Familienkanadier auf dem Bärensee
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Jahresbericht 2019
 

Weitere Jahresberichte: [2018], [2017], [2016], [2015], [2014], [2013], [2012], [2011], [2010], [2009], [2008]

 
Walderkundung per Fahrrad mit Förster Martin Koch
 
 
 
Am 17. Mai 2019 stand bei der NaturFreunde-Umweltschule eine Waldexkursion auf dem Programm. Der Leiter des städtischen Forstes hatte sich bereit erklärt, über das Eschen(trieb)sterben zu informieren und die Planung des Forstes für die nächsten zehn Jahre, die sogenannte Forsteinrichtung, zu erläutern. Treffpunkt war beim Parkplatz der Kleintierzüchter in der Klärwerk­straße. Von dort aus radelte man zunächst in den nahen Brufertwald. An verschiedenen Stationen zeigte Förster Koch das Erscheinungsbild von noch gesunden und von bereits erkrankten Eschen auf. Ursache ist ein aus Ostasien über das Baltikum eingeschleppter Pilz. Hinzu kommt der heimische Hallimasch-Pilz, der die Wurzeln und den Stamm befällt und den Baum schließlich zu Fall bringt. Die Esche war einst mit 23 Prozent der häufigste Baum im Stadtwald; heute sind es gerade noch 12 Prozent. Die Fahrt wurde in den Ötigheimer Wald fortgesetzt. Dort erläuterte Förster Koch den Umgang mit der Kalamität. Es gibt komplette Kahlschläge mit Neuanpflanzungen von Pappeln, Nuss- und Ahornbäumen sowie Eichen. Andernorts werden nur einzelne Eschen herausgeholt und es gibt auch sogenannte "Nullflächen". Zuletzt radelte man zu einem Waldstück, in dem das Alt- und Totholz-Konzept praktiziert wird. In diesen sogenannten Waldrefugien bleibt alles Holz liegen, zum Wohl von vielen Tieren. Förster Koch hatte zahlreiche Grafiken mit dabei, mit denen er alles anschaulich untermalte.
 
 
Kunst trifft Natur: Fahrt zur Ausstellung "Great Barrier Reef" im Gasometer Pforzheim
 
 
 
 
 
Im Osten von Pforzheim steht weithin sichtbar das Technikdenkmal "Gasometer Pforzheim". 1912 gebaut, diente es viele Jahre als Ausgleichsbehälter für die Gasversorgung. Heute fungiert es als Kulturstätte: der Künstler Yadegar Asisi nutzt das Bauwerk für die Darstellung seiner 360°-Panoramen. Viele erinnerten sich noch an die Ausstellung über das alte Rom. Diesmal organi­sierte Brigitte für den 5. Mai 2019 eine Busfahrt zu der Ausstellung "Great Barrier Reef". Im Maßstab 1:1 wird die einzigartige Unterwasserwelt des Korallenriffs vor der Küste Australiens präsentiert. In der Mitte des 40 Meter breiten und 42 Meter hohen Zylinders steht ein Metallgerüst mit Treppen, Fahrstuhl und Aussichtsplattformen. So hat man das Gefühl, als wäre man selbst als Taucher in der Unterwasserwelt unterwegs. Überall entdeckt man in den Nischen der Korallen Fische und sonstige Meeres­tiere. Die Stoffwände ringsum sind mit tausenden Fotos bedruckt und zu einem Panorama zusammengefügt. Mit Lichttechnik wird sogar Tag und Nacht nachgespielt. Die Gäste waren ob des einzigartigen Kunsterlebnisses hellauf begeistert. Zum Ab­schluss des Tages durfte wiederum ein Besuch in der "Besenstube Büchele" in Kürnbach im Kraichgau nicht fehlen. Sie hatte extra für das leibliche Wohl der Rastatter NaturFreunde gesorgt.
 
