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Umweltschule - Forum 2019
 

Weitere Archivberichte: [2018], [2017], [2016], [2015]

 
Foto-Projekt "Libellen und Schmetterlinge im Landkreis Rastatt"
 


Trauermantel (© B. Kunz)


Nagelfleck (© C. Streichhahn)


Große Pechlibelle (© T. Eck)
 
Im Jahr 2018 hatten sich bei den Rastatter NaturFreunden einige Naturfotografinnen und -fotografen zusammengefunden, um das ganze Jahr über die "Schmetterlingswelt vor Ort" in Fotos festzuhalten. Über 120 Arten konnten so in der näheren Umgebung von Rastatt festgestellt und bestimmt werden. Die Fotos wurden fortlaufend auf einer Webpage veröffentlicht. In Zusammenhang mit diesem Projekt entstanden zudem ein Film, eine Dia-Show, eine Präsentation sowie eine große, the­matisch strukturierte Fotoausstellung, die Anfang des Jahres 2019 bei der Volksbank Rastatt gezeigt werden konnte. Die Fotoprojektgruppe war von diesem Projekt so begeistert, dass sie sich entschloss, im Jahr 2019 weiterzumachen.

Die Projektgruppe "Naturfotografie" traf sich sich am 1. April 2019, um ihr Vorhaben für 2019 zu besprechen. Die zu foto­grafierenden Lebewesen wurden um die Libellen ergänzt und das Areal auf den Landkreis Rastatt ausgedehnt. Weitere interessierte Fotografinnen und Fotografen können zur Projektgruppe dazustoßen. Schmetterlinge, die bereits im Jahr 2018 fotografisch eingefangen wurden, werden in dem Projekt 2019 auf dessen Webpage nicht nochmals publiziert, sondern nur die zusätzlichen Arten.
 
 
Ozeane und Erwärmung, Versauerung und Überdüngung, Korallen(riffe) und Korallenbleichen
 


Der Blaue Planet (© NASA)


Korallenriff


Korallenbleiche (© Dan Peled/AAP/dpa)
 
Das Gasometer Pforzheim warb wieder einmal mit einer 360°-Panorama-Ausstellung, diesmal zu dem größten Korallenriff der Erde, dem Great Barrier Reef vor der Küste Australiens. Korallenriffe stehen für eine Unterwasserwelt mit großer Artenvielfalt und unvergleichbarer Schönheit und Farbenpracht. Noch! Das war für die Umweltschule Anlass, im Vorfeld eines Besuches in Pforzheim, sich intensiver mit den Ozeanen und den Korallen zu beschäftigen. Am 30. April 2019 bot Heinz Zoller eine Präsentation zum Thema. Zunächst gab er einen Überblick über das Wasser der Erde und dessen Ver­teilung, über die fünf Ozeane und die großen Meeresströmungen. Meere speichern Wärme und stellen Kohlenstoffsenken dar. Ohne sie käme der menschenverursachte Treibhauseffekt viel stärker zur Geltung. Die Folgen sind jedoch ein An­steigen des Meeresspiegels, mehr tropische Wirbelstürme und ein abnehmender pH-Wert, eine gewisse "Versauerung" des Meerwassers. Diese bereitet vor allem für kalkbildende Organismen, wie es die Korallen sind, große Probleme. Immer häufiger treten Korallenbleichen auf, auch im Great Barrier Reef. Dabei werden die in Symbiose mit den Korallen lebenden und für die Farbenpracht sorgenden Algen abgestoßen. Können sich die Korallen nicht mehr regenerieren sterben sie auf Dauer ab. Weitere Probleme kamen zur Sprache wie zum Beispiel die Überdüngung der Meere mittels Stickstoff.
 
 
Walderkundung per Fahrrad mit Förster Martin Koch
 
 
 
 
Am 17. Mai 2019 stand bei der NaturFreunde-Umweltschule eine Waldexkursion auf dem Programm. Der Leiter des städtischen Forstes hatte sich bereit erklärt, über das Eschen(trieb)sterben zu informieren und die Planung des Forstes für die nächsten zehn Jahre, die sogenannte Forsteinrichtung, zu erläutern. Treffpunkt war beim Parkplatz der Kleintierzüchter in der Klärwerk­straße. Von dort aus radelte man zunächst in den nahen Brufertwald. An verschiedenen Stationen zeigte Förster Koch das Erscheinungsbild von noch gesunden und von bereits erkrankten Eschen auf. Ursache ist ein aus Ostasien über das Baltikum eingeschleppter Pilz. Hinzu kommt der heimische Hallimasch-Pilz, der die Wurzeln und den Stamm befällt und den Baum schließlich zu Fall bringt. Die Esche war einst mit 23 Prozent der häufigste Baum im Stadtwald; heute sind es gerade noch 12 Prozent. Die Fahrt wurde in den Ötigheimer Wald fortgesetzt. Dort erläuterte Förster Koch den Umgang mit der Kalamität. Es gibt komplette Kahlschläge mit Neuanpflanzungen von Pappeln, Nuss- und Ahornbäumen sowie Eichen. Andernorts werden nur einzelne Eschen herausgeholt und es gibt auch sogenannte "Nullflächen". Zuletzt radelte man zu einem Waldstück, in dem das Alt- und Totholz-Konzept praktiziert wird. In diesen sogenannten Waldrefugien bleibt alles Holz liegen, zum Wohl von vielen Tieren. Förster Koch hatte zahlreiche Grafiken mit dabei, mit denen er alles anschaulich untermalte.
 
 
Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" startet
 
 
Am 28. Mai griff die Umweltschule das Thema "Volksbegehren 'Rettet die Bienen'" auf. Nach dem Vorbild in Bayern startete auch in Baden-Württemberg eine Initiative. Initiator war "proBiene - Freies Institut für ökologische Bienenhaltung". Innerhalb kurzer Zeit waren die notwendigen Start-Unterschriften beisammen. Die zentralen Forderungen des Volksbegehrens sind: Halbierung der mit Pestiziden belasteten Flächen bis 2025, Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten, 50 Prozent Öko­landbau bis zum Jahr 2035 und Schutz der Streuobstbestände.
Auf dem Treffen am 25. Juni bot die Umweltschule Hintergrundwissen zum Thema an: Die Systematik: Hautflügler, Honigbienen und Wildbienen; Die Nahrung der Bienen: Nektar, Pollen, Öle; Insektengifte und ihre bisherigen Verbote; Die Stickstoffproble­matik: Kunstdünger; Welche Insektenschutzprogramme gibt es, welche sind geplant? Wieso sind Ökologischer Landbau und Streuobstwiesen wichtig?
Auch wurde eine vertonte Präsentation zu dem Projekt "Bienen & Co" des NaturFreunde-Landesverbands Baden gezeigt.
 
 
 
 
 
   
 
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