Rheinauen im Rauhreif
     NaturFreunde Rastatt Portal Rhein Nebengewässer Auen Schutzgebiete Fauna & Flora Nachhaltigkeit Weiteres Kontakt

 
Naturschutz(fach)behörden
Auen-Institut
BildungsNetzwerk Aue
Umweltstiftung Rastatt
PAMINA Rheinpark
---------------------------------
Grund- und Trinkwasser
Kies- und Sandabbau
Goldwäscherei
Waldwirtschaft
Domänenwald Kastenwört
Stechmücken
---------------------------------
Landschaft des Jahres

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Waldwirtschaft
 
 
Baumartenentwicklung in Baden-Württemberg
Baumartenentwicklung in Baden-Württemberg 1850 - 2005 (Quelle: MLR BW 2008)
 
Waldwirtschaft im Landkreis Rastatt
 
Der Landkreis Rastatt hat ein Kreisforstamt und ist in vier Forstbezirke eingeteilt: Rastatt, Gaggenau, Forbach und Bühl. Diese vier Bezirke bestehen zusammen aus 19 staatlichen und 10 kommunalen Forstrevieren.
Im Landkreis Rastatt gibt es eine Waldfläche von 38.200 Hektar, davon 21.600 Hektar Kommunalwald (56 Prozent), 9.900 Hektar Staatswald (26 Prozent) und 6.700 Hektar Privatwald (18 Prozent).
Die Waldwirtschaft wird im Landkreis von einem Staatsforstbetrieb und rund dreißig kommunalen Forstbetrieben bewerk­stelligt. Der Jahresumsatz beträgt rund 12,5 Millionen Euro bei rund 250.000 Festmeter Holzeinschlag und -verkauf.
 
Waldwirtschaft im Rastatter Forst
 
Der Stadtwald Rastatt besteht zu je einem Drittel aus Weichlaubhölzer (Baumarten, die sich auf Freiflächen schnell einfinden: Pappel, Weide, Birke, Erle und Eberesche) (33 %) und Hartlaubhölzer (ohne Eiche und Buche) (35 %). Das restliche Drittel verteilt sich auf Eiche (21 %), Buche (3 %), Nadelholz (5 %) und sonstige.
(Martin Koch: Stadtwald Rastatt 1990 - 2011, Wohin geht die Reise?, Vortrag gehalten am 16. Juni 2011 auf einer Veranstaltung im Naturfreundehaus An der Murg in Rastatt)
 
Waldwirtschaft in den Rheinauen
 
Handwerker wie der Holzschuhmacher, Korbmacher, Küfer und Wagner nutzen in früheren Zeiten intenstiv die Rohstoffe der Weichholzaue: die Silberweiden und Pappeln. Sogar Aspirin wurde auf natürlichem Wege aus der Weidenrinde gewonnen.
In der Hartholzaue hat in den letzten Jahren ebenfalls ein Wandel stattgefunden. Die schnell wachsenden, vor allem in der Papierindustrie genutzten Hybrid-Pappeln werden zunehmend durch Baumarten wie Eichen, Nussbäume und Wildobst­bäume ersetzt.
Der Orkan Lothar schuf im Jahr 1999 auch in den Rheinauen große Freiflächen. Diese boten zum einen Platz für gezielte Aufforstungen. Zum anderen werden aber auch Waldflächen in Form von Naturverjüngung sich selbst überlassen.
Typische Baumarten der Rheinauen sind Silberweiden, Pappeln, Ulmen, Eichen, Eschen, Bergahorn, Wildobstbäume sowie Walnussbäume. Pappeln sind schnellwachsend und haben mit 60 bis 65 Jahren bereits ihr Höchstalter erreicht. In den Überflutungsgebieten wachsen keine Nadelhölzer.
 
Naturnahe Waldwirtschaft
 
Kriterien einer naturnahen Waldbewirtschaftung sind:
  • Verzicht auf Kahlschläge und flächige Räumungen
  • Vorrang Naturverjüngung - Pflanzung als Ausnahme
  • Verzicht auf Chemieeinsatz
  • Sanfte Betriebstechnik
  • Aktiver Waldschutz - 5% ohne Nutzung
  • Sicherung waldökologisch tragbarer Wilddichten
(Dr. Volker Späth: Naturschutz und Waldwirtschaft - Perspektiven und Anforderungen aus der Sicht des NABU, Vortrag gehalten am 16. März 2011 auf einer Veranstaltung im Naturfreundehaus An der Murg in Rastatt)
 
Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg
 
Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) hat in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) ein Alt- und Totholzkonzept ("AuT-Konzept") entwickelt. Das AuT-Konzept wird im Staatswald Baden-Württemberg verbindlich umgesetzt. Hintergrund ist der, dass viele durch Natura 2000 geschützte Tierarten auf Alt- oder Totholzbestände angewiesen sind.
 
Bannwald
 
In Baden-Württemberg sind Bannwälder Totalreservate, in denen jegliche Nutzung per Rechtsverordnung verboten ist. Bannwälder sind Rückzugsgebiete für viele bedrohte Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. In Baden-Württemberg wurden bisher, Stand 2008, 109 Bannwälder mit einer Fläche von insgesamt 6.757 Hektar ausgewiesen, das sind 0,6 Prozent der gesamten Waldfläche.
 
Links und Literatur
 
• Landkreis Rastatt: Das Forstamt
• Landesbetrieb ForstBW: Alt- und Totholzkonzept
• Waldwissen.net: Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg
• Landesbetrieb ForstBW: Bannwälder: Zuschauen erlaubt ...
• Winfried Bücking: Bannwälder in Baden-Württemberg
 
 
   
 
Kontakt    Impressum    Datenschutzerklärung