Umweltdetektive auf der Bonora
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Jahresbericht 2020
 

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Jahreshauptversammlung in schwierigen Zeiten
 
 
 
Einen Blick zurück und nach vorn richteten die NaturFreunde Rastatt bei ihrer Jahreshauptversammlung am 24. September 2020. Die Versammlung hätte ursprünglich im März stattfinden sollen und war aufgrund der Corona-Pandemie zwei Mal verschoben worden. Nun trafen sich die Mitglieder unter Einhaltung der Abstandsrichtlinien in ihrem Vereinsheim, um auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurückzublicken. Dieses hatte ganz im Zeichen des 100jährigen Jubiläums der Ortsgruppe gestanden und war geprägt von zahlreichen feierlichen Veranstaltungen. Neben der offiziellen 100-Jahr-Feier im März waren das vor allem die Pflanzung einer Esskastanie auf dem Spielplatz in der Buchenstraße mit zeitgleicher Pflanzung von Guavabäumchen im Umwelt-und Ausbildungszentrum in St. Louis, der Klima-Partnerstadt von Rastatt, das große TamTam-Trommelfest mit Sonnwendfeier im Juli sowie am Ende des Jahres das von Brigitte Wagner geschriebene und unter Beteiligung zahlreicher Mitglieder aufgeführte Theaterstück "Schnoogmaus". Darüber hinaus ging aber auch das vielfältige Vereinsleben weiter mit Kultur-, Bildungs-, Sport- und Freizeitaktivitäten. Konzerte mit dem "Trio Nostalgia" und dem "Hoffmann-Hammer-Trio" standen neben Führungen durch Ausstellungen (Brigitte Wagner), Treffen des FrauenKulturSalons (Uschi Böss-Walter), Veranstaltungen der Umweltschule (Heinz Zoller), Radtouren (Günter Plumm) u. Wanderungen (Heinz Zoller). Die Gruppe "Junge Familie" (Jutta Eckert-Schirmer) machte zahlreiche Ausflüge und engagierte sich beim Müllsammeln, gegen Ende des Jahres wurde mit den "Umweltdetektiven" eine neue Kindergruppe gegründet (Karin Flad). Zwei große Fotoausstellungen im März (Schmetterlinge in den Rheinauen, Heinz Zoller, Die Frauen von Bekhar, Uschi Böss-Walter) untermauern die Bedeutung der Fotographie in der Kulturarbeit der NaturFreunde. Uschi Böss-Walter berichtete außerdem vom Engagement der Ortsgruppe in St. Louis im Senegal, der dort erfolgten Installation einer Photovoltaikanlage, der Fertigstellung des Umwelt- und Ausbildungszentrums für Mädchen und Frauen. Auch die drei Areale des Vereins, die Bonora (Volker Hager), die Raukehl am kleinen Bärensee (Theo Baciu, Heiko Förster) und das örtliche Vereinsheim (Wolfgang Wagner) wurden mit Unterstützung vieler Mitglieder gut gepflegt. Aus dem Vorstand berichteten Heinz Zoller und Jutta Eckert-Schirmer.

Nach einer Lüftungspause folgte der Kassenbericht von Olga Anissimowa mit anschließender einstimmiger Entlastung des gesamten Vorstands. Eine kleine Überraschung gab es beim Tagesordnungspunkt "Erhöhung der Mitgliedsbeiträge", als auf Vorschlag aus den Reihen der Mitgliedschaft die Erhöhung - zwar nicht widerspruchslos, aber mehrheitlich angenommen - kräftiger ausfiel als vom Vorstand ursprünglich vorgeschlagen. Schließlich gab es einen Blick auf derzeit laufende und zukünftig geplante Aktivitäten. So beteiligen sich die NaturFreunde derzeit an der Aktion "Stadtradeln", engagieren sich im Klimabündnis und bereiten das in Zusammenarbeit mit der Stadt Rastatt geplante "Repair-Café" vor (Auftaktveranstaltung am 8. Oktober 2020, 18 Uhr im NaturFreundehaus, Anmeldung beim Klimamanager der Stadt, Herrn Schursch).
 
