Plittersdorfer Altrhein
Home Programm Archiv Häuser Nachhaltigkeit Kultur Sport Organisation Rund um Rastatt Kontakt

 
Umweltschule
Was ist NERR?
Senegal-Partnerschaft
Archiv
Ausbildungszentrum
Nord-Süd-Kooperationen
Rastatt und Klimaschutz
Fotoprojekt 2018
Fotoprojekt 2019
Fotoprojekt 2020
Fotoprojekt 2021
Fotoprojekt 2022

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Afrika - Aktivitäten im Jahr 2009
 
8.-22. Nov. 2009 NaturFreunde zu Gast im Senegal - NaturFreunde beschließen partnerschaftliche Beziehungen!
 
 
Senegal-Besuch 2009  
 
  "Teranga" – Gastfreundschaft – wird in Senegal großgeschrieben. Und "Teranga" begleitete eine Gruppe von NaturFreunden auf einer Reise durch den Senegal.

Vom 08. - 22. November waren Uschi Böss-Walter und Roland Walter mit einer Naturfreundegruppe in dem westafrikanischen Land unterwegs, begleitet und betreut von senegalesischen NaturFreunden von ASAN, dem senegalesischen Naturfreundeverband (Association Sénégalaise des Amis de la Nature), der seit 2002 Mitglied der NaturFreunde Internationale (NFI) ist.

Als eine der weltweit größten Nichtregierungsverbänden tritt die NFI für ein umwelt- und sozialverträg­liches Reisen und für respektivolle Begegnungen zwischen Ländern und Kulturen ein.

Im vergangenen Jahr informierten sich senegalesische NaturFreunde über Umweltschutz - in Rastatt interessierten sie sich für die Fotovoltaikanlagen der NaturFreunde – im Gegenbesuch zeigten sie nun ihr Land und führten die Reisegruppe über Dakar und die Kolonial- und Hafenstadt St. Louis an der Atlantikküste in mehrere Dörfer und Städte, und insbesondere in die Region Casamance im Südosten des Landes, in die bedrohten Mangrovenwälder.

Im Naturfreundehaus in Dakar-Mbao (es wurde 2004 mit Spenden der internationalen Naturfreunde­familie gebaut) fühlte sich die Gruppe wie Zuhause und konnte für ein paar Tage die Früchte einer echten Nord-Süd-Partnerschaft genießen.

Das Haus der Naturfreunde Senegal ist nicht nur eindrucksvoll in seinem Baustil, sondern auch in der inhaltlichen Ausrichtung. Einerseits setzt es die Tradition der europäischen Naturfreundehäuser fort und bietet einen guten Standard für Gruppen, die am partnerschaftlichen und ökologischen Tourismus interessiert sind. Andererseits ist das Haus ein Zentrum für Umweltbildung. Zum Haus gehört auch eine Baumschule. Hier aufgezogene Bäume werden gegen die zunehmende Wüstenbildung ausgepflanzt. Schonungslos offenbarten uns die senegalesischen Freunde die Widersprüche ihres Landes, das von Krieg und Unruhen, nicht aber von Armut und Krankheit verschont ist. "Aber auch die Lebensfreude, Schönheit, Eleganz, Farbenpracht und die Freundlichkeit der senegalesischen Bevölkerung prägten sich uns dauerhaft ein!" so Uschi Böss-Walter

Die senegalesische Bevölkerung wächst schnell: 42 % der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt und wächst beständig an (jährlich um 2,7 %). Dem gegenüber sind nur 31 % der Kinder eingeschult, 61% der Menschen sind Analphabeten (Frauen 70,8 %). So viele Kinder auf den Straßen! Für uns ist dies ein ungewohntes Bild.

In St. Louis trafen wir auf eine Ortsgruppe, die schon im vergangenen Jahr am Austausch mit den Rastattern Naturfreunden interessiert war. In dieser „Stadt am Wasser“ bereiten sich viele junge Menschen auf die illegale „Bootsfahrt“ nach Europa vor, belogen und ausgebeutet von Kriminellen, die mit der Not und der Zukunftsangst der Menschen ihr Geld verdienen. Wir wissen, wie diese "Irrfahrten" in der Regel enden! Um ihre Kinder im Land zu halten, setzen die Naturfreunde in St. Louis ihre Hoffnung auf ein Familien-Projekt, in dessen Rahmen Jugendlichen eine sinnvolle Arbeit als Bleibeanreiz geboten werden soll. Dabei wird Land gepachtet, bearbeitet, Gemüse und Früchte werden verarbeitet und vertrieben - ein kleiner Laden im Herzen von St. Louis soll um flexible "Marktstände" erweitert werden, Minikredite sollen helfen, eigenständig zu wirtschaften. Ein Konzept, das aufgehen könnte! Einen ganzen Tag nahmen sich die Verantwortlichen und Betreiberinnen dieses Projektes, um für die Unterstützung aus Rastatt zu wer­ben. Ein herzlicher Empfang im Rathaus, Führung durch die Stadt und zum Ladengeschäft, Gespräche in partnerschaftlichen Runde trugen mit dazu bei, sich für die Unterstützung dieser Projektarbeit in St. Louis zu entscheiden. Ein Grundstein wurde mit einer Spende der Rastatter Naturfreunde gelegt!

Zwei Wochen ist eine kurze Zeit und die zahlreichen intensiven Eindrücke aus einer anderen Welt müssen verarbeitet und geordnet werden. Es werden noch einige Wochen vergehen, ehe die Bilder, Eindrücke und Informationen für eine öffentliche Veranstaltung im Rastatter Naturfreundehaus zusammengefasst und präsentiert werden. Wir laden heute schon zu einer Veranstaltung ein, in deren Mittelpunkt die Reise in den Senegal stehen wird - mit allem was dazu gehört, auch TamTam, dem traditionellen Trommelkonzert.
 
 
Zurück zum aktuellen Jahr   
 
   
 
Kontakt    Impressum    Datenschutzerklärung