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Umweltschule - Forum 2018
 

Weitere Archivberichte: [2017], [2016], [2015]

 
Foto-Projekt "Schmetterlingswelt vor Ort"
 


Kaisermantel im Wörtfeld


Kleiner Schillerfalter an der Raukehl


Goldene Acht am Schutzdamm
 
Die Umweltschule der NaturFreunde Rastatt bietet für das Jahr 2018 ein Foto-Projekt zum Mitmachen an. Ziel des Projekts ist es, einen Einstieg und ein Gefühl für das Thema "Insektensterben" zu bekommen, auch für das Zu- und Abwandern im Rahmen des Klimawandels. Orte des Geschehens sind vorrangig die Wald- und Feldwege sowie die Hochwasserschutz­dämme. Insofern ist es ein weiteres Ziel, sich mit dem Wald- und Feldrand sowie dem Damm als "Lebensraum" ausein­anderzusetzen.

Am 30. Januar fand unter den Interessierten eine erste Projektbesprechung statt. Das Projekt trug ursprünglich den Titel "Die Insekten der Rastatter Rheinauen". Die Diskussion führte dazu, einerseits die Thematik auf die Schmetterlinge einzugrenzen und andererseits weitere Areale in der Rastatter Gegend einzu­beziehen.

Die Projektteilnehmenden können einzeln oder in Gruppen bis in den Herbst hinein auf Foto-Pirsch gehen. Sie treffen sich gelegentlich zum Erfahrungsaustausch oder zur Bestimmung der Falter. Im Übrigen gibt es in der Projektgruppe einen E-Mail-Verteiler sowie einen Newsletter.

Im Rahmen der Umweltschule gibt es im März ein Treffen, bei dem das Thema "Artensterben" und "Artenschutz" behandelt wird. Ferner findet im Oktober im Naturfreundehaus eine Kulturveranstaltung statt, bei der einige Fotos ausgestellt werden sollen.
 
 
Umweltschule stellt Programme zur nachhaltigen Entwicklung vor
 
Auf dem UN-Gipfel 2015 hat die Staatengemeinschaft die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet. Ziel ist, die globale Entwicklung sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten, so dass auch künftige Generationen die Chan­ce auf ein menschenwürdiges Dasein haben. Kriege, Armut und Hunger, ein mit hohem Ressourcenverbrauch verbundenes Wirtschaften, der Klimawandel und der Verlust von Biodiversität erzwingen, dass weltweit umgesteuert werden muss. Die in der Agenda 2030 aufgeführten 17 Entwicklungsziele stellen eine Art Weltprogramm dar; sie werden in 169 Unterziele aufgefächert. Indikatoren ermöglichen, Fortschritte oder auch Rückschritte festzustellen. Die Bundesregierung hat 2016 eine Neuauflage der "Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie" beschlossen; in ihr werden die 17 Entwicklungsziele für Deutschland konkretisiert. Diese Ziele können jedoch nur erreicht werden, wenn sie von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft als gemeinsame Aufgabe be­griffen werden.
Nun haben die NaturFreunde Deutschlands ihrerseits auf dem letztjährigen Bundeskongress in Anlehnung an die Agenda 2030 ein "Manifest für eine soziale und ökologische Transformation" beschlossen. Im Rahmen der NaturFreunde-Umweltschule wurden am 27. Februar 2018 alle drei Programme vorgestellt.
 
 
Nachhaltige Entwicklung der Rastatter Rheinaue: Zur Hydromorphologie
 


Das Flussnetz Donau-Rhein (© H. Liniger)


Einlassbauwerk zum Wintersdorfer Altrhein


Mitten in der Rastatter Rheinaue
 
Am 24. April 2018 referierte Heinz Zoller im Naturfreundehaus zur Gewässerstruktur und Flussdynamik in der Rastatter Rheinaue. Die Frage war: Wie ist die Rastatter Rheinaue so geworden wie sie ist? Und wie ist sie denn? Wo liegen die Probleme? Zunächst wurde der prägende Strom, der Rhein, in seiner historischen Enwicklung dargestellt: vom Ur-Rhein über den Zufluss von Aare-Donau und Alpenrhein nach dem Absinken des Oberrheingrabens, über die Rheinkorrektion, die Rheinregulierung und den Ausbau zur Energiegewinnung. Dabei hat der Mensch massiv in die elementaren Naturkreisläufe von Wasser und Gestein eingegriffen. Die Folgen sind die totale Abhängigkeit von der heutigen Geschiebzugabe sowie Probleme der Auflandung und Verlandung. Es gibt inzwischen nationale und europäische Bewertungsverfahren für die Gewässerstrukturgüte und den Auenzustand. Dabei wird die noch vorhandene Naturnähe bzw. die heutige Naturferne bewertet, wobei auch ökologische Gesichtspunkte eine Rolle spielen. Bei der Flussdynamik ging es um das Abflussregime des Rheins, um Hochwasser und Niedrigwasser. Die Rastatter Rheinaue ist zwar eine rezente Aue, jedoch werden bei Hochwasser nur noch Schlick und Schluff eingetragen; eine nennenswerte Erosion und Sedimentation findet nicht mehr statt. Hier sind gezielte Maßnahmen erforderlich. Deshalb will man auch die startende Machbarkeitsstudie des Auen-Instituts und der Stadt Rastatt aufmerksam begleiten.
 
 
Geo-Engineering - Fluch oder Segen?
 
