Plittersdorfer Altrhein
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Das Ried und die Rastatter Rheinauen
 
Das Ried
 
Wappen Wintersdorf
Wintersdorf
Wappen Ottersdorf
Ottersdorf
Wappen Plittersdorf
Plittersdorf
 
Das Ried umfasst die Dörfer Wintersdorf, Ottersdorf und Plittersdorf sowie deren Gemarkungen. Es erstreckt sich vom Rhein im Westen bis zur Kernstadt von Rastatt im Osten. Die Orte sind fränkische Gründungen; Plittersdorf wurde im Jahre 731 erstmals urkundlich erwähnt, Wintersdorf 799 und Ottersdorf im Zeitraum 984 bis 996. Ursprünglich waren es mit Muffen­heim und Dunhausen fünf Riedorte. Um 1500 wurde der älteste der fünf Riedorte, Muffenheim, aufgegeben. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Anders beim Riedort Dunhausen. Er ging 1583 in den Fluten des Rheins unter. Die Bewohner wurden größtenteils in Wintersdorf angesiedelt. Auch Plittersdorf musste vor den Fluten des Rheins zurückweichen.
 
Ursprüngliche Lage von Dunhausen und Muffenheim

Ursprüngliche Lage von Dunhausen und Muffenheim (Quelle: Infotafel Pamina-Rheinpark)
 
Das Ried lag im frühen Mittelalter noch linksrheinisch. Als der Rhein 1307 seinen Hauptstrom nach Seltz verlagerte, lag das Ried auf einer Insel, später rechtsrheinisch.
Die Menschen im Ried lebten von Ackerbau und Viehzucht, Fischerei und Jagd. Die Goldwäscherei brachte ein Zubrot ein. Die Holzschuhmacher und Korbflechter verwerteten das weiche Holz der Weiden. Die typische Bauweise war das Fachwerk­haus.
 
Der Rheinausbau
 
Die Rheinkorrektion (1817-1876) erfolgte nach den Plänen von Johann Gottfried Tulla, einem badischen Wasserbau­ingenieur. Der Rheinkorrektion und dem Ausbau zur Schifffahrtsstraße folgte der Ausbau des Rheins zur Energiegewinnung. Der Versailler Vertrag von 1919 sprach Frankreich das alleinige Recht zu, das Wasserkraftpotential des Rheins zu nutzen. Ab 1928 errichtete Frankreich am abgeleiteten Rheinseitenkanal vier Kraftwerke und ab 1956 vier weitere in Form einer jewei­ligen Kanalschlinge ("Schlingenlösung"). Der deutsch-französische Staatsvertrag von 1969 sah unterhalb von Straßburg den gemeinsamen Ausbau des Rheins vor. Nun sollten im voll kanalisierten Flussbett Staustufen errichtet werden ("Vollausbau"). Die Staustufe in Gambsheim wurde 1974 fertiggestellt und die in Iffezheim 1977. Die nächste Staustufe sollte bei Au ⁄ Neu­burg folgen. Doch dazu kam es nicht mehr. Somit blieb die Rastatter Rheinaue als erste frei überflutbare Aue am Oberrhein erhalten.
 
Die Rastatter Rheinauen
 
Die drei Riedorte Plittersdorf, Ottersdorf und Wintersdorf wurden in den 1970er Jahren in die Stadt Rastatt eingemeindet. Bereits 1975 war dann das Gebiet der Rheinauen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen worden. Am 8. Februar 1984 wurde schließlich im Rathaus der Stadt Rastatt die Naturschutzgebietsverordnung "Rastatter Rheinaue" feierlich unter­zeichnet.
 
Das Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet "Rastatter Rheinaue", Abdruck mit Genehmigung des Regierungspräsidiums Karlsruhe,
(Quelle: Flyer, Regierungspräsidium Karlsruhe mit finanzieller Unterstützung der Umweltstiftung Rastatt, 1. Auflage, Februar 2009)
 
Links
 
Rheinauenportal der NaturFreunde Rastatt
 
 
   
 
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