Rheinaue an der Raukehl im Winter
     NaturFreunde Rastatt on Tour Wanderrouten Rund ums Wandern Wandern & Einkehren Wandern & Technik Programm Kontakt

 
Rastatt
Kernstadt
Das Ried im Westen
Im Norden von Rastatt
Murgtal
Ortenau
Karlsruhe
Enztal
Kraichgau
Pfälzerwald
Elsass

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Norden von Rastatt
 
 
Auenwald mit Bärlauch im Frühling
Auenwald mit Bärlauch im Frühling
Auenwald mit Seggengras im Frühling
Auenwald mit Seggengras im Frühling
 
Schlute im Ötigheimer Wald
Schlute im Ötigheimer Wald
Feuchtwiese bei Ötigheim im Winter
Feuchtwiese bei Ötigheim im Winter
 
Im Norden von Rastatt liegt das Naturschutzgebiet "Auenwälder und Feuchtwiesen westlich von Ötigheim".
 
Der Murgdurchbruch und der Federbach
 
Am Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren, grub sich der Rheinstrom in die von den Gletschern auf breiter Ebene aufgeschütteten Schotter, Kies und Sande ein. Die Gestadekante ist am westlichen Ortsrand von Ötigheim besonders stark ausgeprägt und heute noch gut zu erkennen.
Damals flossen die aus dem Schwarzwald kommenden Kinzig und Murg noch parallel zu Schwarzwald und Rhein und mündeten erst nördlich von Mannheim bei Hockenheim in den Rhein. Sie bildeten den Kinzig-Murg-Fluss, auch Bergrhein oder Ostrhein genannt.
Vor etwa 4.500 Jahren schaffte die Murg nördlich von Rastatt den direkten Durchbruch durch die Hardtplatten zum Rhein. Später verlagerte sie ihren Lauf weiter nach Süden. Der Federbach, der weiter nördlich vom Schwarzwald herkommt und zuvor schon dem Murglauf gefolgt war, nutzte nun das Murgbett mit seinen Schlingen für sich. Der Federbach ist heute das prägende Gewässer des Naturschutzgebietes.
 
Die Rastatter Senke, saure und kalkhaltige Böden
 
Das Naturschutzgebiet liegt in der sogenannten Rastatter Senke. Der Grundwasserstand ist hier am Fuße der Nieder­terrasse besonders hoch. Dementsprechend sind die Wiesen westlich von Ötigheim meist feucht und der Wald ist mit Schluten, die allenfalls im Sommer trocken fallen, durchzogen.
Der Waldboden im östlichen Teil des Schutzgebietes ist über und über mit Seggen bedeckt. Hier haben sich die nähr­stoffarmen, sauren Sedimente von Murg und Federbach aus dem Schwarzwald abgelagert. Im westlichen Teil des Ötigheimer Waldes überwiegen die kalkhaltigen Ablagerungen des Rheins aus den Alpen. Hier kann man im Frühjahr riesige Bärlauchteppiche bewundern.
Die Seggen-Gräser wurden früher gemäht und zur Einstreu in den Stall genutzt. In der Nachkriegszeit dienten sie zudem als Zuerwerb. Geschnitten und getrocknet wurden sie bis in die 50er Jahre an eine Rastatter Fabrik zum Polstern von Matrazen verkauft.
Die Feuchtwiesen werden heute zu einem großen Teil von dem Verein für Umweltschutz und Landschaftspflege Ötigheim (VUL) gepflegt.
 
Durch die Auenwälder und Feuchtwiesen westlich von Ötigheim
 
 
   
 
Kontakt    Impressum    Datenschutzerklärung