 
Auf dem Hahn-und-Henne-Weg bei Zell am Harmersbach
 
 
 
Die zweite Wanderung in diesem Jahr am 20. September führte in den mittleren Schwarzwald nach Zell am Harmersbach. In diesem idyllischen Städtchen gibt es eine Keramikmanufaktur, die seit über 110 Jahren das weltbekannte Geschirr mit dem "Hahn-und-Henne"-Dekor produziert. Diese hat auch den Premiumweg "Hahn-und-Henne-Runde" mit Rastplätzen in diesem Motiv ausgestattet. Der Rundweg ist 14 km lang und überwindet etwa 400 Höhenmeter, von denen aber nur die erste Hälfte zügig bergauf geht. Er umrundet das Tal des "Schottenhöfer Bächles", bietet dabei aber immer wieder auch reizvolle Blicke in andere Täler, bei guter Sicht bis in die Rheinebene und zu den Vogesen. Das Tal selbst ist gekennzeichnet durch Schwarz­wälder Kulturlandschaft: inmitten von Obstbaumwiesen, Feldern und Weiden liegen wie aus dem Bilderbuch stattliche Bauernhöfe. Neben der schönen Wegführung, den angenehm zu gehenden Pfaden und Wegen und den schönen Aussichten macht sicherlich die liebevolle Gestaltung der Rastplätze den besonderen Reiz dieser Tour aus. Bei einer Einkehr in einer Besenwirtschaft durfte dann natürlich auch das original Hahn-und-Henne-Geschirr nicht fehlen.
 
 
Wikingerschach beim Vereinsheim immer beliebter
 
 
 
Am 19. August war wiederum ein schöner Sommerabend. Und offensichtlich hatte sich die Begeisterung für den Wikingerschach herumgesprochen. Diesmal kamen noch mehr, auch junge Familien mit den Kindern, zum Vereinsheim, so dass auf der Wiese sogar zwei Schachfelder aufgebaut und diese mit vier Mannschaften bespielt werden konnten. Bewegung im Freien und Spaß, auch ein Schwätzchen am Rande, eine ideale Initiative in dieser harten Coronazeit.
 
 
Große Begeisterung beim Wikingerschach auf der Wiese beim Vereinsheim
 
 
 
 
Da war plötzlich die Idee, man könne doch das Vereinsheim auch von der Ortsgruppe selbst mehr für Freizeitaktivitäten nutzen. Es ist Sommer, die Abende sind lang und die Coronazeit animiert zudem zu mehr Aktivitäten im Freien. Warum nicht die Wiese beim Vereinsheim nutzen? Jutta hatte die Idee eines "Wikingerschach-Abends" und lud zum 15. Juli zum ersten Abend ein. Die Begeisterung war so groß, so dass gleich der nächste Abend am 29. Juli angesetzt wurde. Wikingerschach ist ein Geschicklich­keitsspiel, das auf Rasen oder Wiese gespielt wird und sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Die grobe Spielidee ist: "Es treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Eine Mannschaft besteht aus mindestens einer bis maximal sechs Personen. Die Spieler versuchen, jeweils die Holzklötze (Klotz=Kubb) der Gegenpartei mit Wurfhölzern umzuwerfen. Der König, der in der Mitte des Spielfelds steht, muss zuletzt getroffen werden. Wer zuerst alle Kubbs auf des Gegners Spielhälfte und den König getroffen hat, gewinnt das Spiel." (Wikipedia). Eines ist klar: Das war nicht der letzte "Wikingerschach-Abend" beim Vereinsheim.
 
 
Wanderung auf dem Gertelbachrundweg
 
 
 
