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Historische Rheinübergänge
 
Wenn wir von historischen Rheinübergängen reden, dann müssen wir berücksichtigen, dass der Rhein früher immer wieder mal seinen Lauf verlegte. Es gab Fähren über den Rhein an Stellen, an denen wir sie heute nicht mehr vermuten würden.
 
Ruzelmanns-Fähre
 
Vor mehr als 1000 Jahren , aber auch noch lange danach, lagen die Riedorte linksrheinisch im Elsass und benötigten eine Fähre in das rechtsrheinische Rastatt. Das war die sogenannte "Ruzelmanns-Fähre" (auch "Rutzemanns Fahr"). An diese alte Fähre erinnert heute noch das Ottersdorfer Gewann "Alt-Fahr".
 
Seltzer Fähre von 1310
 
Um das Jahr 1307 hatte der Rhein seinen Lauf bei Rastatt verändert, das Kloster Seltz mit dem Grab der heiligen Kaiserin Adelheid weggeschwemmt und das Ried vom Elsass abgetrennt. Bald danach setzte Seltz eine Fähre zur Erreichung der nun auf einer Insel liegenden Riedorte ein. Diese Fähre wurde am 14. April 1310 erstmals im Straßburger Archiv urkund­lich erwähnt.
 
Fährbetrieb am Hüttenkopf
 
Noch bis ca. 1770 war am "Hüttenkopf" nördlich der alten Sandbachmündung ein Fährbetrieb über den Rhein eingerichtet.
 
Fährbetrieb am Fahreck
 
Nach der Stilllegung der "Fahr" in Wintersdorf beteilgte sich der Ort am Fährbetrieb in Iffezheim (Fahreck, dort, wo heute sich die Staustufe Iffezheim befindet). Der Fährbetrieb in Iffezheim wurde nach dem Frieden von Lunéville 1801 eingestellt.
 
Rheinüberfahrten und Zollstationen
 
Am 2. September 2010 war im Badischen Tagblatt ein Artikel mit dem Titel "Reger Fährbetrieb an ungebändigtem Fluss­lauf" zu finden. In diesem Artikel wird auf einen Bericht im Rastatter Tagblatt vom 15. Juli 1911 von einem Herrn Benedikt Schwarz über die in der Region bestehenden Zollstationen Bezug genommen. Grundlage jenes Artikels war ein im "Rastatter Oberamt" existierendes Verzeichnis von Zollstationen 200 Jahre zuvor:
  • Iffezheim: Rheinüberfahrt, Grenzstation
  • Wintersdorf: Rheinüberfahrt, Grenzstation
  • Plittersdorf: Rheinüberfahrt, Grenzstation
  • Steinmauern: Rheinüberfahrt, Grenzstation, zusätzlich Zollstation für ins Ausland verflößtes Holz
  • Elchesheim: wg. Auer Rheinfähre nach Lauterburg, Zollstation
In dem Artikel von 2010 wird ferner berichtet, dass am 12. November 1860 von Bevollmächtigten des Großherzogs von Baden und dem Kaiser von Frankreich eine Übereinkunft bezüglich der Rheinüberfahrten ratifiziert wurde. In der Akte werden allerdings nur Iffezheim - Beinheim, Plittersdorf - Seltz, Steinmauern - Münchhausen und Au - Lauterburg erwähnt; der Übergang bei Wintersdorf fehlt.
 
Links und Literatur
 
• Rosa und Alfred Hauns: Wintersdorf im Wandel der Zeiten, Bildband, 1988
• Badisches Tagblatt: Als der Rhein das Ried vom Elsass abtrennte, Artikel vom 21.08.2010
• Badisches Tagblatt: Reger Fährbetrieb an ungebändigtem Fluss, Artikel von Franz Mors vom 02.09.2010
• Marco Müller: Für den gemeinsamen Geist beiderseits des Rheines - Zur Geschichte der Rheinübergänge im Landkreis Rastatt, Heimatbuch Landkreis Rastatt 2011, S. 151 - 168
 
 
   
 
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