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Umweltschule - Forum 2020
 

Weitere Archivberichte: [2019], [2018], [2017], [2016], [2015]

 
Projektgruppe "Naturfotografie" plant weitere Erkundung der "Insektenwelt vor Ort"
 


Eichenwidderbock (© H. Zoller)


Graubindiger Augenfleckbock (© M. Rimpel)


Goldglänzender Rosenkäfer (© S. Kühn)
 


Kohlwanze (© B. Kunz)


Hummel-Waldschwebfliege (© B. Kunz)


Feldgrille (© C. Streichhahn)
 
Die Projektgruppe "Naturfotografie" hatte sich bereits im November 2019 getroffen, um Bilanz für das Jahr zu ziehen und die Schwerpunkte für das kommende Jahr festzulegen. Außer Frage war, dass man weitermachen und sich die Erkundung der Insektenwelt weiter verschreiben wolle. Als Wünsche wurden genannt: die Ordnung der Käfer, die Ordnung der Heu­schrecken, Familie der Schwebfliegen innerhalb der Ordnung der Zweiflügler, die Unterordnung der Wanzen in der Ordnung der Schnabelkerfe und die Wildbienen, also sämtlich Bienenarten mit Ausnahme der Honigbiene. Das war ein umfangreiches Programmvorhaben.
 
 
Artenschutz und Landwirtschaft in Baden-Württemberg
 
 
Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" mündete nach heftigen Diskussionen zwischen den Naturschutzverbänden und den Verbänden der Landwirte, Obst- und Weinbauern in einem Gesetzesentwurf der Landesregierung, zunächst als "Biodiversi­tätstärkungsgesetz" betitelt. Der Entwurf sah sowohl Änderungen beim Naturschutzgesetz als auch Änderungen beim Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz vor. Er beinhaltete Regelungen zum Pestizideinsatz und -verbot, zur Lichtver­schmutzung, zu Schottergärten und zur Perspektive des Öko-Landbaus.

Bei dem geplanten Umweltschule-Treffen am 31. März sollte über den Gesetzesentwurf diskutiert werden. Das Treffen musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden; der zugehörige Info-Brief erschien trotzdem. Darin wurde neben dem Gesetzesentwurf speziell auf die Aspekte "Pestizide, Biozide, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungs­mittel", insbesondere auf die Anwendung von Glyphosat eingegangen. Auch wurde der Aspekt "Stechmückenbekämpfung" problematisiert.
 
 
Die Ressourcen der Erde: das Wasser
 


Der Blaue Planet


Der Wasserkreislauf


Europäische Flussgebiete
 
Wasser ist lebenswichtig. Doch wie kam es auf die Erde? Wie ist es verteilt und in welcher Form liegt es vor? Der Zugang zu Wasser ist inzwischen ein Menschenrecht. Alljährlich am 22. März findet der Weltwassertag statt. Anlass für die Umweltschule, das Thema aufzugreifen, war, dass sich noch längst nicht alle Wasserkörper in einem "guten Zustand" befinden, wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert. Da wurden gerade Maßnahmenpläne für den Bewirtschaftzeitraum 2022-2027 unter Beteiligung der Öffentlichkeit fortgeschrieben.

Dementsprechend sollten auf dem Treffen der Umweltschule am 26.Mai 2020 die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und daraus abgeleitete Verordnungen das Schwerpunktthema sein, doch das Treffen fiel aufgrund der Corona-Pandemie erneut aus. Was fordert die Richtlinie für die Oberflächengewässer, was für das Grundwasser? Welche Methoden und Maßnahmen kommen zur Anwendung?

Eine spezielle Betrachtung in dem zugehörigen Info-Brief galt dem Grund- und Trinkwasser am Oberrhein sowie dem neuen Programm "Rhein 2040" der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR).
 
 
Die Ressourcen Stickstoff und Phosphor
 


Der Stickstoffzyklus (Wikipedia)


Monument Ammoniak-Reaktor


Planetare Grenzen
 
Stickstoff ist ein Grundbaustein der Natur. Etwa die Hälfte des planetaren Stickstoffvorrats befindet sich in der Atmosphäre, ist gasförmig und macht dort einen Anteil von 78 Prozent aus. 99 Prozent davon sind elementar (N2), stabil und kaum reaktiv. Ganz anders verhält sich der "Reaktive Stickstoff"; er geht vielfältige Bindungen mit anorganischen und organischen Stoffen ein. Hier gibt es einen "Stickstoff-Kreislauf". Lebewesen brauchen Stickstoff als Baustein für Proteine und die Erbsubstanz DNS. Der in Lebewesen eingebaute Stickstoff wird wiederverwendet.

Mit der Industrialisierung vor 150 Jahren begann der Mensch durch die Nutzung fossiler Brenn- und Treibstoffe in Industrie und Verkehr zusätzlichen, reaktiven Stickstoff freizusetzen. Einen weiteren Schub kam mit der Erfindung des Haber-Bosch-Verfah­rens um 1910. Dieses Verfahren ermöglicht es, aus elementarem Luftstickstoff Ammoniak und damit synthetischen Stickstoff­dünger herzustellen. Doch übermäßig ausgebrachter Stickstoff wird zum Schadstoff.

