Wildseemoor auf dem Kaltenbronn
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Vom Enztal über den Kaltenbronn ins Murgtal
(Bad Wildbad - Kaltenbronn - Reichental - Hilpertsau)
 
Waldweg zur Grünhütte
Waldweg zur Grünhütte
Grünhütte
Grünhütte
Heidelbeerpfannkuchen
Heidelbeerpfannkuchen
 
Weißensteinhütte
Weißensteinhütte
Bohlenweg ins Moor
Bohlenweg ins Moor
Blick auf den Wildsee
Blick auf den Wildsee
 
Wildsee mit Birke
Wildsee mit Birke
Wildsee mit kleiner Insel
Wildsee mit kleiner Insel
Leonhardhütte
Leonhardhütte
 
Blick auf den Ort Kaltenbronn
Blick auf den Ort Kaltenbronn
Blick auf Kl. Staufenberg, Merkur, Battert
Blick auf Kl. Staufenberg, Merkur, Battert
Waldweg nach Reichental
Waldweg nach Reichental
 
Blick auf Reichental
Blick auf Reichental
Kirche von Reichental
Kirche von Reichental
Waldmuseum in Reichental
Waldmuseum in Reichental
 
Im Reichenbachtal
Im Reichenbachtal
Der Reichenbach
Der Reichenbach
Heuhütte im Reichenbachtal
Heuhütte im Reichenbachtal
 
Vorbemerkungen
Diese Route führt vom Enztal über den Bergrücken des Kaltenbronns ins Murgtal. Die Passhöhe Schwarzmiss liegt mit 933 Höhenmetern nur wenig unter dem höchsten Berg zwischen Enz und Murg, dem Hohloh mit 979 Höhenmetern, und zugleich auch ganz in dessen Nähe.
Das Wildseemoor ist mit 180 ha das größte Moor im Schwarzwald und besitzt den größten Moorkolk Deutschlands. Der 1911 ausgewiesene Bannwald 'Wilder See' ist zugleich das älteste Totalreservat in Deutschland.
 
Beschreibung der Route
Ausgangspunkt der Wanderung ist Bad Wildbad und dort die Haltestelle Uhlandstraße (426 m). Nun hat man die Wahl: entweder mit der Sommerbergbahn auf den Hausberg von Bad Wildbad zu fahren oder aber per Fuß auf dem Mittelweg die Höhe zu erklimmen. Beide Routen treffen sich bei der Wegspinne 5 Bäume (784 m). Von der Bergstation (731 m, Grünhütte 5 km, Wildsee 8,0 km, Kaltenbronn 11 km) erreicht man diesen Ort über den Hermannsweg. Dabei heißt es, beim Skihang bzw. Bike-Park auf den Querverkehr zu achten.
Von den 5 Bäumen geht es auf dem Mittelweg (rote Raute mit senkrechtem weißen Strich) weiter zur Grünhütte (837 m), einem beliebten Ausflugsziel. Der Andrang ist groß, schließlich gibt es hier die weithin bekannten Heidelbeer-Pfannkuchen.
Von der Grünhütte wandern wir auf dem Mittelweg weiter Richtung Westen. An einer Wegekreuzung beginnen Gütlingsweg und Rotfußenweg. Wir biegen jedoch der Raute des Mittelwegs folgend an dieser Kreuzung nach links ab und gelangen schließlich zur Weißensteinhütte (883m). Hier verlässt uns der Mittelweg nach Norden um das Wildseemoor herum. Wir gehen nun auf dem Bohlenweg mitten durch das Wildseemoor, zwischen Hornsee und Wildsee hindurch. Birken, Moorkiefern, Woll- und Pfeifengras säumen den Weg.
Der Weg durch das Moor endet bei der Leonhardhütte (906 m). Auf dem Mannslohweg geht es nun Richtung Kaltenbronn. Dabei kommen wir an der Stelle vorbei, an der noch heute der Grundriss der 'Redoute und Blockhaus auf der Manslache' zu erkennen ist. Schautafeln informieren über die bewegte Vergangenheit in dieser Gegend (Mittlere Schwarzwald-Verteidigungslinie).
Beim 'Ort' Kaltenbronn kommen wir oberhalb des Wildgeheges an. Man kann nun einen Abstecher zum Hohlohsee und Hohlohturm machen. Wir suchen jedoch den direkten Weg zur Schwarzmiss. Kurz vor der Straße nach Kaltenbronn beginnt rechts ein schmaler, mit einer blauen Raute gekennzeichneter Pfad, der später die Straße auch quert. Bei der Haltestelle an der Schwarzmiss gehen wir dann an der Straße noch etwa zwanzig, dreißig Meter nach Norden.
Nun biegt ein Wanderweg - weiterhin mit der blauen Raute gekennzeichnet - links ab Richtung Reichental. Schon bald kann man einen schönen Ausblick auf die Berge um Baden-Baden genießen. Der Wanderweg (Telefonweg) führt zum Teil durch lichten Wald hinab zu den Brunnwiesen. Nach mehreren Querwegen endet der Telefonweg bei einem größeren Wanderweg; wir halten uns rechts, weiterhin der blauen Raute folgend.
Auf dem Brunnbergweg haben wir eine herrlich Aussicht auf den Ort Reichental. Wer mag, kann hier noch eine kurz Rast einlegen und den Blick ins Tal genießen. Dann erreichen wir den Ort. Vorbei am Waldmuseum (Johannesplatz, nach Hilpertsau Bahnhof 5 km) gehen wir auf der Kaltenbronner Straße bis zum westlichen Ortsende.
Hier beginnt linker Hand der Weg durch das Reichenbachtal hinunter nach Hilpertsau. Heuhütten und Kunstwerke (Kunstweg) säumen den Weg. Das Rauschen des Baches begleitet uns.
Unten, dort wo die Landstraße nach Reichental und Kaltenbronn von der Bundestraße 462 abzweigt, angelangt, überqueren wir die Landstraße und begeben uns in den Ort Hilpertsau und dort zur Straßenbahnhaltestelle in der Bahnhofstraße.
 


