Badischer Dschungel
     NaturFreunde Rastatt on Tour Wanderrouten Rund ums Wandern Wandern & Einkehren Wandern & Technik Programm Kontakt

 
Rastatt
Kernstadt
Das Ried im Westen
Im Norden von Rastatt
Murgtal
Ortenau
Karlsruhe
Enztal
Kraichgau
Pfälzerwald
Elsass

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Historische Route durch Rastatt
 
Einsiedelner Kapelle
Einsiedelner Kapelle
Pagodenburg
Pagodenburg
Wasserturm
Wasserturm
 
Postamt
Postamt
Museumstor
Museumstor
Schlossgarten
Schlossgarten
 
Karlsruher Tor
Karlsruher Tor
Kehler Tor
Kehler Tor
Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
 
Schlosskirche
Schlosskirche
Evangelische Stadtkirche
Evangelische Stadtkirche
Bernharduskirche
Bernharduskirche
 
Polizeigebäude
Polizeigebäude
Fruchthalle
Fruchthalle
Pfeifferbrunnen
Pfeifferbrunnen
 
Kulturforum
Kulturforum
Rossihaus
Rossihaus
Stadtmuseum
Stadtmuseum
 
Alexiusbrunnen
Alexiusbrunnen
Johannes-Nepomuk-Brunnen
Johannes-Nepomuk-Brunnen
Bernhardusbrunnen
Bernhardusbrunnen
 
St. Alexander Kirche
St. Alexander Kirche
Rathaus
Rathaus
Rastatter Barockschloss
Rastatter Barockschloss
 
Rastatter Schloss mit Schlossgarten
Rastatter Schloss mit Schlossgarten
Rastatter Schloss in der Abendsonne
Rastatter Schloss in der Abendsonne
'Goldener Mann', Blitze schleudernd
'Goldener Mann', Blitze schleudernd
 
Vorbemerkung
 
Die Historische Route ist ein traditioneller Rundgang durch den Stadtkern von Rastatt und aus der Stadtinformation entnommen. (Stationen) (Plan)
 
Beschreibung der Route
 
1   BadnerHalle
    Die BadnerHalle ist Treff- und Ausgangspunkt der Historischen Route. Sie wurde erst 1990 in Betrieb genommen und dient als Kultur- und Tagungszentrum.
 
2   Einsiedelner Kapelle
    Einsiedeln ist ein Wallfahrtsort im schweizerischen Kanton Schwyz. Markgräfin Franziska Sibylla Augusta hatte mehrere Wallfahrten dorthin unternommen. Sie ließ sich 1710 in ihrem Schlackenwerther Schlosspark in Böhmen eine Nachbildung der Einsiedelner Gnadenkapelle errichten. Der Erbprinz Ludwig Georg hatte zuvor bei einer Wallfahrt 1708 nach Maria Einsiedeln das Sprechen erlernt. 1715 stiftete sie eine gleiche Kapelle für Rastatt. Diesmal war es wohl eine Dankesgeste für den 1714 abgeschlossenen "Rastatter Frieden" zwischen Frankreich und Österreich.
    Das Urbild der Kapelle im Kloster Maria Einsiedeln wurde im Jahre 1798 von den Franzosen zerstört. Eine Nachbildung wurde 1815/17 in die dortige Kirche eingebaut.
    Die schmuckvolle Fassade der Rastatter Kapelle zeigt zum einen den Heiligen Meinrad, einen Reichenauer Benediktinermönch, der 835 Einsiedler in der Schweiz wurde, dort aber von Räubern ermordet wurde. An der Stelle seiner Klause entstand das Kloster Einsiedeln. Zum anderen sieht man den Heiligen Benedikt, den Gründer des Benediktinerordens. Zwischen den beiden Heiligen ist die Madonna auf der Mondsichel zu sehen. Über der Tür halten zwei Putten (Kindergestalten, die oft wenig bekleidet und mit Flügeln versehen sind) das markgräfliche Wappen. Das Innere der Kapelle ist sehr schlicht gehalten, imponierend die "Schwarze Madonna", ein Abbild des Einsiedelner Gnadenbildes.
 
