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Jahresbericht 2020
 
Schnitzeljagd im Murgvorland und im Brufertwald
 
 
 
 
 
Am 11. Januar 2020 machten wir entlang des Murgufers und im Waldgebiet hinter der Konrad-Adenauer-Brücke eine Schnitzeljagd. In zwei Gruppen entdeckten die Kinder die Stationen, die mit einer Schnur markiert waren. Die Nuss, in der ein kleiner Zettel mit der Frage versteckt war, war nicht immer leicht zu finden. Vor allem zu den Fragen über Tiere am Fluss und im Wald, Vögel und Baumarten fielen den Kindern viele Antworten ein. Den Rückweg traten alle gemeinsam an. Ein Feedback und eine kleine Belohnung rundeten das Angebot ab. Die Schnitzeljagd hatte Kindern und Erwachsenen großen Spaß gemacht.
 
 
Im Winter
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute war probeweise Anemone da, die Umweltbildung studiert, und einige Kindergruppen der Naturfreunde leitet. Unser sonst zweistündiges Angebot fand ausnahmsweise vierstündig statt. Nach einem Kennenlernspiel gingen wir in den Wald an der Baldenau. Unterwegs entdeckten die Kinder Vogelnester im Gebüsch. Nistkästen für Spechte un Co und für Fle­dermäuse waren aufgehängt. Anemone besprach mit den Kinder die Begriffe Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre und machte zum Aufwärmen ein Fangspiel zu diesem Thema. Es war neblig und kalt. Nach einem Geschicklichkeitsspiel in der Gruppe gingen wir zurück zum Naturfreundehaus.

Hier hatte Jutta ein Vesper für alle vorbereitet. Nach einem gemeinsamen Essen bot Anemone ein Spiel im Raum an. In der Gruppe sollte ein Problem gelöst werden, was sich jedoch als schwierig herausstellte. Im Garten machte Anemone mit den Kindern ein Experiment. Mit heißem Wasser gefüllte Dosen zeigten an, wo sich die Temperatur am längsten hielt, Ergebnis: 1. im Laubhaufen, 2. im Freien, 3. im Sand. Zum Abschluss suchte jeder etwas im Garten, was er besonders interessant fand, und legte mit Stöckchen einen "Bilderrahmen" um seinen Fund. Gemeinsam wurden die "Bilder" betrach­tet. (25.01.20)
 
 
Müllsammelaktion und Arbeitstour, Spielen und Grillen an der Raukehl
 
 
 
 
 
Am 8. Februar 2020 war wieder Müllsammeln an der Raukehl angesagt. Wenige Tage zuvor walzte sich noch ein Hoch­wasser über die Raukehl hinweg, doch jetzt war sie wieder erreichbar und begehbar. Jedes Hochwasser bringt auch Müll mit; so manches wird jedoch auch achtlos vor Ort weggeworfen. Und so konnte wieder Eimer um Eimer gefüllt und im Anhänger gesammelt werden. Ein Teil der Helferinnen und Helfer kürzte derweil die Hecken rund um Hütte und Wiese. Neben der Gruppe der jungen Familien waren dieses Mal auch die Umweltdetektive, die Kindergruppe, mit dabei. Sie hatten die Auf­gabe, abzuschätzen wie lange eine Plastiktüte, Getränkedose oder Banane bis zu ihrer Verrottung brauchen. Auch Wikinger-Schach wurde gespielt. Für alle gab es zur Belohnung einen Weck und eine Wurst vom Grill. Und dann wartete noch eine Überraschung auf die Kinder: die Ortsgruppe hatte von der Bürgerstiftung Rastatt kürzlich zwei Spektive gespendet bekom­men. Mit diesen konnten die Wasservögel auf dem Kleinen Bärensee näher betrachtet werden.
 
 
Waldspiele
 
 
 
 
 
Hören - entdecken - erfahren - bewegen - betrachten. Am 07.03.20 gingen wir in den Wald bei der Baldenau. Hier lausch­ten wir den Vogelstimmen und einem Specht. Beim Spiel "Natur-Memory" steckten die Kinder gesammelte Zweige mit Baumpilzen und Knospen, Moose, Blätter … zwischen zwei auf dem Boden liegenden Tücher. Das obere Tuch wurde für 20 Sekunden gehoben und alle merkten sich so viele Gegenstände wie möglich. Aufgabe war es, ähnliche Naturmaterialien zu finden. Zu jedem konnten die Erwachsenen etwas erzählen.
Ein Fangspiel wurde abgebrochen, da es zu matschig war. Beim Spiel "Camera natura" suchte jeder einen Partner. Der "Fotograf" führte die "Kamera" (ein Kind mit verbundenen Augen) zu sehenswerten Motiven. Die "Kamera" machte ein Foto, indem sie kurz das Tuch hob. Danach wurde besprochen, was jeder gesehen hatte. Gemütlich traten wir den Heim­weg an.
 
