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Jahresbericht 2016
 
Film über die Rheinauen und Altersbestimmung gefällter Bäume
 
 
Starker Regen verhinderte zunächst, dass die Umweltdetektive vom Vereinsheim aufbrechen konnten, um den Wald in der Großen Brufert zu entdecken. Also wurde kurzerhand im Vereinsheim der Film "Das Abentuer um die Ecke - Lebendige Rheinauen" angeschaut. Der Film ist in dem LIFE-Projektgebiet bei Karlsruhe entstanden und schildert die dortige Tier- und Pflanzenwelt in den Auen. Als der Regen etwas nachließ, brach man dann doch in Richtung Wald auf. Zunächst ging es der neugestalteten Murg im Bereich Bittler entlang. Es war interessant, was das letzte Hochwasser alles angeschwemmt hatte, sogar ganze Baumstämme und leider auch Müll. Im Wald traf man sogleich auf einen Stapel frisch gefällter Bäume. Anhand der Jahresringe konnte man ganz genau deren Alter bestimmen. Dann war leider auch schon die Zeit um und man begab sich auf den Rückweg.
 
 
Umweltdetektive auf der Spur der ersten Frühblüher im Auenwald
 
 
 
 
Der Frühling lässt auf sich warten und der Samstag am 5. März war wie so oft in letzter Zeit verregnet. Aber das kann die Umweltdetektive nicht abschrecken. Sie waren trotzdem auf der Suche nach den ersten Frühblühern. Diese fanden sie bereits auf der Wiese beim Vereinsheim: Gänseblümchen. Nun stand die eigentliche Aufgabe: Wie schaffen es die Früh­blüher so früh im Jahr in Erscheinung zu treten? Das geht doch nur, wenn vorgesorgt wurde und Nährstoffe angesammelt wurden. Doch wo halten sie diese verborgen? Unter der Erde - deshalb heißen sie auch Geophyten. Also wurde kurzer­hand ein Gänseblümchen ausgebuddelt; und in der Tat: da trat neben den Wurzeln auch ein Rhizom als Nährstoffspeicher in Erscheinung. Dann startete man trotz Regen in den Auenwald in der Kleinen Brufert. Die Freude war groß, als man einen Blaustern entdeckte. Dieser speichert seine Nährstoffe in einer Zwiebel, die zudem sehr tief im Boden sitzt. Da Blausterne giftig sind und zudem unter Naturschutz stehen, wurde die Pflanze wieder sorgfältig zurückgesetzt. Zuguterletzt schaute man beim Bärluch nach. Dieser wächst in Massen im Auenwald. Und auch er hat eine Zwiebel, die allerdings sehr langgezogen ist. Nun warten die Umweltdetektive, bis sich weitere Frühblüher hervorwagen.
 
 
Umweltdetektive bei der Premiere der "Stunde der Erde" in Rastatt dabei
 
 
 
 
Am 19. März 2016 gingen zwischen 20.30 und 21.30 Uhr am Rastatter Schloss, am Historischen Rathaus, an der Stadt­kirche St. Alexander, an der Pagodenburg, am Wasserturm und an der Schlossgalerie die Lichter aus. Die Stadt Rastatt beteiligte sich zum ersten Mal an der weltweiten Aktion der "WWF Earth Hour" (Stunde der Erde). In tausenden Städten rund um den Globus wird somit auf den Klimawandel aufmerksam gemacht und zum Handeln aufgefordert. Die Kinder­gruppe der NaturFreunde, die "Umweltdetektive" waren mit am Werk. Zunächst wurden Schablonen, die die FÖJler der Stadt Rastatt angefertigt hatten und die die Kontinente der Erde symbolisierten, ausgelegt. Dann wurden rundum hunderte Gläser mit Teelichtern platziert. Aus den restlichen Teelichtern wurde der Schriftzug "Earth Hour" gefertigt. Und dann wurden alle Teelichter angezündet und leuchteten in die Dunkelheit hinein. Im nächsten Jahr soll die Aktion noch mehr Menschen in Rastatt ansprechen.
 