3   Pagodenburg
    Markgräfin Franziska Sibylla Augusta ließ im Jahre 1722 von ihrem Hofbaumeister Johann Michael Ludwig Rohrer nahe dem Schloss inmitten einer Gartenanlage einen Pavillon errichten. Vorbild war ein ähnliches Bauwerk im Park des Nymphenburger Schlosses in München. Genutzt wurde der Pavillon als "Teehaus" der markgräflichen Familie und als "Spielhaus" für die Kinder des Hofes. Heute ist es ein Ausstellungsort für heimische Künstler.
 
4   Wasserturm
    In unmittelbarer Nähe zu Pagodenburg und Einsiedelner Kapelle wurde 1901 der Wasserturm errichtet, um den gestiegenen Wasserbedarf der Stadt und ihrer Bürger erfüllen zu können. Bereits im Jahre 1700 war jenseits der Murg das "Brunnenhaus" errichtet worden, das über ein Röhrensystem den markgräflichen Sitz und die städtischen Brunnen mit Wasser versorgte.
    Den Bau des Wasserturms plante der Karlsruher Professor F. Ratzel. Der Turm ist 47,30 m hoch. Der Wasserbehälter befindet sich in 22 m Höhe und hat ein Fassungsvermögen von 670 Kubikmetern. Weil der durch die Turmhöhe gegebene Wasserdruck nicht mehr ausreichend war, wurden im Jahr 1990 Druckerhöhungspumpen eingebaut.
    1953 wurde rund um den Turm ein Cafe und Restaurant gebaut, welches 1984 erweitert wurde.
 
5   Postamt
    Der Gebäudekomplex war ursprünglich als markgräfliches Brauhaus konzipiert. 1715 zogen Piaristenpatres ein. Während der Bundesfestungszeit diente das Gebäude als "Wilhelmskaserne" und heute wird es von der Deutschen Post genutzt.
 
6   Museumstor
    Das Museumstor (Rossi-Tor) entstand bereits um 1705 und trennte den Schlosspark von der bürgerlichen Stadt.
 
7   Karlsruher Tor
    Das mit Zinnen gekrönte Karlsruher Tor war eines der beiden Haupttore der Bundesfestung und sicherte den Verkehr nach Norden auf der Straße nach Karlsruhe und Ettlingen. Das Karlsruher Tor ist bei der Franzbrücke gelegen. Wenige Meter entfernt befindet sich der Eingang zu den Kasematten der "Baston 27".
    Das zweite Haupttor, das heute ebenfalls noch steht, ist das Kehler Tor nach Süden. Abgetragen wurden die kleineren Nebentore, so das Niederbühler Tor, das Ottersdorfer Tor und das Rheintor.
 
8   Schlossgarten
    Die ersten Pläne von Hofbaumeister Rossi um 1700 zeigten einen Barockgarten nach fränzösischem Vorbild. Die Umsetzung und Fertigstellung jedoch scheiterte. Erst unter Markgraf Carl Friedrich von Baden-Durlach wurde der Garten im Jahre 1772 nach Plänen von Franz Ignaz Krohmer verwirklicht. Doch nach 1832 diente der Garten als Nutzgarten, in der Festungszeit ab 1843 gar als Exerzierplatz. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand auf der Fläche ein "Volksgarten" nach den Entwürfen von Max Läuger. Es folgten ständige Umbaumaßnahmen. Schließlich entschied man sich für eine Neugestaltung. 1988 entstand nach den Plänen von Gunar Martinsson der Garten in seiner heutigen Form. Barocke Gestaltungsideen wurden in moderner Form umgesetzt.
 
9   Schlosskirche
    Die Schlosskirche ist im sogenannten Sybillenbau des Rastatter Schlosses untergebracht. Die Markgräfin Franziska Sibylla Augusta ließ sie von 1719 bis 1723 von dem Hofbaumeister Michael Ludwig Rohrer als Hofpfarrkirche "Zum Heiligen Kreuz" errichten. In der Gruft der Kirche hat die Markgräfin ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Innenraum der Kirche ist prunkvoll ausgestaltet. Viele Jahre diente die Kirche dem gegenüberliegenden Ludwig-Wilhelm-Gymnasium noch als Schülerkirche.
 
