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Über die Schlachtfelder von Woerth-Froeschwiller
 
Woerth liegt an der Sauer
Woerth liegt an der Sauer
Das Woerther Schloss mit Museum
Das Woerther Schloss mit Museum
Wandergruppe im Schlosshof
Wandergruppe im Schlosshof
 
Aussichtsturm bei Elsasshausen
Aussichtsturm bei Elsasshausen
Blick auf Froeschwiller
Blick auf Froeschwiller
Blick auf Woerth und den Hochwald
Blick auf Woerth und den Hochwald
 
Vorbemerkungen
Anlass für den Deutsch-Französischen Krieg von 1870 ⁄ 71 waren Erbfolgestreitigkeiten um den spanischen Thron. Der französische Kaiser Napoleon III erklärte dem Norddeutschen Bund unter der Führung Preußens den Krieg. An der Seite Preußens zogen bayerische, württembergische und badische Truppen mit in den Krieg. Nach dem Sieg der preußischen Truppen bei Wissemborg am 4. August kam es am 6. August zu der großen Schlacht bei Woerth-Froeschwiller (franz. "Bataille de Frœschwiller-Wœrth") mit jeweils etwa 10.000 Toten.
Noch während des Krieges erfolgte am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles die deutsche Reichsgründung und die Proklamation von Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser. Das zweite französische Kaiserreich unter Napoleon III. endete. Frankreich wurde Republik, die den Krieg weiterführte. Nach dem Fall von Paris kam es zum Vorfrieden von Versailles. Der Krieg endete schließlich am 10. Mai 1871 mit dem Friedensvertrag von Frankfurt. Das neue deutsche Kaiserreich verleibte sich das Elsass und Teile Lothringens ein.
 
Besuch im "Museum der Schlacht des 6. August 1870" (Musée de la Bataille du 6 Août 1870)
Das Museum ist im Schloss von Woerth untergebracht. Es ist insofern eine Sonderheit, als es einem einzigen Ereignis gewidmet ist. Die Sammlung besteht aus zahlreichen auf den Schlachtfeldern aufgefundenen Objekten, Uniformen der Soldaten, Waffen und Zubehör. Die Wände schmücken viele Gemälde, in denen die Schlacht dargestellt wird. Ein Diorama mit 4000 Zinnsoldaten der beiden Armeen vermittelt einen Eindruck von dem Ausmaß der Schlacht.
 
Beschreibung der Route
Die Gemeinden von Woerth und Froeschwiller haben zwei Rundwege ausgewiesen, der nördliche mit einem roten Kreis, der südliche mit einem blauen Kreis gekennzeichnet. Zunächst verlaufen beide Routen gemeinsam. Wir folgen der Route mit dem roten Kreis.
Die Departementstraße D27 führt von Haguenau durch Woerth hindurch nach Lembach. Dementsprechend ist die Straße in Woerth im südlichen Teil als "Route de Haguenau" und im nördlichen Teil als "Route de Lembach" ausgewiesen. Etwa in der Mitte des Ortes gibt es nach Westen hin den Abzweig nach Elsasshausen ("Rue d'Elsasshausen"). Leicht ansteigend folgen wir dieser Straße, bis linkerhand etwas erhöht das "Monument Commémorant Française de la Bataille du 6 Août" erscheint.
Nur wenige Meter weiter steht ein Aussichtsturm. Der Aussichtsturm wurde 1913 an der Stelle errichtet, an der eine preußische Kanonenbatterie stand. Von der Turmspitze hat man einen Ausblick auf das einstige Schlachtfeld. Die Landschaft liegt leicht hügelig und sanft vor einem und man kann sich kaum vorstellen, dass sie einst Schauplatz einer der blutigsten Schlachten in der deutsch-französischen Geschichte war.
Nach dem Turm erwartet den Wanderer das blumengeschmückte Örtchen Elsasshausen, danach ein Monument in Erinnerung an ein Thüringisches Infanterie Regiment. Dann teilt sich der Weg: der Kurs mit dem blauen Kreis führt nach links, der Kurs mit dem roten Kreis nach rechts in Richtung Froeschwiller. Zahlreiche Monumente und Grabsteine säumen weiterhin den Weg; insgesamt sollen es etwa 80 an der Zahl sein.
Bereits von weitem erblickt man die Kirchen von Froeschwiller. Die ursprüngliche Kirche von Froeschwiller wurde während der Schlacht fast vollständig zerstört. Von Spendengeldern finanziert wurden später zwei Kirchen erbaut, die Michaelskirche und die protestantische "Friedenskirche". Die Glocken der Kirchen wurden aus erbeuteten französischen Kanonen gegossen.
Wir folgen dem roten Kreis durch Froeschwiller hindurch und biegen am nördlichen Ortende nach rechts ab durch den Bergwald. Es folgen weitere Monumente. Noch im Wald schließt sich der "Turkospfad" an. Die Turkos waren Kämpfer aus der damaligen französischen Kolonie Algerien.
Nun erfolgt der Abstieg hinunter bis zur Straße zwischen Woerth und Lembach und wir wandern auf dem Gehweg links der Verhehrsstraße von Norden her kommend in die Stadt Woerth hinein bis zu unserem Ausgangspunkt. Die Glocken von Woerth sind übrigens aus dem gestürzten Kaiser-Friedrich-Monument gegossen.
Neben den Toten auf beiden Seiten darf man das Leid der ansässigen Bevölkerung nicht vergessen. Dieses hat der damalige Pfarrer von Froeschwiller in einer Chronik festgehalten. Nach den Entbehrungen vor und während der Schlacht mussten die Bewohnerinnen und Bewohner von Froeschwiller und Woerth nach der Schlacht tagelang Verwundete versorgen und abertausende Leichen sowie Pferdekadaver einsammeln und begraben.
 
Gesamtlänge, Höhenangaben
Länge ca. 8 Kilometer, Höhendifferenz ca. 70 Meter
 
Anfahrt mit dem Auto
Rastatt → Beinheim → Kesseldorf → Hatten → Rittershoffen → Betschdorf → Surbourg → Gunstett → D27 → Woerth
Alternative:
Rastatt → Iffezheim → Roppenheim → Roeschwoog → Rountzenheim → Soufflenheim → D1063 → D27 → Woerth
Fahrstrecke jeweils ca. 50 km.
 
Links
Woerth en bordure de Sauer
Virtueller Rundweg der Schlacht bei Woerth
Winfried Lachauer: Die Bataille von Fröschweiler, ZEITonline, 04.08.1995
 
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