Am 26. Juni 2018 beschäftigte sich die Umweltschule mit dem Thema "Geoengineering". Geoengineering kommt vor allem dann ins Spiel, wenn es um den Klimawandel und die Erreichung von Klimazielen geht. Der Weltklimarat versteht unter Geoengineering Methoden und Technologien, die darauf abzielen, das Klimasystem zu ändern, um die Folgen des Klima­wandels abzumildern. Wichtig sind also die Vorsätzlichkeit und die Dimension. Die Grenzen zu Klimaschutz und -anpas­sung sind jedoch nicht klar zu definieren. Grundsätzlich lassen sich zwei Verfahren unterscheiden:
1.) Beeinflussung der Sonneneinstrahlung (Solar Radiation Management, SRM) Dabei geht es darum, die Reflexion des kurzwelligen Sonnenlichts zu erhöhen. Dazu gibt es Vorschläge, Schwefelaerosole bzw. Aluminiumoxide in der Stratos­phäre auszubringen oder im Weltraum riesige Son-nensegel zu etablieren.
2.) Reduzierung der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre (Carbon Dioxide Removal, CDR) Diese Methoden zielen darauf ab, CO2 aus der Atmosphäre abzuscheiden und in Kohlenstoffsenken zu speichern. Dies könnte durch direkte Luftfilterung oder indirekt durch eine vermehrte Produktion von Biomasse geschehen. Einlagerungsreservoirs könnten im Boden oder in den Ozeanen sein.
Doch je mehr solche Vorschläge gemacht werden, desto größer die Diskussion darüber und die Kritik daran. Für Umwelt­schutzorganisationen ist Geoengineering keine Alternative zu Emissionsreduktionen.
 
 
Zukunftsperspektive der Naturerlebnisstation "NEST Raukehl"
 


Raukehl-Luftaufnahme (© Rainer Deible)


Wasserstation


Mit dem Familienkanadier unterwegs
 
Die Raukehl, das ist ein Flecken inmitten der rezenten Rastatter Rheinaue bei Plittersdorf am Rhein. Umgeben von Wald liegt hier eine Wiese mit Zugang zum Kleinen Bärensee und weiter zum Großen Bärensee. Ein Weg führt vom Rhein­schutzdamm geradewegs zu dem Ort; nördlich davon verläuft der Plittersdorfer Altrhein. Die Rastatter NaturFreunde betreuen seit Jahrzehnten diese Wiese samt Hütte. Und sie haben diesen Ort vor Jahren zur Naturerlebnisstation "NEST Raukehl" erklärt. Die NaturFreunde bieten zumindest zweimal im Jahr für junge Familien einen Naturerlebnistag mit Kanu­fahren, Wasserstation sowie Spielen und Basteln an. Wichtig ist, dass bereits die Kinder mit der Natur vertraut werden. Deshalb ging es am 31. Juni 2018 in der Umweltschule um das weitere naturpädagogische Konzept und die Absicherung und den Ausbau der Aktivitäten.
 
 
„Virtuelles Wasser - wieviel Wasser verbrauchen wir wirklich?
 
 
Die NaturFreunde Rastatt zeigten ab Dienstag den 25.09.2018 für eine Woche die Ausstellung "Virtuelles Wasser" und setzten sich mit dem reellen Wasserverbrauch durch unseren Konsum auseinander. Beispiel: Ein T-Shirt verbraucht 15 Badewannen voll Wasser - Wasser, das wir unmittelbar gar nicht sehen. Der Wasserfußabdruck analysiert alle Stufen: Anbau, Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Produkt und rechnet alles zusammen. Das macht am Ende fast 2.500 Liter Wasser für ein T-Shirt. Solche Berechnungen gibt es auch für die Tasse Kaffee am Morgen: der Anbau der Bohne, das Waschen, der Transport. Das ergibt rein rechnerisch 140 Liter virtuelles Wasser, was am Ende dafür verbraucht wird (Marktcheck SWR). Ein deutscher Apfel verbraucht, bis man ihn essen kann, 35 Liter Wasser. Eingeleitet wurde die Ausstellung mit einem Vortrag und einer Präsentation zum Thema von Uschi Böss-Walter.
 
 
Invasive gebietsfremde Arten
 


Kalikokrebs


Japanischer Staudenknöterich


Nilgänse
 
Am 30. Oktober 2018 widmete sich die Umweltschule erneut dem Thema "Invasive gebietsfremde Arten". Das Interesse war groß und über dreißig Gäste kamen. Heinz Zoller zeigte eine Präsentation, in welcher Folgendes vermittelt wurde: Historisches und die Terminologie, die nationale Bewertung der Problematik und die EU-Verordnung samt der sogenannten "Unionsliste". Diese wurde erstmals 2016 mit 37 Arten publiziert und wurde 2017 auf 49 Arten erweitert. Die Verordnung erfordert von den Mitgliedsstaaten Managementmaßnahmen für diese aufgeführten Arten, welche auf ihrem Gebiet vertreten sind. Deutschland hat die entsprechenden Managementmaßnahmenblätter für die Arten der ersten Unionsliste inzwischen fertiggestellt; die Entwürfe für die Arten der erweiterten Unionsliste befinden sich in der Offenlage.
Im weiteren Teil des Vortrags stellte der Referent Beispiele von invasiven gebietsfremden Arten aus der Region vor: Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich, Waschbär, Nutria, Nilgans, Schwarzmeergrundeln, Kamber- und Kalikokrebs, Asiatische Körbchenmuschel, Asiatischer Marienkäfer, Asiatische Hornisse, Asiatische Tigermücke sowie invasive Pilze und Viren. Anhand der Beispiele wurden auch Fragen problematisiert wie zum Beispiel: Wie mit den Lebewesen bei ihrer Entdeckung umgehen? Sollte man geeignete Arten verspeisen? Auch wurden Themen wie "Hybrid­arten" und "Arten im Klimawandel" angesprochen.
 
 
   
 
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