 
Saisonauftakt an der Naturerlebnisstation "NEST Raukehl"
 
 
 
 
 
 
Die Sonne lachte zum Saisonauftakt an der Raukehl am 1. Mai 2019. Die Vorbereitungen waren getroffen und nach und nach fanden sich weitere Familien ein. Im Eingangsbereich waren Basteltische aufgebaut. Hier konnten Nisthilfen für Insekten und sogar kleine Sonnenuhren gebastelt werden. Auf dem gemähten Teil der Wiese wurden Ball und Wikingerschach gespielt. Die Blütenpracht auf dem ungemähten Wiesenbereich lockte Hummeln und Schmetterlinge an; auf und ab tanzende Eintagsfliegen zeigten ihren Hochzeitstanz. Die Tierwelt im und auf dem Wasser war noch etwas verschlafen; lediglich ein paar Wasserläufer huschten dahin. Einzig die invasiven Kalikokrebse waren voll aktiv und konnten von den Kindern bestaunt werden; ganz mutige fassten sie sogar an. Beliebt wie eh und je sind die Kanufahrten mit dem Familienkanadier über den Kleinen und Großen Bärensee. Heiko und Aaron steuerten das Boot gekonnt. Bernd sammelte derweil mit dem Nachen Müll auf dem See ein. Auf der Veranda der Hütte boten die Jungen Familien Kaffee, Saft und leckeren Kuchen an. Das erfreute insbesondere eine Gast­gruppe von NaturFreunde-Seniorinnen und -Senioren. Gegen Abend wurde dann das Grillfeuer entfacht und gegrillt; auch das traditionelle Stockbrot wurde so wieder bereitet.
 
 
NaturFreunde pflanzen Guave-Bäumchen im Umwelt- und Ausbildungszentrum für junge Frauen in Senegal
 
 
 
 
Freude und Dankbarkeit waren die am meisten geäußerten Gefühle, als eine 4-köpfige Delegation der Rastatter NaturFreunde das Umwelt- und Ausbildungszentrum in der Region Saint Louis im Senegal besuchte. Es gab viel zu tun, schließlich geht auch um die Verwendung der Spendengelder aus Rastatt. Die Gruppe konnte sich davon überzeugen, dass der Ausbildungsbetrieb gut läuft. Die Ausbilderinnen in den Fächern Friseurhandwerk, Schneiderei, Färben, Verarbeitung von Obst und Gemüsen sowie Restauration sind engagiert bei der Sache. Ergänzend gibt es Alphabetisierungskurse. Mit den örtlichen NaturFreunden wurde vereinbart, dass sie sich um die Umweltbildung kümmern werden, denn sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkon­zepts. Der Gedanke der Nachhaltigkeit soll sich als Querschnittsthema durch alle Fächer ziehen. Die 102 Schülerinnen des ersten Jahrgangs sind mit Eifer bei der Sache. Sie alle sind dankbar dafür, dass sie die Möglichkeit haben, einen qualifizierten, staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. ... (Vollständiger Bericht)
 
 
Karfreitag: auf verschiedenen Wegen zum Fischessen ins Ried
 
 
 
Der Karfreitag am 19. April 2019 wartete mit sommerlichem Wetter auf. Und das Fischessen im "Grünen Baum" in Wintersdorf hat bei den NaturFreunden bereits Tradition. Die einen starteten beim Vereinsheim mit dem Fahrrad und radelten so ins Ried. Die anderen fuhren mit dem Auto rüber und machten sich von dort aus zu Fuß auf durch die Wintersdorfer Rheinauen. Vorbei an der Kunstwiese und dem Aalschokker Heini ging es mitten hinein in die Auen. Über den Zuleitungsgraben zum Wintersdorfer Altrhein erreichte man das Rheinaufer. Dort machte man einen kurzen Abstecher zu dem noch gut erhaltenen und denkmal­geschützten Myriameterstein, ein Relikt aus der früheren Rheinkilometrierung. Zurück ging es bei der Wintersdorfer Rheinbrücke vorbei durch den duftenden Bärlauchwald. Einige kamen auch gleich zum Gasthaus gefahren. Alle erwartete dort ein leckeres Fischessen. Und die ganz Geduldigen machten sich an den Backfischen zu schaffen, rösch gebacken und lecker wie eh und je.
 