 
Spendenaktion der Zay-Apotheke zugunsten "NEST Raukehl" und Umweltdetektive
 
Am 1. April 2016 startete die Zay-Apotheke in Rastatt eine ganz spezielle Umweltaktion. Wenn die Kundin ⁄ der Kunde beim Einkauf auf eine Plastiktüte verzichtet, dann wandern 10 Cent in eine Spendenkasse zur Unterstützung der Naturerlebnisstation "NEST Raukehl" und der Kinder­gruppe "Die Umweltdetektive", beides wichtige Zukunftsprojekte der NaturFreunde Rastatt.

Näheres zur NEST Raukehl erfährt man unter: www.naturfreunde-rastatt.de/zukunft/nest/.

Und Plastikmüll ist inzwischen zum Problem geworden, vor allem dann wenn er sich in der Natur ansammelt. Davon konnten sich auch die jungen Familien der NaturFreunde bei ihren Sammel­aktionen an der Raukehl überzeugen. Das Hochwasser schwemmt den Müll an; vieles wird auch gedankenlos weggeworfen. In den Meeren sind inzwischen große Müllinseln entstanden. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 300 bis 400 Jahre vergehen. Und dann können immer noch Plastikpartikel von Fischen aufgenommen werden und auch in unsere Nahrung gelangen.
 
 
Umweltdetektive legen Unterirdisches frei und begeben sich auf Zeckenfang
 
 
 
 
 
 
Am 2. April 2016 galt es wiederum zu erkunden, welche Frühblüher in der Zwischenzeit dazu gekommen sind und welche Überwinterungsstrategien diese parat haben. Nun, den Bärlauch und einige andere kannte man ja schon. Neu waren das Buschwindröschen und das gelbe Windröschen, das Scharbockskraut und das Waldveilchen. Die größte Überraschung bot der Hohle Lerchensporn, den man in einer violetten und einer weißen Variante vorfand. Bei ihm musste man schon sehr tief buddeln, um letztlich eine riesige Knolle freizulegen.
Doch dann erst kam die allergrößte Überraschung, als eine Frau mit weißer Flagge des Weges kam. Es war eine Biologin, die im Brufertwald eine Bestandsaufnahme der Zeckenarten vornahm. Interessiert lauschten die Umweltdetektive ihren Ausführungen. Und als sie auch noch ihre Instrumente, Röhrchen und Pinzetten auspackte und den Umweltdetektiven erlaubte, selbst mit der weißen Flagge über den Wegesrand zu streichen, war die Begeisterung riesig. Und tatsächlich hatten sich auf der weißen Flagge zwei Zeckenexemplare befunden, welche dann in die Röhrchen mit hochprozentigem Alkohol verstaut wurden und sogar mitgenommen werden durften. Und die Umweltdetektive fühlten sich bereits wie richtige Biologen bzw. Biologinnen. Es kam auch spontan die Äußerung: Das studiere ich auch.
 
 
Picknick im Ötigheimer Wald und Baumhöhen messen
 
 
Zu einem kleinen Picknick brachen die Umweltdetektive am 16. April 2016 in den Ötigheimer Wald auf. Bei einem Tisch mit zwei Bänken wurde Halt gemacht, Speise und Getränke aufgetischt und zu sich genommen. Dann galt es noch eine Aufgabe zu lösen. Im Ötigheimer Wald stehen viele alte, hohe Eichen. Wie hoch sind die wohl? Natürlich kann man nicht hinauf klettern. Also musste ein mathematischer Trick her: Nach der Methode des "Försterdreiecks" nimmt man einen Stock der genauso lang ist wie der eigene Arm. Mit waagrecht ausgestrecktem Arm hält man nun den Stock aufrecht vor sich und visiert mit der Stockspitze die Baumspitze an. Man geht solange vor- oder rückwärts, bis Auge, Stockspitze und Baumspitze eine Linie bilden. Nun misst man einfach, zum Beispiel mittels Anzahl der Schritte und Schrittlänge, die Entfernung zum Baum. Man zählt die Augenhöhe hinzu und das Ergebnis entspricht der Höhe des Baumes.
 