10   Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
    Nachdem bereits 1715 die Stiftung des Rastatter Piaristenkollegs durch Markgräfin Augusta Sybilla erfolgt war, wurde das Schulgebäude 1738 - 1747 durch den Baumeister Johann Peter Ernst Rohrer errichtet. 1808 erfolgte die Vereinigung des Baden-Badener Jesuitenkollegs mit dem Rastatter Piaristenkolleg zum Großherzoglichen Lyceum durch Großherzog Karl Friedrich und die Zusammenlegung beider in den Räumen der ehemaligen Piaristenschule in Rastatt. Anlässlich der 100-Jahr-Feier 1908 erhielt die Schule den neuen Namen Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, kurz LWG. Der Andrang von Schülern war so groß, dass einige Schulklassen in Säle des benachbarten Schlosses ausgelagert werden mussten. 1965/66 erhielt Rastatt sein zweites Gymnasium, das Tulla-Gymnasium. Bereits zuvor, 1961, hatte die Stadt Rastatt Grundstück und Gebäude des LWG erworben. Mit der Historischen Bibliothek besitzt das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium eine der bedeutendsten und wertvollsten Schulbibliotheken im Lande.
 
11   Evangelische Stadtkirche
    Die Grundsteinlegung der Kirche fand 1702 statt. Sie gehörte zum ehemaligen Franziskanerkloster, das in den Jahren 1702 bis 1714 nach den Entwürfen von Hofbaumeisters Rossi und von dessen Schüler Lorenzo di Sale errichtet wurde. Am 30. Mai 1717 wurde die Kirche der Unbefleckten Empfängnis Mariä geweiht. Das Kloster wurde in der Säkularisation aufgehoben. Seit 1807 ist die Kirche das Gotteshaus der evangelischen Stadtpfarrgemeinde der Michaelspfarrei.
 
12   Kulturforum
    Die Fassaden stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der Innenbereich mit Hof ist moderner Art. Das Kulturforum beherbergt die Stadtbibliothek, die Musikschule, den Kinder- und Jugendtreff und das Kellertheater.
 
13   Bernharduskirche
    Die Bernharduskirche wurde erstmals 1207 urkundlich erwähnt; dabei wird von einer ruinös gewordenen Pfarrkirche Rastettens berichtet. Diese Kirche auf dem Hochgestade hat die schwere Brandkatastrophe von Rastatt im Jahre 1689 überdauert. Nach ihrer Umgestaltung wurde sie 1771 dem 1769 selig gesprochenen Markgrafen Bernhard von Baden gewidmet. Die kleine Kirche mit ihren gotischen Chorfenstern stand einst inmitten eines Friedhofes und wird heute noch als Gotteshaus genutzt.
 
14   Polizeigebäude
    In das ehemalige markgräfliche Jagd- und Zeughaus ist im Jahre 1971 die Dienststelle der Polizeidirektion eingezogen.
 
15   Fruchthalle
    Die Fruchthalle wurde 1853/54 in der Festungszeit erstellt und diente als Markthalle. Nach mehreren Umbaumaßnahmen des Karlsruher Architekten Helmut Bätzner beherbergt der untere Teil des Bauwerks seit 1993 die Städtische Galerie. Im oberen Teil sind Ämter der Stadt untergebracht. An der Außenfassade finden sich 19 Rundfenster mit bunten Majolikascheiben und ein bronzener Kopf von dem Bildhauer Jürgen Goertz, der die "Muse der Bildenden Künste" darstellt.
 
16   Pfeifferbrunnen
    Der Pfeifferbrunnen steht vor der Fruchthalle und wurde 1901 anlässlich der Gewerbeausstellung erstellt. Der Brunnen wurde von dem aus Rastatt stammenden und in Mannheim zu Wohlstand gekommenen Bürgersohn Guido Pfeif(f)er spendiert.
 