 
100 Jahre Rastatter NaturFreunde: Geschenk einer Esskastanie an die Stadt
 
 
 
 
 
Mit der Pflanzung einer Esskastanie auf dem Spielplatz an der Buchenstraße machten die NaturFreunde am 4. April 2019 ein Geschenk an die Stadt Rastatt und ihre Bürgerinnen und Bürger. Jutta Eckert-Schirmer wieß in ihrer Ansprache auf die Be­deutung der Aktion hin, ein Zeichen für die Verbundenheit der Ortsgruppe mit der Stadt und der Umwelt. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind Bäume insbesondere in Städten wichtig, nicht nur als Sauerstoffproduzent und Schattenspender, sondern auch weil sie ihre Umgebung kühlen. Jutta Eckert-Schirmer schlug auch den Bogen zu weiteren Projekten der NaturFreunde in anderen Teilen der Welt. So werden beispielsweise in Kooperationsprojekten mit Afrika dort Bäume gepflanzt, deren Früchte die Menschen ernähren, während im Gegenzug in Deutschland Streuobstwiesen gepflegt werden, um sie zu erhalten. Deshalb war es dem Verein wichtig, auch hier einen Baum zu pflanzen, der einmal essbare Früchte trägt.
Dass es sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch und Bürgermeister Arne Pfirrmann nicht nehmen ließen, auch bei nass­kaltem Wetter persönlich bei dieser Pflanzaktion anwesend zu sein, unterstreicht die große Bedeutung, die ihr auch von Seiten der Stadt beigemessen wird. Jutta Eckert-Schirmer bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt und ihren Mitarbeitern, die alle notwendigen Arbeiten vorbereitet und durchgeführt hatten, für die unkomplizierte Zusammenarbeit und Unterstützung der Idee. Zum Abschluss der Aktion wurde gemeinsam das Lied "Ich bin der Baum vor deinem Haus" gesungen und Muffins aus Kastanienmehl sowie Brote mit Kastaniencremeaufstrich gereicht.
 
 
Jahreshauptversammlung mit Satzungsänderungen und Neuwahlen
 
 
 
 
Am 28. März 2019 fand die Jahreshauptversammlung statt. Sie war recht gut besucht, die Beschlussfähigkeit gegeben. Nach einem gemeinsamen Lied, der Begrüßung durch die Vorsitzenden und der Totenehrung wurden zunächst die Berichte der Areale, Fachgruppen und Fachbereiche vorgetragen. Es folgten die Geschäftsberichte der Vorsitzenden sowie der Kassen­bericht. Die Entlastung des Vorstands erfolgte auf Antrag der Kontrollkommission einstimmig.
Uschi Böss-Walter hatte angekündigt, für den neuen Vorstand nicht mehr kandidieren zu wollen. So war es an der Zeit, ihr zehnjähriges Wirken für den Verein gebührend zu würdigen, vor allem die Entwicklung der Partnerschaft mit den NaturFreunden in St. Louis im Senegal. Sie leitet zudem den Landesfachbereich Nord-Süd-Kooperationen und ist Mitglied im erweiterten Landesvorstand. In diesem Jahr findet bei der Ortsgruppe in Rastatt bereits das sechste große TamTam-Fest statt. Ein "Welt­spiel" für globales Lernen wurde geschaffen. Unter ihrer Regie wurde das Vereinsheim umgebaut, ein Gruppenraum und ein Studio mit Übernachtungsmöglichkeit geschaffen, alles barrierefrei.
Bei den Satzungsänderungen ging es dann unter anderem um eine dauerhafte Sicherung der Beschlussfähigkeit der Jahreshauptversammlung. Der Vorstand wurde neu strukturiert; ab sofort gibt es ein Leitungsgremium bestehend aus drei gleichberechtigten Mitgliedern, darunter das Vorstandsmitglied Finanzen. Es folgten die Neuwahlen. Jutta Eckert-Schirmer, bisher bereits Schriftführerin des Vereins, stellte sich sowie ihre Schwerpunkte und Ziele vor. Dem Leitungsgremium gehören zukünftig an: Jutta Eckert-Schirmer, Olga Anissimowa und Heinz Zoller. Brigitte Wagner wurde in den Vorstand hinzugewählt. Ferner wurden die Delegierten zu den Landes- und Bezirkskonferenzen bestimmt. Alle Satzungsänderungen und Wahlen erfolgten einstimmig. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Ich bin der Baum vor Deinem Haus" klang die Versammlung aus und man stimmte sich damit zugleich auf die bevorstehende Baumpflanzaktion anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Ortsgruppe ein. (Pressebericht zur Jahreshauptverammlung 2019)
 
