Rheinauen im Rauhreif
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Die Murg
 
Die Murg bei Rastatt

Die Murg vor Rastatt, im Hintergrund Rohrersteg und Badner Halle
Die Murg kurz vor der Mündung in den Rhein

Die Murg kurz vor der Mündung in den Rhein
 
Die Murg ist ein 96 km langer rechter Nebenfluss des Rheins. Die beiden Quellflüsse der Murg entspringen beim Schliff­kopf in Baiersbronn. "Rechtmurg" und "Rotmurg" vereinigen sich im Baiersbronner Ortsteil Obertal zur "Murg". Die Murg mündet bei Steinmauern/Rastatt in den Rhein. Die Mündungshöhe liegt bei 109 m ü. N.N.

Die Quelle der "Rechten oder Weißen Murg" befindet sich am Osthang des Schliffkopfs und ist in einen Brunnen in 868 m Höhe gefaßt. Die "Rotmurg" entspringt 910 m hoch am "Kaisersteigle", nahe der Ruhestein-Passhöhe, unterhalb der Sprung­schanze. Der Brunnen, der sie einst fasste, ist versiegt. Der Name Rotmurg rührt von den torfmoorigen Bestand­teilen, die das Wasser vor allem nach Regen braunrot färben.

Etwa fünfzig Bäche fließen der Murg auf ihrem Weg zum Rhein zu. Der Name "Murg" ist wohl keltischen Ursprungs und stammt von "morga", was entweder " Grenze" oder "Sumpf" bedeutet.
 
Kanalisierung der unteren Murg
 
Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte die Kanalisierung des unteren Murglaufes unter der Leitung des englischen Ingenieurs und Landvermessers Peter Perez Burdett (1734 - 1793). Burdett trat 1775 in die Badischen Dienste unter Markgraf Karl-Friedrich ein. Die Murgkanalisierung war sein erster Auftrag. Von 1777 bis 1782 wurde der Fluss von Rheinau bis Steinmauern in einen Kanal gelegt. Bis 1785 folgte die Verlängerung bis Rastatt. Für Johann Gottfried Tulla war die Murgkanalisierung ein Vorbild für seine späteren Rheinbegradigungspläne.
 
Ökologische Entwicklung
 
Der Wandel der Murg vom Wildfluss zum Industriekanal aufgrund der Industrialisierung im Murgtal zeigte ökologische Folgen. Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts verschwand der Lachs aus der Murg. Heute besitzt das Murg­wasser wieder eine bessere Qualität. Fischaufstiegs- und abstiegsanlagen haben zusätzlich dazu beigetragen, dass Arten wie Lachs, Äsche und Bachforelle wieder in der Murg laichen. Auch das Meerneunauge ist in die Murg zurückgekehrt.

Mit dem Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt "HÖP Murg Rastatt" wurde in den Jahren 2012 bis 2014 die strikte Kanali­sierung in der Stadt aufgelockert und unmittelbar nach Rastatt über eine Strecke von mehreren hundert Metern sogar aufge­geben und der dortige Murgverlauf in ein Haupt- und ein Nebengerinne aufgeteilt.
 
 
   
 
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