 
 
Gesamtlänge, Höhenangaben
Ca. 20 Kilometer, Bad Wildbad: 426 m, Schwarzmiss: 933 m, Hilpertsau: 190 m
 
Anfahrt mit der Bahn
Rastatt Bahnhof → Karlsruhe Hauptbahnhof → (mit Regionalbahn R5) → Pforzheim Hauptbahnhof → (mit S6) → Bad Wildbad (Uhlandstraße)
Für die Fahrt reicht eine Regio-Karte bzw. eine Regio-Plus-Karte für bis zu 5 Personen, da für Fahrten aus dem KVV-Gebiet in das Gebiet des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis (VPE) der KVV-Tarif gilt.
 
Rückfahrt mit der Bahn
Hilpertsau Haltestelle → (mit S41) → Rastatt Bahnhof
 
Karten
Baden-Baden - Murgtal, Wander-, Rad- und Langlaufkarte 872, KOMPASS
 
Links
Sommerbergbahn Bad Wildbad
Waldgaststätte Grünhütte
Infozentrum Kaltenbronn
Waldmuseum Reichental
 
Zusatzbemerkungen
Der Kaltenbronn ist das größte zusammenhängende Waldgebiet in Baden-Württemberg. Der 'Ort' Kaltenbronn gehört zu Reichental bzw. Gernsbach und besteht aus nur wenigen Häusern. Das Hotel Sarbacher geht auf ein vom Markgrafen Ludwig Wilhelm errichtetes Jagdhaus zurück. 1794 brannte dieses ab und wurde 1807 durch einen Neubau ersetzt. Der badische Großherzog Friedrich I. ließ in den Jahren 1869/70 gegenüber ein neues Jagdhaus im Schwarzwälder Stil errichten, das heute ebenfalls zum Hotelbetrieb gehört. Das ehemalige Forsthaus beherbergt heute das Infozentrum Kaltenbronn.
Die Moorbildung auf dem Kaltenbronn setzte vor ca. 10.000 Jahren am Ende der Eiszeit ein. Wasserundurchlässige Buntsandsteinschichten sorgten auf der niederschlagsreichen Hochebene für Versumpfung. Absterbende Pflanzenteile wurden zu Torf. Zunächst entstanden sogenannte Niedermoore, deren Oberfläche nur knapp höher liegt als der Grundwasserspiegel und daher mit mineralhaltigem Wasser durchtränkt sind. Die Torfschichten wuchsen mit der Zeit, der Kontakt zum Grundwasser ging verloren und es entstanden die heutigen Hochmoore. Sie werden ausschließlich aus Niederschlägen und durch aus der Luft eingetragene Nährstoffe genährt. Die Flora und Fauna auf dem Kaltenbronn hat sich an diesen nährstoffarmen, sauren und nassen Lebensraum angepasst.
 
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