17   Rathaus
    Im Jahre 1716 erfolgte die Grundsteinlegung für das Rathaus. 1721 wurde der erste Bauabschnitt nach dem Entwurf von Michael Ludwig Rohrer (1683-1732) vollendet. 1750 folgte der Anbau nach Peter Ernst Rohrer (1687-1762), dem jüngeren Bruder von Michael Ludwig Rohrer. Die Giebelfront zeigt zur Frontseite der Stadtkirche St. Alexander; dazwischen liegt der Marktplatz mit seinen beiden Brunnen.
 
18   Alexiusbrunnen
    Der Alexiusbrunnen steht auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und ist dem Heiligen Alexius von Edessa gewidmet. Dieser gilt als Schutzpatron der Pilger und Bettler und zugleich als Schutzheiliger gegen Erdbeben, Blitz, Unwetter und Seuchen. Der Brunnen ist von Markgraf Ludwig Georg in Auftrag gegeben und 1739 fertiggestellt worden, nachdem Rastatt zuvor 1723, 1724, 1728, 1732 und 1737 gehäuft von Erdbeben betroffen war.
    Nach 1770 diente der Brunnen für die Bevölkerung als Lieferant des über hölzerne Rohre vom Eichelberg herbeigeführten Wassers.
 
19   Johannes-Nepomuk-Brunnen
    Der Johannes-Nepomuk-Brunnen befindet sich auf dem Marktplatz vor der Stadtkirche St. Alexander. Er ist auf einem Tiefbrunnen errichtet, der einst zur Wasserversorgung diente. Der heilige Nepomuk gilt als Schutzpatron der Beichtgeheimnisse, aber auch der Brücken, Schiffer und Flößer. Ebenso wird er in Böhmen, der Heimat der Markgräfin Sibylla Augusta, sehr verehrt.
 
20   Stadtkirche St. Alexander
    Zwar wurden bereits 1701 die Fundamente für die katholische Pfarrkirche gelegt, aber erst 1756 begann der Bau nach den Entwürfen des markgräflichen Baumeisters Johann Peter Ernst Rohrer. 1764 erfolgte die Einweihung der katholischen Stadtkirche St. Alexander. Am Eingang der Kirche befindet sich die Grabplatte von Johann Peter Ernst Rohrer. Die Frontfassade zieren vier Heiligenstatuen, der heilige Donatus, als Beschützer vor Gewitter, der heilige Karl Borromäus gegen die Pest, der heilige Antonius von Padua gegen Überschwemmung und der heilige Florian als Schutzpatron gegen Feuer.
 
21   Bernhardusbrunnen
    Der Bernhardusbrunnen steht im oberen, östlichen Bereich der Kaiserstraße. Er ist aus Anlass der Seligsprechung des Markgrafen Bernhard von Baden von dem letztregierenden Markgrafen der Baden-Badener Linie August Georg begonnen worden. Nach dessen Tod vollendete Markgräfin Maria Victoria das Bauwerk, anlässlich der endgültigen Fertigstellung der Wasserzuleitung in die Stadt vom Eichelberg her.
 
22   Stadtmuseum
    Direkt gegenüber dem Schloss Rastatt in der Herrenstraße stehen zwei noch erhaltene Kavaliershäuser. Eines davon ist das Vogelsche Haus, das heute das Stadtmuseum beherbergt.
    Erster Vorläufer des Stadtmuseums sind die Städtischen Sammlungen, die 1895 von einer ehrenamtlichen Archivkommission gegründet wurden. Die Städtischen Sammlungen waren ab 1928 in Räumen des Rastatter Schlosses untergebracht. Anfang der 1930er Jahre wurden die Städtischen Sammlungen in Heimatmuseum umbenannt. Und 1973 erhielt das Museum schließlich ein eigenes Domizil im Vogelschen Haus.
 