 
In den Murgauen
 
 
 
 
Am ersten Treffen der Umweltdetektive nach der Corona-Zwangspause am 4. Juli ging es um die Renaturierung der Murg. Unweit des Naturfreundehauses befindet sich eine hervorragend geeignete Stelle, um die Unterschiede zwischen der "alten" Murg und den renaturierten Abschnitten hautnah zu erleben. Nach einer Erzählrunde zum Erleben der letzten Wochen und einem coronabedingt abgewandelten Fangspiel, bei dem die Kinder die Schatten statt der Kinder fangen mussten, ging es mit Gießkannen ausgestattet an die Murg. Die Kinder konnten aus der Ferne das gerade, kanalisierte Stück Richtung Steinmauern sehen und mit dem vor Ort vergleichen. Auch wurden Bilder aus drei Zeiten (1770, 1838 und 2015) sowie aus dem Murgtal bei Forbach gezeigt, um die unterschiedlichen Verläufe und Gesichter des Flusses kennen­zulernen. Am Kiesstrand an der Murg wurde anschließend der gerade, kanalisierte Verlauf und der renaturierte modellhaft nachgebaut. Mit Gießkannen konnte dann beobachtet werden, wie unterschiedlich sich das Wasser bei starkem Zufluss verhält. So konnte nachempfunden werden, warum die Renaturierung auch ein Hochwasserschutzprojekt ist. Gleichzeitig konnten die Kinder sehen, wie viel größer die Vielfalt des Bewuchses am Ufer der Murg in den unterschiedlichen Abschnit­ten ist. Sie erhielten auch einige Informationen über die Weide als Pionierbaum, bevor sie dann mit Begeisterung zum Staudammbauen übergingen.
 
 
Papierschöpfen: neue, kunstvolle Papiere geschaffen
 
 
 
 
Am Samstag, den 18. Juli 2020, machten die Umweltdetektive erste Erfahrungen mit dem Recyclingprozess. Dass Papier aus Holz, also aus Bäumen hergestellt wird, wussten die meisten Kinder bereits. Aber dass man auch aus altem Papier wieder neues herstellen kann und wie das funktioniert, war ihnen doch neu. Sie konnten diesen Prozess selbst erleben und ihr eigenes Papier schöpfen. Dazu musste das zuvor klein gerupfte und über Nacht eingeweichte Zeitungspapier mit dem Mixer (Bohrmaschine mit Aufsatz) fein püriert werden. Danach konnte die Pulpe mit einem Siebrahmen abgeschöpft werden. Die Kinder verzierten ihre Papiere mit Blütenblättern und experimentierten mit Farbe. Die Masse musste dann gepresst und anschließend getrocknet werden und schon waren schön verzierte, farbige Papiere entstanden.
 
 
Mit der Becherlupe im Wald
 
 
 
 
Nach der Sommerpause gingen am 10.10.20 sechs Kinder mit uns in den Wald an der Baldenau. Der trockene Sommer hatte hier kaum Spuren hinterlassen, Bäume waren entwurzelt und auf dem Weg wuchs grünes Gras. Beim ersten Spiel suchten die Kinder ein Naturmaterial und legten es auf das Tuch. Dann wurde eine Karte gezogen, auf der ersten stand "das Längste". Emilians Ast hatte "gewonnen". Weitere Karten folgten mit "das Größte" und "das Schönste". Neben dem Sammeln eines Naturmaterials war es den Kindern wichtiger, durchs Unterholz zu kriechen und vieles zu entdecken. Ein großer Baumpilz an einem morschen Baumstumpf wurde gemeinsam bestaunt. Das Ziel, sich mit dem Wald wieder vertraut zu machen, war erreicht.
Den ersten Kindern wurde schon kalt, so dass das Aufwärmspiel "Tiere am Futterplatz" angesagt war. Jedes Kind platzierte eine Schale 25 Schritte von der Futterstelle. Durch Hin- und Herlaufen sammelte jeder das Futter in seiner Schale. Schon vorbereitet gab es an der Futterstelle erst Eicheln für das Wildschwein, dann Beeren für den Vogel. Alle hatten Spaß an der Bewegung, so dass es nicht mehr wichtig war, wer das meiste Futter gesammelt hatte. Die Kinder wurden mit den Becher­lupen vertraut gemacht. Viele Spinnen waren unterwegs und schneller gefangen, als ich erwartet hatte. Die Aufmerksam­keit galt zwei roten Nacktschnecken, die bei der Fortpflanzung beobachtet werden konnten, diese erfolgt im Herbst. Indem alle im Kreis gleichzeitig die Becherlupen weiterreichten, konnte jeder sehen, was der andere gefangen hatte.
Bei unbeständigen Wetter erreichten wir ohne nass geworden zu sein das Naturfreundehaus.
 
 
Pilze und Tiere der Streuschicht
 
 
 
Als wegen Corona (Maskenpflicht) stark dezimierte Gruppe gingen wir am 24.10.20 in die Baldenau. Wir suchten Pilze, die es aufgrund der feuchten Witterung zuhauf gab. Die verschiedenen Pilze wurden miteinander verglichen und festgestellt, ob wir den Pilz schon woanders entdeckt hatten. Kleine Pilze betrachteten wir mit einer großen Lupe. Die Baumpilze kamen nicht zu kurz. An einem morschen Baumstumpf entdeckten wir viele gelbe Pilze, die es vor zwei Wochen noch nicht gab.
Da es sehr mild war und ab und zu die Sonne herauskam, konnten wir auf das geplante Bewegungsspiel verzichten. Stattdessen bereiteten wir Tücher aus. Das Laub (die Streuschicht) wurde darauf verteilt und nach Tieren durchsucht. Vor allem die 2 mm großen Springschwänze lassen sich so mit einem kleinen Papier und der Becherlupe gut fangen. Ein Erdläufer wuselte im Becher im Kreis. Bei einer weiblichen Wolfspinne ließen sich die dunkel- und hellbraun geringelten Beine beobachten. Zum Schluss fanden wir große, kugelige Früchte, die eine Nuss enthielten. Sie gaben mir noch ein Rätsel auf.
 
 
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