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Rastatter Revolutionspfad
- Auf den Spuren der Freiheitsbewegung von 1848/1849 -
 
Aufgang zum Rastatter Schloss
Aufgang zum Rastatter Schloss
Denkmal für standrechtlich Erschossene
Denkmal für standrechtlich Erschossene
Carl Schurz Briefmarke    Carl Schurz Briefmarke
Briefmarken zu Ehren Carl Schurz
 
Vorbemerkung
 
Der Revolutionspfad ist eine traditionelle Route durch den Stadtkern von Rastatt und aus der Stadtinformation entnommen. Die Stationen haben einen Bezug zur Badischen Revolution von 1848/1849. (Stationen) (Plan)
Baden war 1848/1849 ein Zentrum der Freiheitsbestrebungen hin zu einem demokratischen Deutschland. Während die Märzrevolution 1848 in Rastatt noch wenig Resonanz fand, so gab es im Spätherbst desselben Jahres in der Stadt einen regelrechten Politisierungsschub. Im Mai 1849 verbündeten sich große Teile der Bürgerwehr mit Soldaten der Rastatter Garnison; Rastatt wurde in jener Zeit gerade zur Bundesfestung ausgebaut.
Der Großherzog von Baden floh außer Landes und rief Bundestruppen zur Hilfe. Preußische Truppen kamen und belagerten vom 1. bis zum 23. Juli die Festung, in der sich ein großer Teil der badischen Revolutionstruppen verschanzt hatte. Die preußische Besatzungsmacht war jedoch zu groß. Am 23. Juli 1849 kapitulierten die Freiheitskämpfer. 19 von ihnen wurden standrechtlich erschossen. Bis 1852 dauerte die preußische Besatzungszeit.
 
Beschreibung der Route (Quelle: Stadtinformation)
 
1   Schloss
    Im Schlosshof rebellierten am 12. Mai 1849 Soldaten der Rastatter Garnison gegen ihre Offiziere. Während der Belagerung Rastatts vom 1. bis 23. Juli 1849 tagte im Ahnensaal der revolutionäre Kriegsrat, dann das preußische Standgericht.
 
2   Schlossgaststätte
    In der damaligen Wirtschaft "Zum grünen Berg" logierte Mitte April bis Mitte Mai 1849 die Revolutionärin Amalie Struve, Frau des in Rastatt inhaftierten Gustav Struve.
 
3   Rindeschwenderhaus
    Hier wohnte Obergerichtsadvokat Ignatz Rindeschwender (1787 – 1858), ein Rastatter Demokrat, der bereits am Hambacher Fest 1832 teilgenommen hatte.
 
4   Carl-Schurz-Haus
    Der Revolutionär Carl Schurz (1829 – 1906), nach seiner Flucht Senator und Innenminister der USA, wohnte hier während der Belagerung Rastatts 1849.
 
5   Alois Comlossi
    Das Anwesen Schlosserstraße 3 gehörte Metzgermeister Alois Comlossi, der 1849 wegen Hochverrats ins Bruchsaler Zuchthaus kam und später in die USA auswanderte.
 
6   Anwesen des Franz Comlossi
    Schirm- und Kammmacher Franz Comlossi und seine Frau Ursula gehörten zu den engagiertesten Rastatter revolutionären Kräften. Nach ihrer Flucht in die Schweiz wanderten sie in die USA aus.
 
7   Gasthaus "Zum wilden Mann"
    (Schlossstraße 2) Die Wirtsleute Carolina und Rochus Degen waren Anhänger Gustav Struves. Ihr Wirtshaus galt als "Sammelort der radikalen Partei".
 
8   Rathaus
    Am 13. Mai ließ Amand Goegg aus einem Rathausfenster die Offenburger Beschlüsse verkünden. Lorenz Brentano vereidigte einen Tag später die vor dem Rathaus angetretenen Soldaten auf die Reichsverfassung.
 
9   Gasthaus "Zur Blume"
    Das ehemalige Gasthaus war der Treffpunkt Rastatter Demokraten. Wirtschaftspächter war Fidel Frey, Eigentümer Josef Augenstein, Abgeordneter der verfassungsgebenden Versammlung.
 
10   Kulturforum
    Beim Beschuss der Bundesfestung Rastatt durch die Preußen im Juli 1848 wurden hier Anton und Josephine Greiser durch eine Granate tödlich verletzt.
 
11   Ludwig-Wilhelm-Gymasium
    Die späteren Chronisten der Revolution, C.B.A. Fickler und Albert Förderer, waren damals Lehrer bzw. Schüler am Lyzeum.
 
12   Ehemaliges Rheintor
    Von hier aus unternahmen die eingeschlossenen Revolutionäre am 6. Juli 1849 einen spektakulären Ausfall in Richtung des heutigen Stadtteils Rheinau.
 
13   Carl-Schurz-Brunnen
    Der Brunnendenkmal erinnert an die Flucht des Revolutionärs Carl Schurz aus der von Preußen besetzten Festung.
 
14   Hinrichtungsstätte der Standrechtsopfer
    Die 19 Todesurteile des Standgerichts wurden zwischen dem 7. August und 20. Oktober 1849 zumeist im trockenen Festungsgraben vollstreckt.
 
15   Denkmal für die standrechtlich Erschossenen
    Erst 1899 durfte ein Denkmal für die 19 Opfer des Standgerichts von 1849 errichtet werden.
 
 
Gesamtlänge, Gesamtdauer
Der Rundgang dauert ca. eine Stunde (reine Gehzeit).
 
Links und Literatur
• Freiheitsmuseum Rastatt
• Stadt Rastatt - Revolutionspfad
• Daniel Melcher: Auf den Spuren der Freiheitsbewegung von 1849 - Der Revolutionspfad durch die Rastatter Innenstadt, Heimatbuch des Landkreises Rastatt 1998, S. 131-144
 
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