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Biotopverbund und Generalwildwegeplan
 
Der Biotopverbund
 
Die zunehmende Fragmentierung und Isolation der Lebensräume von Tieren und Pflanzen stellen für deren Entwicklung eine immense Gefahr dar. Oberstes Ziel ist es daher, die heimischen Tier- und Pflanzenarten, ihre Populationen und Lebens­räume mittels geeigneter Maßnahmen nachhaltig zu sichern.

Im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, §20 u. §21) ist festgelegt, dass ein Netz verbundener Biotope ("Biotopverbund") geschaffen wird, welches mindestens 10 Prozent der Fläche eines jeden Landes umfassen soll. Der Biotopverbund besteht aus Kernflächen, Verbindungsflächen und Verbindungselementen. Bestandteile des Biotopverbunds können Nationalparke, Naturschutzgebiete, Natura 2000-Gebiete und Biosphärenreservate oder Teile dieser Gebiete sein. In von der Landwirtschaft geprägten Landschaften ist mittels Hecken und Feldrainen sowie Trittsteinbiotopen eine Biotopvernetzung herzustellen.

Wandernde Tierarten kennen keine nationalen Grenzen. Viele legen zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren oder zwischen ihren Geburts. Und Adulthabitaten tausende Kilometer zurück. Zu ihnen zählen Zugvögel, Wanderfalter, Wander­fische oder Meeressäuger.

Diesem Umstand haben bereits frühere Abkommen versucht Rechnung zu tragen. Die Ramsar-Konvention von 1971 zielt auf den Schutz von Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung und damit von Wasser- und Watvögeln ab. Bereits im Jahr 1979 wurde auf europäischer Ebene die Berner Konvention zur Erhaltung wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebens­räume sowie die Vogelschutzrichtlinie unterzeichnet. Und 1983 folgte die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Arten.

Der nationale Biotopverbund muss zudem in direktem Zusammenhang mit dem EU-weit zu schaffenden Natura 2000-Netz gesehen werden. Gerade in Zeiten des Klimawandels kommt der Biotopvernetzung besondere Bedeutung zu.

In Baden-Württemberg wurden bisher folgende Maßnahmen ergriffen: Der "Fachplan Landesweiter Biotopverbund" bezieht sich schwerpunktmäßig auf das Offenland (ohne Fließgewässer). Er umfasst trockene, mittlere und feuchte Standorte.
 
Offenlandbiotope und Waldbiotope

Offenlandbiotope und Waldbiotope
Biotopverbund - Feuchte Standorte

Biotopverbund - Feuchte Standorte
Quelle: Daten und Kartendienst der LUBW, Karte Schutzgebiete bzw. Natur und Landschaft
 
Der Generalwildwegeplan
 
Der "Generalwildwegeplan" (GWP) ist der vorrangig waldbezogene Fachplan des Landes. Er ist eingebettet in ein nationales und internationales Netzwerk von Wildtierkorridoren. Er dient Wildtieren mit großem Raumanspruch bei der Nahrungssuche und der Fortpflanzung.
 
Generalwildwegeplan   Generalwildwegeplan - Ausschnitt Rastatt   Hinweisschild Wildtierkorridor

Der Generalwildwegeplan Baden-Württemberg (Quelle: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA))
Ausschnitt aus dem Generalwildwegeplan bei Rastatt (Quelle: Daten und Kartendienst der LUBW)
Verkehrshinweisschild am südlichen Ausgang von Rastatt in Richtung Baden-Baden
 
Die Europäische Wildkatze
 
Ein Tier, das einen großen Aktionsradius benötigt, ist zum Beispiel die Europäische Wildkatze. Sie galt in Baden-Württem­berg lange als verschollen bzw. ausgestorben. Inzwischen gibt es Nachweise, dass sie in den Rheinauen wieder präsent ist.
 
Links und Literatur
 
• Bundesamt für Naturschutz: Biotopverbund
• Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA): Generalwildwegeplan Baden-Württemberg
 
 
   
 
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