Auf der Bonora 2010
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Jahresbericht 2022

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Tausendfüßer und Waldschätze
 
 
 
Am Wegrand lag ein dicker Baumstamm, dessen Rinde abgesprungen war. In der Rinde entdeckten die Kinder viele Tausend­füßer. Mit der Becherlupe schauten wir sie genauer an. Zufällig hatte ich ein Spiel zum Tausendfüßer vorbereitet. Die Kinder erfuhren, was ein Tausendfüßer frisst, und machten es symbolisch nach. Sie hielten sich an einem Seil fest und liefen als Tausendfüßer über Baumstämme und unter Ästen hindurch. Jeder durfte einmal der Kopf sein. Die Gruppe bewegte sich sehr geschickt.
Als nächstes gingen die Kinder paarweise zusammen und erhielten je eines von verschiedene Naturmaterialien: Eine Dose mit Moos, eine mit einem Pilz auf Gras, eine mit Eicheln, eine mit einem Baumpilz und eine Karte mit einem Blatt, in das ein Tier ein Loch gefressen hatte. Sie sollten Ähnliches im Wald finden. Hatten sie eine Aufgabe erledigt, konnten sie sich eine andere Dose holen. Auf der Wiese gab es eine Pilzart, viele Blätter hatten Löcher und besonderer Fund waren Eicheln, die keimten. Auf dem Schotterweg wurden Nüsse verteilt, die zwei Gruppen von Eichhörnchen als ihren "Vorrat" sammelten. (12.11.22)
 
 
Mit den Becherlupen unterwegs
 
 
 
Mit einer Temperatur von über 20° C war es für Oktober sehr mild. Eine gute Gelegenheit, noch dieses Jahr mit den Becher­lupen in den Wald zu gehen. Beim Einstiegsspiel ging es darum, welches Tier was frisst. Als Eichhörnchen trugen die Kinder Eicheln, als Vogel Hagebutten und als Wildschwein Kastanien zu ihrem "Futterplatz". Der Umgang mit den Becherlupen fiel den Kindern erstaunlich leicht. Viele Spinnen wurden gefangen. Auch kleine Schnecken wurden unter der Lupe betrachtet. Im Kreis wurden die Becherlupen herumgereicht, so dass jeder den Fang des anderen anschauen konnte. (29.10.22)
 
 
Entdecken und spielen
 
 
 
 
Da mit starkem Regen zu rechnen war, gingen wir in den Park "Am Gedenkstein", um rasch ins Naturfreundehaus zurück­gehen zu können. Beim Spiel "Die flinke Eidechse" verlor die Eidechse ihren Schwanz (ein Tuch), wenn sie vom Beutetier gefangen wurde. Die Kinder machten sich auf die Suche nach etwas Kleinem, etwas Hartem und etwas Fleckigem. Dabei fanden sie viele kleine gelbe Schnirkelschnecken. Alle sieben Kinder bestaunten diese und freuten sich daran. Eine Pause bot Raum fürs Klettern am Klettergerüst und gegenseitige Auseinandersetzungen. Zum Abschluss machten wir das Fangspiel "Wer hat Angst vorm starken Wildschwein". (15.10.22)
 
 
Neustart und Kennenlernspiele
 
 
 
 
Mit Beginn des Schuljahres machte Jutta Werbung an den Schulen und im RAZ. 14 Kinder kamen. Wegen des schlechten Wetters gingen wir ausnahmsweise in den großen Saal, wo wir Kennenlernspiele, eine Tierpantomime und ein Suchspiel spielten. Danach gingen wir in den Regen hinaus. Da die Gruppe groß war, fand das Angebot in zwei Gruppen statt. In der Eichhörnchen-Gruppe versteckte jedes Kind fünf Nüsse, die es danach wieder finden musste. Vom Eichhörnchen geknackte Haselnüsse wurden bestaunt. Die andere Gruppe bewegte sich wie ein Fuchs, der seine Pfoten wie eine Perlenkette aufsetzt. Nachdem der Sprung des Fuchses beim Fangen der Maus (Mausen) geübt war, konnten gebastelte Mäuse mit einem Becher gefangen werden. Hierbei ging es wild zu und es machte viel Spaß. Die Gruppen wechselten, so dass jedes Kind Eichhörn­chen und Fuchs sein konnte. (01.10.22)
 
 
Pilze
 
 
 
Wir trafen uns zum ersten Mal nach den Sommerferien. Es gab einiges zu erzählen. Wie nach jeder Pause sah es im Wald anders aus als zuvor. Der Weg war zugewachsen und wir mussten uns einen neuen bahnen. Nach langer Trockenheit hatte der Regen die Pilze zum Sprießen gebracht. Vor allem die Baumpilze gab es in allen Farben, Formen und Größen. Auf der Wiese musste man aufpassen, dass man keinen Pilz zertrat. Die Pilzsuche nahm einige Zeit in Anspruch. Zum Abschluss machten wir ein Bewegungsspiel bei dem man auf Zuruf zu einer Buche, einem Baumstumpf und einem liegenden Baum­stamm laufen musste. (17.09.22)
 