 
Teilnahme an der außerordentlichen Landeskonferenz
 
 
Die letztjährige ordentliche Landeskonferenz auf Schloss Ortenberg tagte zwar und arbeitete recht intensiv, doch sie war auf­grund mangelnder Delegiertenanzahl nicht beschlussfähig. Somit musste eine außerordentliche Landeskonferenz anberaumt werden, sollte doch unter anderem die Satzung des Landesverbands in einigen wichtigen Punkten geändert werden. Diese Konferenz fand nun am 23. März 2019 in dem Jugendzentrum "Weiße Rose" in Karlsruhe-Oberreut statt; sie war diesmal beschlussfähig. Auch die Rastatter Ortsgruppe schöpfte ihr Delegiertenkontingent von vier Delegierten diesmal voll aus. Die Satzung des Landesverbands konnte geändert werden.
Die Rastatter Ortsgruppe war auf der Konferenz diesmal stark vertreten. Uschi, Mitglied im erweiterten Landesvorstand, berich­tete über Veranstaltungen im Rahmen der Nord-Süd-Kooperation und über ein neues Ausstellungspaket "Die Frauen von Bekhar", welches ausgeliehen werden kann. Neben Brigitte war auch Olga als Delegierte dabei und hat zudem die Arbeit der Ortsgruppe mit Teilen der Fotoausstellung und mit Infomaterial über die "Die Frauen von Bekhar", den Jubiläums-Seedballs (Samenkugel) und dem Jahresprogramm der Ortsgruppe am Infostand präsentiert. Heinz brachte die Schmetterlingsausstellung mit. Und Jutta, Thomas und eine weitere NaturFreundin stellten das Stärkenberatungsprojekt der NaturFreunde vor.
 
 
Die NaturFreunde Rastatt feiern ihr 100-jähriges Jubiläum
 
 
 
 
 
 
 
Am 15. März 2019 feierten die Rastatter NaturFreunde in ihrem Vereinsheim ihr 100-jähriges Bestehen. Empfangen wurden die Gäste im neuen Gruppenraum von Helferinnen aus der "Nord-Süd-Gruppe" und der "Junge Familien-Gruppe" mit einem Glas Sekt. Eine mit Stücken aus der Neuzeit liebevoll gestaltete Ausstellungsvitrine gab Einblicke in die jüngsten Anstrengungen der NaturFreunde-Arbeit. Auch der Saal war festlich geschmückt mit Blumen, Fotos und Utensilien, hier aus der Geschichte der Ortsgruppe.
Auf den Tag genau vor 100 Jahre fand das Gründungstreffen statt. In dem Protokoll von damals heißt es: "Um auch hier in Rastatt in der Arbeiterbewegung einen Schritt weiterzukommen, haben einige wanderlustige Genossinnen und Genossen beschlossen, eine Ortsgruppe des Touristenvereins "Die Naturfreunde" zu gründen." Bei der Feier zogen zunächst singende Naturfreunde in den Saal ein und der ganze Saal stimmte in das Lied "Die Gedanken sind frei", mit ein. Die Szene von der Gründungsversammlung wurde kurz nachgespielt und das Publikum in die damalige Zeit zurückversetzt. Die Songgruppe der NaturFreunde Baden schloss die Szene mit dem Lied der Arbeiterbewegung "Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘".
Sodann erfolgte der Sprung in die Jetztzeit. Zahlreiche Ehrengäste wurden begrüßt. Der Bürgermeister Raphael Knoth über­brachte die Grüße der Stadt Rastatt samt einer Geldspende. Nach mehreren Liedbeiträgen der Songgruppe sprach Martin Moritz vom Landesverband der NaturFreunde Baden. Er überreichte eine große NaturFreunde-Fahne. Es folgten weitere Grußworte samt Gastgeschenken. Und die Songgruppe steuerte weitere Lieder bei.
Dann gedachte man der Toten. Es folgte die Jubiläumsansprache von Prof. i.R. Gunter Kaufmann, neuer Ehrenbürger der Stadt Rastatt und zugleich NaturFreunde-Mitglied. Er rückte in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen die Gründerzeit nach dem Ersten Weltkrieg mit ihren politischen Rahmenbedingungen und Auseinandersetzungen, lokal, regional und national.
Danach wurde ein spendierter, riesiger Hefezopf in Form einer Hundert angeschnitten. Nach einer kurzen Pause, in der man sich mit Happen und Getränken stärken konnte, bewegte das Mandolinenorchester der Ortsgruppen Bretten und Berghausen unter der Leitung von Bernd Lofink die Gemüter und bot somit einen würdigen Abschluss der Feier.
 
