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Freizeitplatz an der Raukehl - Chronik
 

Die Raukehl bei Hochwasser am 14.05.1999 (Pegel Maxau bei 8.83 Meter), Aufnahmen von Egon Manz, Paddelclub Illingen
 
Bei Bootsfahrten auf der Murg, dem Rhein und dem Plittersdorfer Altwasser mit Heinz Kassel, Werner Mellert, Volker Schenz und Gustav Winter entdeckten die Paddler der Rastatter NaturFreunde in den 50er Jahren eine Wiese an der Raukehl. Diese gefiel ihnen so gut, dass sie dort zunächst wild zelteten.

Ab dem Jahre 1960 wurde von der Gemeinde Plittersdorf ein Stück der Wiese als "Liege und Zeltplatz" gepachtet. Aus demselben Jahr datiert auch ein Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Plittersdorf und Herrn Anton Müller zu dem zweiten Teil der Wiese. In diesem Pachtvertrag wurde Herrn Anton Müller gestattet, auf seinem Teilstück "Gebäulichkeiten" zu errichten. So entstand die "Gambrinushütte".

In den Folgejahren entwickelte sich die Wiese immer mehr zum Familienferienplatz. In den Ferien reihte sich hier Zelt an Zelt. Die Kinder genossen die Natur. Und am Lagerfeuer wurde so manche romantische Nacht verbracht.

1973 wurde die von Anton Müller erbaute Hütte gepachtet und mit einem Plumpsklo versehen. Die Bewirtschaftung wurde übernommen und zunächst wechselseitig ein Hüttendienst eingerichtet. Schließlich konnte Emil Uhrig mit seiner Frau Charlotte für die Verwaltung der Hütte und des Platzes gewonnen werden. Die Hütte wurde renoviert und ein Brunnen geschlagen. Mit den Hobbyfischern aus Plittersdorf wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Naturfreunde vom 1. Mai bis Oktober die Hütte bewirtschaften und in der Winterzeit die Fischer die Hütte zu kameradschaftlichen Treffs nutzen können.

1976 traten die Naturfreunde in die Pachtnachfolge des Anton Müller ein. In einem Vertrag mit der Gemeinde Plittersdorf übernahmen nun die Naturfreunde neben der Hütte pachtweise auch die zweite Hälfte des Grundstücks. Mit Hilfe der Fischer wurde eine Veranda an die Hütte angebaut. Trotz vieler Einbrüche und Hochwasser wurde der Mut nie verloren, die Hütte und das Gelände in Ordnung zu halten.

Nachdem die "Rheinaue" bereits im Jahre 1975 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen worden war, erfolgt im Jahre 1984 die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Rastatter Rheinaue". Das Naturfreundehaus und der Kanuwanderweg durch die Rheinauen sollten weichen. Doch in Verhandlungen mit dem damaligen Regierungspräsidenten Trudbert Müller gelang es, beide zu erhalten, was einen verantwortungsvollen Umgang hiermit erfordert.
 


Gedenkstein für Emil Uhrig
Ein großer Verlust war für die Naturfreunde, als Mitte der 1980er Jahre Emil Uhrig bei Hochwasser nach der Hütte schauen wollte, auf dem Damm ausrutschte, von der Strömung in den See gerissen wurde und ertrank. Seine Frau Charlotte verwaltete noch einige Jahre den Freizeitplatz, ehe Siggi und Hans-Peter Wagner die Verwal­tung und Pflege der Hütte und des Platzes übernahmen.

Im Jahre 1993 wurde die Hütte von Anton Müller dem Ortsteil Plittersdorf geschenkt. Zunächst wurden in einem Vertrag zwischen der Ortsverwaltung Plittersdorf und den Naturfreunden Rastatt die Miet- und Pachtverhältnisse ab dem 1. Januar 1993 neu geregelt. Im November 1994 wurde der Vertrag über die Nutzung von Gelände und Hütte nochmals mit der Stadt Rastatt neu gefasst.

Seither pflegen und hegen die Rastatter Naturfreunde dieses Idyll in den Rheinauen. Am 1. Mai wird üblicherweise, wenn nicht gerade ein Hochwasser herrscht, an der Raukehl die Wassersportsaison eröffnet.
 

Die Raukehl bei Hochwasser am 02.06.2013, Aufnahme von Sascha Schneider, Paddelclub Illingen
 
 
   
 
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