Die erste Wanderung in diesem Jahr führte ins Bühlertal zu den Gertelbachwasserfällen. Ausgangspunkt war der dortige Wanderparkplatz. Entlang des Wiedenbachs ging es zunächst auf dem ausgeschilderten Gertelbachrundweg die Wasserfälle entlang nach oben. Erster Höhepunkt war der Wiedenfelsen, der eine großartige Aussicht bis in die Vogesen bot. Am Fuße der Falkenfelsen wurde der Gertelbachrundweg verlassen und ein Abstecher über die Felsen genommen. Insbesondere der obere Weg durch die Felsen ist ein lohnender Umweg, bieten sich doch vom Gipfel der Falkenfelsen und vor allem der Hertahütte nochmals schöne Aussichten. Nach einem weiteren Abstecher zum Brockenfelsen ging es zurück Richtung Kohlbergwiese, wo eine Rast Erfrischung und gleichzeitig Schutz vor einem kurzen Schauer bot. Von dort ging es weiter auf dem Gertelbachrund­weg. Dieses Wegstück bot mit Spuren längst vergangener Zeiten einen Eindruck von der Mühsal früherer Transporte, konnte man doch auf steilen Stücken tief in den felsigen Untergrund gegrabene Rillen der Wagenräder erkennen, die die Gespanne auf unzähligen Transporten vom Bühler- ins Murgtal hinterlassen hatten. Gegen Ende des Rundweges wurde der ausgeschilderte Weg nochmals verlassen. Links ab ging es noch einmal bergauf, um nach einer weiteren kurzen Wende nach links auf den schönen Briefträgerweg zu treffen, der dann rechts steil bergab zurück zum Parkplatz führte.
 
 
Erstes Treffen nach harter Corona-Abstinenzzeit
 
 
Aufgrund der Corona-Pandemie und der in diesem Zusammenhang erlassenen Verordnungen waren auch die NaturFreunde Rastatt gezwungen, ab März alle Versammlungen einzutellen. Im Juni gabe es erste Lockerungen der Verbote, so dass unter Einhaltung bestimmter Regeln erste Treffen wieder möglich waren.
 
 
Die Schnoog-Maus zum Zweiten
 
 
 
 
Das von Brigitte Wagner anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Ortsgruppe kreierte Theaterstück "Die Schnoog-Maus" wurde am 2. November 2019 uraufgeführt. Die Begeisterung aller Akteurinnen und Akteure und der Zuspruch der Gäste war so groß, dass alle beschlossen, das Stück ein zweites Mal aufzuführen. Am 1. Februar 2020 war es dann soweit. Die Kulisse im Naturfreundehaus war wiederaufgebaut. Die Geschichte einer Maus, welche auf der Bonora oben im Schwarzwald zu Hause ist und sich von dort über das Murgtal hinab zum Rhein auf den Weg macht, um am Bärensee die "Schnoogen" mal kennen zu lernen, wurde wieder lebendig. Die Akteurinnen und Akteure in ihren prachtvollen Kostümen sowie die musikalische Unter­malung bezauberten ein weiteres Mal die Gäste. Natürlich durfte auch das Bärenseelied wiederum nicht fehlen.
 
 
Nach dem Jubiläumsjahr ein kleines Dankeschön an die Helferinnen und Helfer
 
 
 
 
Das Jubiläumsjahr 2019 der Rastatter NaturFreunde aus Anlass der Gründung der Ortsgruppe vor 100 Jahren war ein bewegtes Jahr mit zahlreichen großen Veranstaltungen, so zum Beispiel die Jubiläumsfeier im März, das TamTam-Fest mit Bezirkssonn­wendfeier im Juni, die Theateraufführung "Schnoog-Maus" im November oder die Jahresabschlussfeier mit dem Hoffmann-Hammer-Trio im Dezember. Als kleines Dankeschön für die zahlreichen Helferinnen und Helfer fand am 18. Januar 2020 ein Helferfest statt. Das Jahr 2019 wurde nochmals Revue passieren lassen. Für das leibliche Wohl gab es eine warme, würzige Linsensuppe, ein kaltes Büffet mit vielen Köstlichkeiten sowie zum Dessert einen Apfelstrudel mit Vanillesauce. Zur Unterhaltung und zum besseren gegenseitigen Kennenlernen hatte sich Jutta ein "Bingo"-Spiel ausgedacht: Jede und jeder musste die anderen ansprechen, um Anworten auf insgesamt 25 Fragen nach persönlichen Eigenschaften, Kenntnissen oder Erfahrungen zusammenzutragen. Wer als erster die Antworten auf eine waagrechte oder senkrechte Reihe von fünf Fragen zusammenhatte, der durfte "Bingo" rufen. Und wie eh und je erfreute Günter mit seinem Akkordeon und seinen Liedern die Gemeinschaft.
 
 
 
 
   
 
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