortenauer Mundartgruppe "Im Hubbes sini Kumbel" zu Gast im Naturfreundehaus, zu einem badische "Owe", im Rastatter Dialekt "Obend". Auch wurde da ein Geheimnis gelüftet: der "Hubbes" war gar nicht dabei, alle drei sind "Kumbels" vom "Hubbes": der Fritz Schott (Gesang und Bass), der Uli Hochwald (Gesang u. Akkordeon) und der Jürgen Huber (Gitarre, Bass, Gesang). Fritz Schott stand unübersehbar in der Mitte der Bühne. In einem Presseartikel von Martina Holbein heißt es so treffend: "Seine weiche Stimme schmeichelt den Ohren und damit transportiert er nicht nur nette Anekdoten, sondern auch klitzekleine Gemeinheiten oder etwas derbere Scherze, die aber gar nicht so rustikal ankommen, eben weil seine Stimme so schön säuseln kann." In ihren Liedern griffen die Dreien Alltagsgegebenheiten auf, bei denen ein jeder mitschmunzeln konnte. Oder auch eine Hommage an den "Win", die "Rebberggegend" und den " Badischen Himmel" durfte nicht fehlen. Gerade da war ihr Lied "Nit mit uns" beeindruckend, mit welchem sie Stellung gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit bezogen.
 
 
Drei Vorträge zu den Rastatter Rheinauen mit Referenten des WWF-Auen-Instituts
 
 
In drei aufeinander abgestimmten Vorträgen mit Referenten aus dem Rastatter WWF-Auen-Institut befasste sich die Umwelt­schule der Rastatter NaturFreunde mit den Rastatter Rheinauen. Die drei Vorträge fanden am 12. Oktober, am 25. Oktober und am 9. November im Naturfreundehaus "An der Murg" statt.
Dr. Gregory Egger, bis Anfang September 2016 interimistischer Leiter des WWF-Auen-Instituts, referierte über aktuelle wis­senschaftlichen Untersuchungen des Instituts in den Rheinauen. Dabei ging es vor allem um Auswertungen der historischen Entwicklung von Vegetation und Lebensräumen sowie Modelluntersuchungen zu zukünftigen Entwicklungen unter den Bedingungen des Klimawandels.
Dr. Christian Damm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rastatter WWF-Auen-Institut des KIT, referierte über den ökologischen Zustand der Rastatter Rheinauen. Ergebnisse von Forschungen des WWF-Auen-Instituts zum ökologischen Zustand, die gesellschaftlichen Ansprüche sowie mögliche Folgerungen daraus wurden in dem Vortrag thematisiert und im Anschluss auch diskutiert.
Prof. Emil Dister, langjähriger Leiter des Rastatter WWF-Auen-Instituts, hat darüber hinaus einen weiteren Blick auf die Auen in Deutschland insgesamt geworfen. Dabei standen der aktuelle Zustand, das heutige Auenmanagement sowie das fachlich Erforderliche im Zentrum seiner Betrachtungen.
Das Interesse an den Vorträgen war groß, das Publikum sehr fachkundig und die anschließenden Diskussionen sehr rege. Ein­hellige Meinung war: Die Auen müssen erhalten werden und der politische Willen bezüglich der Auenrenaturierung muss sich ändern!
 
 
Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen und historischen Fotos von Rastatt
 
 
 