 
Fotoausstellung "Die Frauen von Beghar" eröffnet
 
 
 
 
 
Am 08.März 2019, dem internationalen Frauentag, konnten die Rastatter NaturFreunde ca. 120 Besucherinnen und Besucher im KundenCenter der Sparkasse Rastatt-Gernsbach zur Vernissage der Ausstellung "Die Frauen von Bekhar" begrüßen. Die Rastatter Trommelformation TAMTAM TANKSTELLE begleitete diese Veranstaltung unter großem Beifall. Dabei waren auch NaturFreundinnen und –freunde aus Ulm, Frankfurt, Wiesbaden, aus dem Schwarzbachtal, Mannheim, aus Radolfzell, Stuttgart, dem Saarland, Berghausen, und Durlach. Und selbstverständlich zahlreich aus Rastatt!
Im Mittelpunkt der Ausstellung "Die Frauen von Bekhar" stehen die Eröffnung des Ausbildungszentrums und die Arbeit des senegalesischen Frauennetzwerks. Die Fotos erzählen Geschichten von Menschen. Mit Portraits und kurzen Interviews er­schließt sich die Alltagssituation und die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Mit dieser Ausstellung beginnt eine Spenden­kampagne für die Schulgelder für die Mädchen. Eine umfangreiche Broschüre begleitet die Ausstellung.
Wer diese Ausstellung vor Ort zeigen möchte, kann sie in einem Rundumpaket mit Flyer ⁄ Plakaten ⁄ Broschüren ausleihen. Auch Informationsveranstaltungen u.a. zum Thema können mit uns vereinbart werden.
Kontakt: Gruppe Nord-Süd-Kooperationen, OG Rastatt, c⁄o Uschi Böss-Walter: boess-walter(at)t-online.de
Weitere Informationen: www.naturfreunde-global.de
 
 
Fotoausstellung "Schmetterlingswelt vor Ort" eröffnet
 
 
 
 
 
 
Am Dienstag, 29. Januar 2019, luden die NaturFreunde Rastatt und die Volksbank Rastatt zur Vernissage der Fotoausstellung im Foyer der Volksbank ein. Ein Jahr lang gingen acht Schmetterlingsfreunde in der Gegend um Rastatt auf Fotopirsch. Dies waren Ruth Hertweck, Gunter Kaufmann, Stefan Kühn, Brigitte Kunz, Marcus Rimpel, Claudia Streichhahn, Herbert Wolter und Heinz Zoller. Die Schmetterlinge wurden bestimmt und die Fotos nach Familien sortiert fortlaufend auf einer Webpage der NaturFreunde veröffentlicht. Michael Markus fertigte einen Film zum Thema an und zudem erstellte Stefan Kühn eine Dia-Show. Acht Fotos im Großformat - von jeder Fotografin bzw. jedem Fotografen eines - zieren den Saal im Vereinsheim.
Die Akteure waren überrascht ob der hohen Anzahl von Arten, die sie in der Gegend um Rastatt feststellen konnten: über 120 Arten, darunter auch einige hochgradig gefährdete Arten. Sie wollen aber nicht missverstanden werden, etwa dass das Schmet­terlings- bzw. Insektensterben ja gar nicht so schlimm sei. Vielmehr wollen sie darauf hinweisen: "Schaut her noch bietet unsere Heimat eine so große Vielfalt und Biodiversität. Wenn wir jedoch nichts für deren Erhalt tun, dann verlieren wir sie." Und am Eröffnungstag gab es zudem einen ganz besonderen Schmetterling zu bestaunen. Stefan Kühn, einer der acht Akteure und von Beruf Bäcker, hatte extra für diesen Tag einen riesigen Schmetterling gebacken, ein wahres Kunstwerk.
Die Ausstellung ist themenstrukturiert; die Themen der neun großformatigen Poster sind: Das Fotoprojekt, Systematik und Arten, Anatomie und Sinne, Metamorphose I und II, Geschlechter und Paarung, Tag- und Nachfalter, Überwinterung und Wanderfalter, Gefährdete und geschützte Schmetterlinge. Die NaturFreunde und die Akteure bedankten sich schließlich bei der Volksbank Rastatt für das Sponsoring der Poster.
 