 
Umweltdetektive beim NEST-Aktionstag am 1. Mai: Kanufahren die Attraktion
 
 
 
 
 
Das Wetter war durchwachsen, die Wiese von dem vorherigen Regen noch feucht. Aber das Angebot lockte trotzdem zahlreiche junge Familien zur Naturerlebnisstation an der Raukehl, darunter auch einige Umweltdetektive. Mit dabei war wieder der Familienkanadier der Rastatter NaturFreunde, welcher im Übrigen den Bootsnamen "Stadt Rastatt" trägt. Vollbesetzt lief dieser mehrmals zu Touren auf den Kleinen und den Großen Bärensee aus. Auch der am Bärensee stationierte Nachen kam zum Einsatz. Ergänzt wurde das Programm durch ein umfangreiches Bastel- und Spieleangebot. Äste und Steine wurden bemalt. Es gab Ballspiele und Fichtenzapfen-Zielwerfen. Beim "Raukehl-Suchspiel" waren Naturgegenstände mit besonderen Eigenschaften zu finden. Und an der "Wasserstation" galt es, kleine Wassertiere zu bestimmen. Nicht fehlen durfte das Stockbrot- und das Schoko-Bananen-Grillen. Doch auch Würstchen und Steaks landeten auf dem Grill. Noch rechtzeitig vor einem großen Regenschauer war alles wieder abgeräumt und eingepackt. Es blieb die Freude über einen schönen Nachmittag in der Natur.
 
 
Lebensraum Wasser an der Murg erforscht
 
 
 
 
Die Murg führte noch etwas Hochwasser. Trotzdem wagten sich die Umweltdetektive am 4. Juni 2016 in das durch das Hoch­wasser- und Ökologieprojekt "HÖP Rastatt" neu gestaltete Murgvorland im Bittler mit dem Ziel die dortige Wasserwelt zu erforschen. Es war zu erwarten, dass anders als bei den Altrheinseen der Rastatter Rheinauen an einem Fließgewässer wie der Murg es schwieriger werden würde, Wassertiere zu entdecken. Mitgebrachte Schüsseln wurden zunächst mit Murg­wasser gefüllt. Dann ging es mit Keschern und Sieben auf die Suche. Immerhin konnten einige winzige Fische, Wasser­schnecken sowie anderes Kleingetier eingefangen werden. Natürlich wurden alle Tierchen am Schluss wieder in die Murg zurückgesetzt. Auch betätigte man sich zuletzt als Wasserbauer und schuf am Uferrand ein kleines Wasserbecken. Zu Beginn der Entdeckungstour hatte man übrigens gelernt, dass die Murg hier einst in großen ausladenden Schlingen dem Rhein zufloss. Dann wurde sie noch vor dem Rhein Ende des 18. Jahrhunderts kanalisiert. Und erst mit dem HÖP-Projekt wurden die steilen Ufer aufgebochen und dem Fluss Murg wieder mehr Platz gegeben.
 
 
Umweltdetektive lassen sich durch Regen nicht abschrecken
 
 
 
Trotz strömendem Regen ließen sich sechs Mädchen und Jungen der Umweltdetektivgruppe am 25. Juni 2016 nicht davon abschrecken, die Ausrüstung bestehend aus Kescher, Sieben, Schüsseln, kleinem Spaten, Pinsel, Becherlupen und Bestim­mungsbuch zu packen und an die Murg im Bittler zu ziehen und dort am einzig noch möglichen Platz die Wasserstation aufzuschlagen. In den letzten Stunden hatten weitere Regenfälle die Murg wieder anschwellen lassen; der Weg an der Murg entlang war noch überflutet und das Murgvorland morastig. Dieses Mal war neben kleinen Fischen und Eintagsfliegen­larven auch eine Libellenlarve dabei. Doch nach einer Stunde war alles durchnässt. Man trat deshalb den Rückweg zum Vereins­heim an und war stolz dem Regen getrotzt zu haben.
 
 
Warum verfärben sich die Blätter im Herbst und warum wirft der Baum die Blätter ab?
 