23   Rossihaus
    Das Rossihaus ist eines der beiden erhaltenen Kavaliershäuser in der Herrenstraße gegenüber des Schosses. Das Haus ist benannt nach dem Hofbaumeister Domenico Egidio Rossi, der vom Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden mit der Errichtung des Schosses und der Stadtplanung für das im Pfälzischen Erbfolgekrieg schwer zerstörte Rastatt beauftragt war.
    1963 erwarb der Landkreis Rastatt das Gebäude. Heute dient es als Tagungs- und Vortragsstätte. Seit 1987 beherbergt das Rossihaus auch das Kreisarchiv Rastatt.
 
24   Barockresidenz / Schloss
    Nach der Verwüstung des Neuen Schlosses in Baden-Baden im Jahre 1689 durch französische Truppen, dem anschließenden Zwischenaufenthalt auf Schloss Schlackenwerth in Böhmen und dem Friedensschluss von Rijswijk entschloss sich der Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden 1698 in dem in der Rheinebene und an der Murg gelegenen Ort Rastatt eine Neugründung vorzunehmen. Rastatt war ein kleiner Marktflecken von wenigen Hundert Einwohner und 1689 ebenfalls zerstört worden.
    Anfangs beabsichtigte der Markgraf offenbar, das im Nordosten seines Landes gelegene Ettlingen zur Residenz auszubauen; in Rastatt ließ er sich zunächst nur ein Jagdschloss errichten. Nun beauftragte er den in Bologna ausgebildeten Architekten Domenico Egidio Rossi mit dem Bau des Schlosses in Rastatt und der gesamten Stadtanlage. Rastatt erhielt 1700 das Stadtrecht. Das Jagdschloss wurde zum Teil wieder abgerissen, zum Teil in das neue Schloss integriert (die Seitenflügel).
    Rossis Entwurf sah eine enge Verbindung von Schloss und Stadt vor. Strahlenartig führten vom Schloss drei Straßen in die Stadt hinein (Patte d'oie, Gänsefuß). Die nach Südwesten ausgerichtete Mittelachse der Anlage weist auf das jenseits des Rheins gelegene französische Fort Louis. Auf dem Dach des Schlosses steht der vergoldete, in Richtung Frankreich Blitze schleudernde Jupiter (Goldener Mann). Die beiden anderen Straßen enden bei der Stadtkirche (kirchliche Macht) und dem Rathaus (bürgerliche Macht). Und die nach Nordosten ausgerichtete Mittelachse weist geradewegs nach Ettlingen zum dortigen Schloss.
    Das Rastatter Schloss entstand nach dem Vorbild von Versailles. Eine Rampe führt zum Ehrenhof (Cour d'honneur) hinauf, der von den zweigeschossigen Seitenflügeln und dem dreigeschossigen Mittelbau (Corps de logis) begrenzt wird. Im Zentrum des Mittelbaus befindet sich der "Ahnensaal", zu dessen Seiten die Appartements des Markgrafenpaares, nach Nordwesten das Sibylla Augustas, nach Südosten das Ludwig Wilhelms. Die prunkvollen Räume sind mit prächtigen Deckenmalereien und kunstvollen Stuckarbeiten versehen.
    Nach dem Tod Ludwig Wilhelms 1707 führt seine Witwe, die Markgräfin Sibylla Augusta, bis zur Volljährigkeit des Erbprinzen Ludwig Georg 1727 die Regierungsgeschäfte. Mit dem Tod ihres letztregierenden Sohnes August Georg 1771 starb das Haus Baden-Baden in der männlichen Linie aus und fiel an die Markgrafschaft Baden-Durlach und das Rastatter Schloss in einen "Dornröschenschlaf". Es ist heute die älteste und besterhaltene Barockresidenz am Oberrhein.
    Das Rastatter Schloss beherbergt heute auch zwei Museen: die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte im Bundesarchiv (Freiheitsmuseum) und das Wehrgeschichtliche Museum.
 
Gesamtlänge, Gesamtdauer
Der Rundgang dauert ca. eine Stunde (reine Gehzeit).
 
Links
Rastatter Schloss
 
Zur vorherigen Seite     An den Seitenanfang 01 / 2008 Druckversion
 
   
 
Kontakt    Impressum    Datenschutzerklärung