Ähnlich verhält es sich beim Phosphor; auch er weist einen Kreislauf auf. Der Mensch bringt jedoch durch die Ausbringung von mineralischem Dünger große Mengen zusätzlichen Phosphor in diesen Kreislauf ein. Überschüssiger Phosphor, der von den Pflanzen nicht aufgenommen wird, gelangt in Gewässer und Meere und führt dort zu einer Überdüngung.

Im Jahr 2009 haben Wissenschafter*innen zehn elementare Prozesse identifiziert, die für das Funktionieren und die Stabilität des Ökosystems Erde wichtig sind. Beim Phosphor-Kreislauf sind die planetaren Grenzen erreicht und bei drei Prozessen sind diese planetaren Grenzen bereits überschritten: beim Verlust der Biodiversität, beim Klimawandel und beim Stickstoff-Kreislauf. Die Umweltschule befasste sich am 30. Juni 2020 mit diesen Themen.
 
 
Planetare Grenzen und Nachhaltigkeit
 


Ökologische Belastungsgrenzen


Das Donut-Modell


Ziele der Agenda 2030
 
Planetare Grenzen beschreiben ökologische Grenzen, bei deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems Erde gefährdet ist. 2009 machte eine Forschungsgruppe um J. Rockström und W. Steffen zehn solche Grenzen aus. 2012 kritisierte die Oxfam-Mitarbeiterin K. Raworth die Beschränkung auf ökologische Dimensionen und ergänzte um soziale und gesellschaftliche Belange wie z.B. Nahrung, Gesundheit, Bildung, Einkommen und Arbeit, Frieden und Gerechtigkeit: das sogenannte "Donut-Modell" wurde präsentiert.

Nachhaltigkeit: Begriff und Konzeption rühren aus der Forstwirtschaft her (Beginn des 18. Jh.). 1972 veröffentlichte der "Club of Rome" die Studie "Grenzen des Wachstums" (Meadows et al.). 1983 gründete die UN die Internationale Kommission für Umwelt und Entwicklung ("Brundtland-Kommission"). Diese prägte den Begriff "Nachhaltige Entwicklung": Nachhaltig ist eine Entwick­lung, "die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen." Weitere wegweisende Stationen waren der "Erdgipfel" 1992 in Rio de Janeiro mit der Schluss-Erklärung über Umwelt und Entwicklung sowie der "Agenda 21". 2015 beschloss die UN die "Agenda 2030" mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen. Darauf basieren in Folge verschiedene nationale "Nachhaltigkeitsstrategien" sowie die "Bildung für nach­haltige Entwicklung".

Weitere Themen der Umweltschule am 28. Juli 2020 waren der "Ökologische Fußabdruck", das "Virtuelle Wasser" und der "Erdüberlastungstag".
 
 
Viren und Co - Die Corona-Pandemie
 


Das SARS-CoV-2-Virus


Hinweis auf Maskenpflicht


Präsentation zum Thema (Titelfolie)
 
Am 27. Oktober 2020 griff die Umweltschule das Thema "Corona" auf; gerade wogte die zweite Welle der Pandemie auf. Corona war in diesen Tagen das beherrschende Thema. Die Zahl der Infizierten und an Corona Verstorbenen stieg wieder rasant an. Anhand einer Präsentation wurde Wissen zur Thematik vermittelt. Zunächst stellten sich die Fragen: Was sind Lebewesen und wie haben sie sich in der Erdgeschichte entwickelt? Wie werden sie heute klassifiziert? Dann wurden die Bausteine des Lebens, die Zellen, betrachtet: Menschen-, Tier-, Pflanzen-, Pilzzellen, die Zellen von Bakterien und Protisten. Doch Viren haben und sind keine Zellen und zählen nicht zu den Lebewesen, aber manche können wie einige Bakterien und andere Krankheitserreger Epidemien und Pandemien auslösen. Näher betrachtet wurden die Influenzaviren und die Coronaviren. Gibt es Medikamente und Impfstoffe, wie wird Immunität erzeugt? Die verschiedenen Forschungsvorhaben und Verfahren der Impfstofferzeugung wurden etwas näher betrachtet.

Im zweiten Teil des Abends wurde auf die Weltgesundheitsorganisation WHO, ihre Struktur und ihr Handeln eingegangen. Welche Forderungen sind an das Gesundheitssystem und die Gesundheitspolitik zu richten? Kurz wurden die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Corona-Krise gestreift. Dann wurde gefragt, ob das Vordringen der Menschen in unberührte Natur und das rücksichtslose Nutzen von Erdressourcen Zoonosen und zukünftige Pandemien vorprogrammieren. Zuletzt wurde die Frage gestellt, welche Konsequenzen aus der Krise zu ziehen sind. Die Weltgesundheitsorganisation regt unter anderem einen "One-Health-Ansatz" an: die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt im Zusammenhang zu sehen.
 
 
   
 
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