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Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)
 
Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) ist eine Organisation der Rheinanliegerstaaten Schweiz, Lichtenstein, Österreich, Frankreich, Deutschland und der Niederlande sowie Luxemburg und der Europäischen Union. Die IKSR wurde 1950 gegründet; allerdings wurde sie in den ersten Jahrzehnten kaum aktiv.
 
Dies änderte sich, als am 1. November 1986 im Chemiewerk Sandoz bei Basel in einer Lagerhalle ein Großbrand aus­brach. In der Halle lagerten 1350 Tonnen hochgiftiger Pestizide. Mehr als 20 Tonnen Gift flossen mit dem Löschwasser ungehindert in den Rhein. Fast der gesamte Fischbestand im Oberrhein wurde zerstört; insbesondere wurde der Aalbestand auf einer Strecke von 400 Kilometern ausgelöscht.
 
Das "Aktionsprogramm Rhein" (1987 - 2000)
 
Ein Jahr nach dem Chemieunfall mit der anschließenden Vernichtung fast der gesamten Fisch- und Kleintierwelt im Ober­rhein initiierte die IKSR das "Aktionsprogramm Rhein". Die Industrie rüstete sich besser gegen Störfälle, so dass die Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen zurückgingen. Durch zusätzliche Kläranlagen von Kommunen und Industrie wurden weniger verunreinigte Abwässer in den Rhein geleitet. Das hatte zur Folge, dass die Wasserqualität des Rheins verbessert wurde. Es bleibt das Problem des starken Eintrags von Stickstoff aus den landwirtschaftlichen Böden.

Die Fischfauna hat sich erholt. Fast alle Arten kehrten in den Rhein zurück; es fehlt der Stör. Aale sind weiterhin nicht essbar. Allerdings können die Wanderfische aufgrund des Ausbaus am Oberrhein noch nicht alle Zuflüsse erreichen. Auch die Artenvielfalt der Kleintiere wie Schnecken und Muscheln hat wieder zugenommen.
 
Das Programm "Rhein 2020 – Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins"
 
Das Nachfolgeprogramm definiert die Rheinschutzziele für die nächsten 20 Jahre. Im Mittelpunkt stehen die weitere Ver­besserung des Ökosystems Rhein, die Verbesserung der Hochwasservorsorge und des Hochwasserschutzes, die weitere Verbesserung der Wasserqualität sowie der Grundwasserschutz:
Im Bereich des Ökosystems Rhein soll das Netz rheintypischer Biotope und die ökologische Durchgängigkeit vom Bodensee bis zur Nordsee sowie die Durchgängigkeit der im Wanderfischprogramm einbezogenen Nebenflüsse wieder hergestellt werden.
Im Bereich der Hochwasservorsorge und des Hochwasserschutzes sollen Hochwasserschäden in der Rheinniederung um 25 % reduziert und extreme Hochwasserspitzen unterhalb der staugeregelten Oberrheinstrecke (ab Baden-Baden) um bis zu 70 cm vermindert werden. Bezugsjahr ist jeweils 1995.
Im Bereich der Wasserqualität soll die Trinkwassergewinnung mit einfachen, naturnahen Aufbereitungsverfahren möglich werden. Rheinfische, Muscheln und Krebse sollen ohne Einschränkung für den menschlichen Verzehr geeignet sein.
Und im Bereich des Grundwasserschutzes soll eine gute Grundwasserqualität wieder hergestellt und das Gleichgewicht zwischen Grundwasserentnahme und -neubildung gesichert werden.
Die kontinuierliche Überwachung des Rheins bleibt weiterhin unverzichtbar.
 
Links
 
• Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)
• IKSR: Rhein 2020 – Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins
 
 
Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL),
nationales Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
sowie das Wasserrecht auf Länderebene
 
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL, 2000/60/EG) ist am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten. Ziel der WRRL ist das Erreichen des guten Zustands aller Oberflächengewässer und des Grundwassers bis 2015. Im Sinne der Richtlinie wer­den dabei Gewässer samt Auenbereich und Einzugsgebiet als eine Einheit betrachtet, als so genannte Flussgebietseinheiten (FGE).Bis Ende 2004 galt es, eine Bestandsaufnahme des Zustands aller Gewässer, der Flüsse und Seen sowie des Grund­wassers, vorzunehmen.

Das deutsche Wasserrecht in Form des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) wurde 2002 bzw. zuletzt, nach der Föderalismus­reform, im Jahr 2010 der europäischen Wasser­rahmenrichtlinie angepasst. Es folgte die Anpassung des Wasserrechts der Länder. Am 22. Dezember 2013 trat das neue Wassergesetz von Baden-Württemberg in Kraft ("Gesetz zur Neuordnung des Wasserrechts in Baden-Württemberg").
 
Die Flussgebietseinheit Rhein
 
Die Flussgebietseinheit (FGE) 'Rhein' reicht von den Quellflüssen in den Schweizer Alpen bis zum Rheindelta und zum Wattenmeer in den Niederlanden. Sie grenzt im Nordosten an die Flussgebietseinheiten Ems, Weser und Elbe, im Südosten an die FGE Donau, im Westen an die FGE Maas und im Südwesten an die FGE Rhone..
 
Links
 
• Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland
• Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
 
 
   
 
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