Der Nachmittag wurde mit Gedichten und Liedern eröffnet, unter der Begleitung von Günter Plumm mit seinem Akkordeon. Auch die üblichen Lockerungsübungen wurden nicht ausgelassen. Vor dem Kaffee und Kuchen gab es dann für jede und jeden ein Gläschen Sekt; zwei Flaschen waren aus einem freudigen Anlass spendiert worden. Danach zeigte Günther Kemmlein Fotos zur Stadtgeschichte: angefangen von der Kinzig-Murg-Rinne über römische Funde, die erste urkundliche Erwähnung um 1084 als "Rasteten", die Zeit der Markgrafen, die badische Revolution, die Zeit als Festungsstadt und um den Ersten Weltkrieg herum bis hin zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Von den anwesenden Gäste wurde so manches Haus und Geschäft, Gaststätte und Fabrik, Brücke und Straße wiedererkannt. Und Günther Kemmlein wusste zu allem etwas zu berichten. Auch das Rastatter "Lobberle" war zu sehen, eine Bahn die einst durch Rastatt hindurch führte. Zum Abschluss erhielt jeder Gast ein selbstge­backenes Früchtebrot mit auf den Nachhauseweg. Und Erika und Werner Mellert konnten sich wieder einmal über einen gelungenen Seniorennachmittag freuen.
 
 
Blaue Stunde: ein Loblied auf die Kartoffel
 
 
 
Die herbstliche Kartoffelernte war bereits abgeschlossen. So war es am 24. November 2016 an der Zeit, dass die Blaue Stunde mal einem unserer Grundnahrungsmittel huldigte: der Kartoffel. Die Tafel war entsprechend geschmückt mit einem Kartoffel­strauß und aus Kartoffeln gebastelten Figuren, darunter sogar ein Kartoffelskorpion. Die Blaue Stunde war wie immer gut be­sucht. Nach einem Begrüßungslied war zunächst einmal eine abendliche Stärkung angesagt. Es gab für jede und jeden eine Portion Pellkartoffel. Am reichlich gedeckten Esstisch standen Beilagen wie Heringssalat oder Kräuterquark bereit. Dann folgte der kulturelle Teil mit Gedichten, Geschichten und Liedern, darunter auch ein Loblied auf die Kartoffel nach der Melodie "Auf der Schwäb'schen Eisenbahn". Die Gäste waren wieder ein Mal hochbegeistert von 'ihrer' "Blauen Stunde".
 
 
NaturFreunde zu Besuch im Stuttgarter Landtag
 
Auf Einladung von Thomas Hentschel, Landtagsabgeordneter der Grünen, reiste am 1. Dezember 2016 eine Gruppe von Bürger*innen nach Stuttgart. Unter den rd. 25 Personen aus dem Wahlkreis Rastatt waren auch 7 Rastatter Natur­freund*innen. Nach einer angenehmen Zugfahrt in die Landeshauptstadt ging es durch die umstrittene Baustelle "Stuttgart 21" und die Königsstraße zum Landtag. Im Königin Olga Bau wurde der Tagesablauf vorgestellt und es gab die Möglich­keit von der großen Dachterrasse bei schönstem Wetter einen Blick über die Stadt zu werfen. Nach einer Stunde im Plenarsaal, die leider fast ausschließlich aus der Wahl des Datenschutzbeauftragten das Landes bestand und dem Mittagessen wurde die Gruppe darüber informiert, wie der Landtag arbeitet und was speziellen Regeln für seine Arbeit sind.
Abschließend gab es im Gespräch Thomas Hentschel und mit dem Sprecher für Migration und Integration der Fraktion der Grünen, Daniel Lede Abal aus Tübingen, spezielle Fragen und Anliegen rund um das Thema Asyl und Geflüchtete zu platzieren. Dazu gab es viele Beiträge aus der Praxis der Betreuung hier im Landkreis. Leider wurden die Abgeordneten nach einer knappen Stunde wieder zur Abstimmung in den Plenarsaal gerufen. Die Meinung der Teilnehmer*innen war einhellig: "Der Besuch im Landtag war interessant, hat sich gelohnt und wird zur Nachahmung empfohlen."
 