 
 
Wieder einmal verhinderte am 1. Oktober 2016 Regen, dass die Umweltdetektive sich gleich hinaus in die Natur begeben konnten. Somit bereitete man sich drinnen noch etwas auf den bunten Herbstwald vor. Wieso verfärben sich die Laubblätter im Herbst? Welche Rolle spielt das Chlorophyll, der grüne Farbstoff im Blatt? Welche Spektralanteile des Lichts verwertet das Blatt zur Produktion von Nährstoffen und Sauerstoff? Und da gibt es noch andere Farbstoffe, die jetzt erst zum Vorschein kommen. Und wie erkennt der Mensch die Farben überhaupt? Und was würde passieren, wenn der Laubbaum im Winter seine Blätter behalten würde? Inzwischen hatte der Regen nachgelassen und die Umweltdetektive konnten doch noch zum Brufertwald starten. Bereits auf dem Weg dorthin gab es so manches zu entdecken. Das Rascheln des bunten dürren Herbstlaubes konnte an diesem Tag allerdings nicht mehr wahrgenommen werden.
 
 
Amphibien stehlen dem Herbstlaub die Show
 
 
 
 
 
 
 
Diesmal strahlte die Sonne vom Himmel und verbreitete eine angenehme herbstliche Stimmung. Die Umweltdetektive wollten erforschen, wie das vom Baum heruntergefallene Blatt zu Humus wird und Nährstoffe für die nächste Saison bereitstellt. Sie machten sich am Sonntag, 16. Oktober 2016, wieder Mal auf den Weg zum Brufertwald. Bereits unterwegs stellten sie fest, dass Schwärme von Marienkäfern ebenfalls die Herbstsonne genossen. Im Brufertwald angekommen, wurden weiße Decken ausgebreitet. Die Aufgabe war, Blätter unterschiedlicher Form und Blätter in unterschiedlichen Zerfallsstadien einzusammeln. Doch welche Überraschung beim Betreten des Waldes. Zu Dutzende hüpften hier die Grasfrösche davon. Doch einige von ihnen ließen sich einfangen und in der Becherlupe näher betrachten. Auch eine Gelbbauchunke war dabei. Einige Gras­frösche verweilten sogar auf den Händen der Umweltdetektive, bevor sie davon hüpften. Nun ja, immerhin waren auf den weißen Decken zwischenzeitig einige Blätter abgelegt worden. Zunächst stellten die Umweltdetektive fest, dass sie sich hier in einem Wald mit starkem Ahornbewuchs befanden. Nur wenigen Eichen- und Eschenblätter waren dabei. Auch der Prozess vom grünen Blatt über die verschiedenen Blattfärbungen und Zersetzungsstadien bis hin zum schwarzen Humus konnte noch anschaulich dargestellt werden.
 
 
Bodentiere zersetzen das Herbstlaub zu Humus
 
 
 
 
 
 
Die Herbstsonne schien am 29. Oktober 2016 und der Brufertwald leuchtete bereits in bunten Herbstfarben. Der Boden war bedeckt mit dem abgefallenen Herbstlaub. Doch was passiert mit diesen Blättern? Würde jedes Jahr eine neue Schicht dazu kommen und alles bliebe unverändert, dann würde die Erdkruste Meter um Meter in die Höhe wachsen. Doch zum Glück gibt es neben den Bakterien und Pilzen die fleißigen Bodentiere, die zum einen davon leben und zum anderen alles zersetzen und zu Humus umwandeln. Letztlich wird so alles wieder in die Stoffkreisläufe der Natur eingefügt. Die Forschungsaufgabe der Umweltdetektive bestand nun darin, solche beteiligten Bodentierchen dingfest zu machen ud zu bestimmen. Ganz hilfreich war dabei, zunächst einmal die Anzahl der Beine dieser Tiere festzustellen. Eine entsprechende Grafik und das Wissen und die Kenntnis von Heiko gaben weitere Hilfestellung. Und so konnten schließlich folgende Tiere identifiziert werden: eine Raubwanze, Blatt- und Schildwanzen, Hundert- und Tausendfüßer, Käferlarven und Asseln und natürlich jede Menge Regenwürmer.
 
 
Ein zusammenfassender Erfahrungsbericht über die Treffen der Umweltdetektive der NaturFreunde Rastatt im Jahr 2016:
Umweltdetektive forschten in der Rastatter Murgaue
 
 
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