 
Trio Nostalgia: Tangos, Boleros und Dolce Vita
 
 
 
Für den 26. Januar 2019 versprachen die Rastatter NaturFreunde eine Reise in eine nostalgische Vergangenheit. Brigitte Wagner gegrüßte die Gäste im "Wohnzimmer" des Vereins, im Saal des Vereinsheims. Die Reiseführerin bzw. Reiseführer waren Colette Sternberg (Gesang), Reiner Möhringer (Geige, Klarinette, Gitarre und Gesang) und Peter Schuler (Bandoneon). Die abendliche Reise führte in den sonnigen Süden, nach Italien, Spanien, Argentinien und Mexiko. Die Lieder handelten von Liebe und Leidenschaft; Erinnerungen wurden wachgerufen mit "Che sarà" oder "Azurro". Colette Sternberg bezaubert mit ihrer Sopranstimme und Peter Schuler hatte mit dem Bandeneon das ideale Hilfsmittel zur Hand für die Reise in die Welt des Tangos. Reiner Möringer bewies wieder ein mal seine Vielfältigkeit in Gesang und Beherrschung seiner Instrumente. Zuletzt fanden auch noch der deutsche Klassiker "Der Wind hat mir ein Lied erzählt" und der englische Klassiker "Autumn Leaves" Eingang in das Repertoire. Mit der Zugabe "Für dich soll's rote Rosen regnen" von Hildegard Knef schloss ein wundervoller Abend.
 
 
Vogelnistkästen beim Vereinsheim aufgehangen
 
 
 
Auf der Wiese beim Vereinsheim wurde bereits vor Jahren von den jungen Familien ein Bienenhotel errichtet. Am 21. Januar 2019 wurden zusätzlich an Bäumen beim Vereinsheim Vogelnistkästen aufgehangen. Die Anregung hierzu gab der Forchheimer Naturfreund Joachim Schröder. Er besorgte zwei Kästen und baute einen dritten selbst. Der große Kasten soll Spechten eine Nistmöglichkeit bieten. Ein kleinerer Kasten kann vielfältig von Vogelarten wie Meisen, Kleiber und anderen genutzt werden. Und die selbstge­baute Halbhöhle ist für Nischenbrüter vorgesehen. Jetzt bleibt es abzuwarten, ob das Angebot auch angenommen wird.
 
 
100 Jahre Frauenwahlrecht
 
   
 
 
100 Jahre Frauenwahlrecht endlich! Knappe zwei Monate später am 15. März 1919 gründeten "wanderlustige Genossen und Genossinnen" die Rastatter "NaturFreunde"-Ortsgruppe. Von Anfang an waren auch Frauen in der NaturFreunde-Bewegung als gesellschaftskritische Kräfte aktiv. So wollen sie von Anfang an, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind, im alltäglichen Leben, ob in der Familie oder im Beruf. Sie wollten Teilhabe.
100 Jahre Frauenwahlrecht hat also selbstverständlich auch etwas mit den Anfängen der NaturFreunde in Rastatt zu tun. Es hilft, sich daran zu erinnern und sich die aktiven Genossinnen einmal vor Augen zu führen.
Am Samstag den 19.01.2019 feierten auch wir NaturFreunde-Frauen in der LWG-Aula mit der Bundesfrauenministerin Frau Giffey und vielen anderen Frauengruppen und Einrichtungen, die der Einladung der SPD gefolgt waren. Die Ministerin besuchte auch unseren Stand, so dass wir unser Anliegen präsentieren konnten. Wir betonten dabei unsere Angebote vor Ort und dass wir aber auch weltoffen über den Tellerrand hinaus schauen, z.B. zu den Mädchen und Frauen im globalen Süden, in den Senegal zu den dortigen NaturFreunden. Der Klimawandel trotzt den Frauen besonders viel Kraft ab, z.B. wenn Familien versorgt werden müssen, Hochwasser droht, Umweltkatastrophen passieren usw. Dabei sehen wir auch, dass ganz besonders den Mädchen eine gute Bildung verwehrt wird. Mit unserem Ausbildungszentrum in Bekhar wollen wir deshalb global vernetzt handeln. Unsere Aktivitäten sind immer konkret und wir suchen die Unterstützung der anderen Frauen im Netzwerk. Frau Giffey bestätigte die Notwendigkeit, auch die Lage der Frauen global zu betrachten und daraus Konsequenzen zu ziehen.
(Wie Frauen eine Stimme bekamen)
 
 
   
 
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