 
Frauen-Kultur-Salon: Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen treffen sich
 
 
 
 
Der "Frauen-Kultur-Salon" der Rastatter NaturFreunde lud zu seinem Treffen am 07.12.2016 Frauen unterschiedlichster Her­kunft zum gemeinsamen Gespräch über "Gott und die Welt" ein. Es wurde international gekocht und an einer reichgedeckten Tafel in fröhlicher aber auch nachdenklicher Runde bis spät in den Abend hinein erzählt. Frauen aus Irak, Afghanistan und Syrien brachten sich mit ihren Geschichten genauso ein wie ihre Flüchtlingsbegleiterinnen, NaturFreundinnen und Interessierte. Wir müssen für einander da sein, einander zuhören und unsere Kultur der Gleichberechtigung und der Frauenrechte deutlich machen. Welche Rolle hat die Frau in den verschiedenen Kulturkreisen? Was hat die deutsche aber auch die internationale Frauenbewegung erreicht und wie kann sie die erkämpften Rechte bewahren? An diesem Abend hat eine spannende Diskus­sion begonnen und wird in weiteren Veranstaltungen und Konversationsangeboten vertieft werden. Viele Frauen leben schon seit Jahrzehnten in Deutschland oder wurden hier geboren und kommen doch aus einem anderen Land aus einer anderen Kultur. Ein schöner, lehrreicher aber auch entspannter fröhlicher Abend in internationaler Frauen-Runde. "Es war schön gestern Abend und vor allem auch zu sehen, wie Situationen aus den unterschiedlichsten Richtungen zusammen kommen. Respekt meine Liebe – und schöne Weihnachten!" so schrieb mir eine Teilnehmerin später. Schöne Weihnachten an alle!
 
 
Auf der Jahresabschlussfeier zahlreiche Ehrungen, u.a. vier mal 70-jährige Mitgliedschaft
 
 
 
 
Am 10. Dezember konnten die Rastatter NaturFreunde auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. Die Feierlichkeiten begannen bereits am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und dem Premierestück "O Tannenbaum" mit Frieder Kräuter und dem Puppentheater "Gugelhupf". Jung und Alt waren erfreut. Mit einer Fotopräsentation wurden die wichtigsten Ereignisse des Jahres in Erinnerung gerufen. Dabei wurde deutlich, dass gerade im Nachwuchsbereich Fortschritte erzielt wurden, was durch die Anwesenheit von mehreren jungen Familien mit ihren Kindern, darunter auch eine Flüchtlingsfamilie, unterstrichen wurde. Auch begrüßt werden konnte dabei das jüngste Vereinsmitglied, gerade mal vier Wochen alt. Dann folgten die Ehrungen für langjährige Treue zum Verein, musikalisch umrahmt von einer kleinen Bläsergruppe der Musikschule Rastatt. Die Anzahl der zu Ehrenden war diesmal besonders groß: 3 mal 25-jährige, 9 mal 40-jährige, 3 mal 50-jährige, 3 mal 60-jährige und sogar 4 mal 70-jährige Mitgliedschaft. Erstere berichteten darüber, wie sie zu den Naturfreunden gestoßen sind. Die Berichte von letzteren waren besonders spannend, gehörten die vier doch zu den Wiedergründern der Naturfreunde nach dem Zweiten Weltkrieg; das sind Gerd Dubinin, Werner Kleinbub, Werner Mellert und Erwin Pohl. Nach der Ehrung mundete allen das gemeinsame Abend­essen. Unter der Begleitung von Günter und Roland sang die Gemeinschaft noch einige Weihnachtslieder. Der Eine-Welt-Laden bereicherte die Veranstaltung mit einem Stand, an dem unter dem Motto "Fairschenken!" kleine Weihnachtsgeschenke präsen­tiert wurden.
Am darauffolgenden Sonntag führte dann die Abschlusswanderung in den nahegelegenen Brufertwald. Mit Glühwein und Gebäck, mit Kaffee und Kuchen sowie einigen Liedern und gemütlichem Beisammensitzen wurden dann die Feierlichkeiten ausklingen lassen. Ein großes Lob gebührt den zahlreichen Helfer*innen, die zum Gelingen der Veranstaltungen beitrugen.
 
 
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