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Wandern und Naturschutz ("Sanfter Tourismus")
 
Die NaturFreunde haben sich dem Natur- und Umweltschutz verpflichtet und betreiben dementsprechend einen "Sanften Tourismus". Wandern ist an für sich eine recht umweltfreundliche und naturverträgliche Art der Freizeitgestaltung. Und trotzdem sind in der Planung und Gestaltung von Wanderungen viele Details zu beachten und einzuhalten, damit Natur und Umwelt weitestgehend geschont werden.
 
  • In Wald- und Schutzgebieten sind nur die öffentlichen Wege zu benutzen.

  • In besonders empfindlichen Schutzbereichen sind die Hinweise auf Wegsperrungen während der Brut- und Setzzeit unbedingt zu beachten.

  • In Schutzgebieten ist das Entnehmen von Pflanzen aller Art verboten.

  • Als Rastplätze eignen sich Vegetationsbestände in Schutzgebieten ebenso wenig wie ungemähte Wiesen.

  • Lautes Verhalten beim Wandern, auch Singen, ist zwar nicht unmittelbar ökologisch schädlich, aber in der Gesellschaft geräuschvoller Frohnaturen ist Naturbeobachtung nicht möglich. Wer statt der Stimmbänder Augen und Ohren aktiviert, wird nicht nur als Einzelner, sondern auch in der Gruppe bei gleichgerichtetem Interesse Wildtiere zu hören und zu sehen bekommen.

  • Abfälle aller Art sind Fremdkörper in der Landschaft. Verpackungen aus Glas, Plastik und Verbundstoffen verrotten nicht und sind die bleibende "Visitenkarte" einer verantwortungslosen Verschwendergesellschaft.
    Falsche Vorstellungen herrschen oft über die so genannten Bioabfälle (Obstschalen, Nahrungsmittelreste u.ä.). Die Anhäufung von verrottbaren Abfällen auf Rastplätzen bedeutet einen erhöhten Stickstoffeintrag in den Boden. In Feuchtgebieten und in Nachbarschaft von Gewässern ist dies in jedem Fall schädlich. Gefährdete Pfalnzen, die nur auf nährstoffarmen Böden gedeihen können, werden durch diese Art der "Düngung" mittels Wandererabfällen zum Verschwinden gebracht.
Die renommierten Wandervereine stehen in der Öffentlichkeit und bei den Behörden (Forst-, Landwirtschafts-, Naturschutzverwaltung) unter der Erwartung, dass ihre Wandergruppen sich umweltdiszipliniert verhalten. Darauf zu achten ist die Verpflichtung der Wanderführer.
 
 
Sammeln in der Natur
 
Wanderer kommen eher in die Versuchung des Sammelns. Jagen beschränkt sich auf das 'Schießen' von Fotos. Aber was ist beim Sammeln alles zu beachten?
 
  • Vor mir eine Streuobstwiese mit halbvergammelten Äpfeln. Kann ich mich da bedienen und ein paar Äpfel für einen Apfelkuchen mitnehmen? Und gleich ist der Tatbestand des Diebstahls erfüllt. Mundraub gibt es heute nicht mehr. Jetzt heißt das Diebstahl geringwertiger Sachen (bis zu einem Wert von 50 Euro). Doch bei geringwertigen Sachen wird der Diebstahl nur verfolgt, wenn der Bestohlene einen Strafantrag stellt, oder wenn die Strafverfolger ein öffentliches Interesse bejahen.

  • Im Gegensatz zu Streuobstwiesen, die meist im privaten Besitz sind, gehören die Wälder in der Regel dem Staat oder den Gemeinden. Und da gilt das Landeswaldgesetz. Im Wald darf der Normalbürger ernten. Waldfrüchte, Streu und Leseholz, in ortsüblichen Mengen; Pflanzen, Blumen und Kräuter bis zum Umfang eines Handstrauches (soweit die Arten nicht geschützt sind). Diese Regelung gilt auch für Tannenzierreis. Die Entnahme hat "pfleglich" zu erfolgen.

  • Auch Pilze darf man sammeln. Man muss nur das Naturschutzgesetz und die Bundesartenschutzverordnung beachten. In Schutzgebieten ist das Entnehmen von Pilzen verboten. Pfifferlinge, Steinpilze, Birkenpilze und Rotkappen sind zum Beispiel geschützt. Und das bedeutet, das man sie nur in geringen Mengen der Natur entnehmen darf. Faustregel: Ein Kilo pro Tag und Sammler. Wenn man dann Erfolg hat, geht nichts über eine frische Pilzmahlzeit, z.B. mit Speckwürfelchen, Sahne und frischer Petersilie, vielleicht noch Knödel dazu. Himmlisch!

  • Die Esskastanie ist ein Baum, der hauptsächlich in Waldrandlagen zu finden ist. Seine Früchte sind bei vierbeinigen (Wildschweinen) und zweibeinigen Sammlern gleichermaßen begehrt. Wer kennt nicht den Duft von gerösteten Esskastanien oder den Geschmack eines Esskastanienpürrees? Für den Eigenbedarf dürfen diese Früchte - es sind botanisch gesehen Nüsse - auch aufgelesen werden.

  • Das Sammeln von abgeworfenen Hirschgeweihen ist illegal. Gerade in den futterarmen Zeiten Februar und März, wenn die Hirsche ihr altes Geweih abwerfen, haben die Tiere ihren Stoffwechsel auf Sparflamme zurückgefahren. Wenn sie dann in den Wildruhezonen von Sammlern aufgeschreckt werden, hat das Folgen auf ihren Biorythmus und führt zu Folgeschäden. Wer erwischt wird, kann wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden.

  • Und was ist mit Steinen aus Bächen und Flüssen? Natürlich wird nicht jeder Kieselstein auf die Goldwaage gelegt. Aber rechtlich ist es untersagt, Steine aus Bächen und Flüssen zu nehmen. Denn hier greifen die so genannten Wasserhaushaltsgesetze des Bundes und der Länder. Und darin wird die "Benutzung" der Gewässer geregelt. Darunter fällt auch das "Entnehmen fester Stoffe ... soweit dies auf den Zustand des Gewässers oder auf den Wasserabfluss einwirkt". Es geht also um die Größe und Menge der Steine. Die Entnahme ist entsprechend genehmigungspflichtig.
 
 
   
 
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