 
Im feuchten Wald
 
 
 
Nach langer Pause trafen wir uns am 25.06.22 wieder. Fünf Kinder des "harten Kerns" kamen. Im Wald war es trotz der Trockenperiode feucht und stellenweise matschig. Durch den dichten Bodenbewuchs suchten wir uns einen Weg. An unserem Spiel- und Erkundungsplatz empfingen uns die Schnaken. Die Kinder sammelten Pflanzen für einen Strauß. Einige konnten sie benennen. Ich hatte Lupen und Becherlupen dabei, aus denen die Kinder auswählen durften. Mit der Lupe wurde eine Weinbergschnecke betrachtet, die den Baumstamm hinaufkroch. Die Kinder mit den Becherlupen machten sich einen Spaß daraus, die Schnaken zu fangen. Um diesen zu entfliehen, gingen wir auf den sonnigen, geschotterten Weg am Wald­rand. Hier spielten wir eine Runde Boule bevor wir zurück zum Vereinsheim gingen.
 
 
Die Suche nach Blüten und Spinnen
 
Zunächst wurden Baumpilze gesucht und Baumstümpfe gezählt. Mein Interesse galt noch etwas anderem. Im Oktober konnten die Kinder die Frucht und Nuss des Taubenbaumes bestaunen. Ein Exot, der aus China stammt. Nun müsste er mit großen weißen Blüten (Tauben) blühen. Leider blieb unsere Suche erfolglos. Dafür fand Annika eine Nuss des Tauben­baumes, in die vermutlich eine Waldmaus Löcher genagt hatte. Wir machten uns mit den Becherlupen auf die Suche. Beiden Kindern gelang es, Wolfspinnen zu fangen. Auf einer Karteikarte gab es Fragen, die zum genauen Beobachten anregten, sowie Informationen zur Wolfspinne. Zum Abschluss las ich eine Geschichte vor, in der ein Junge etwas über Spinnen erfuhr. (23.04.22)
 
 
Schnitzeljagd
 
Tagelang hatte es geregnet und die Murg führte Hochwasser. So verlegte ich die Schnitzeljagd von den Murgauen auf den Murgdamm in Richtung Innenstadt. Julian vertrat Jutta und erhielt eine kurze Einweisung. Da Samuel und Noemi ihre Freunde mitbrachten, waren es sechs Kinder, die wir in zwei Gruppen aufteilten. Auf dem Murgdamm entlang der Plitters­dorfer Strraße führte der Weg bis zur unteren Stauschleusenbrücke und am anderen Murgufer zurück. Mit einer Paketschnur waren Stellen gekennzeichet, an denen eine Nuss mit einem roten Punkt gesucht werden musste. Nun gab es Fragen: eine einfache für die Jüngeren und eine schwierige. Die zu lösenden Aufgaben handelten von Tieren an der Murg, Renaturierung, Flößerei, Bäumen und Gegenständen aus Holz. Alle waren mit Eifer dabei und die Nüsse rasch gefunden. Zum Abschluss gingen wir auf den Spielplatz "Am Gedenkstein". Hier kletterten die Kinder und spielten Frisbee. (09.04.22)
 
 
"Stunde der Erde" in Rastatt diesmal mit Aktionen auf dem Wochenmarkt
 
 
 
 
 
Am 26. März war es wieder so weit: die "Stunde der Erde" ("Earth Hour") mahnte die Menschen auf der gesamten Erde zu mehr Klimaschutz an. In diesem Jahr blieb es in Rastatt nicht bei dem symbolischen Akt am Abend, an öffentlichen Gebäuden für eine Stunde auf die Beleuchtung zu verzichten. Die Stadt mit ihrem städtischen Klimaschutzmanager Martin Schursch hatte zusam­men mit ihren derzeitigen Freiwilligen im Ökologischen Jahr, den Stadtwerken und mit weiteren Kooperationspartnern wie dem Klimabündnis Rastatt, der Energieagentur Mittelbaden, der Bürgerenergiegenossenschaft Durmersheim und den NaturFreunden auf dem Wochenmarkt vor dem Historischen Rathaus Informationsstände zur Photovoltaik aufgebaut und Mitmach-Aktionen angeboten.
Mit einem Energie-Fahrrad konnte man Lampen zum Leuchten bringen. Mit Hilfe von ökologischen Fußabdrücken konnte man seinen persönlichen "ökologischen Fußabdruck" ermitteln. Die NaturFreunde hatten einen Basteltisch aufgebaut; unter Anleitung von Karin und Waltraud konnten Kinder aus Papier und Holzstock ein Windrad basteln. Und die Gruppe der Umweltdetektive hatte sogar ihre Gruppenstunde auf den Marktplatz verlegt, um sich mit viel Enthusiasmus an den Aktionen zu beteiligen.
 
 
Frühblüher im Garten und im Auwald
 
 
 
 
Das Thema Frühblüher wurde von Heinz angeboten. Er führte es mit seiner Umweltdetektive-Gruppe 2016 durch und verfügt über sehr gutes, selbst erstelltes Material. Am 12.03.22 trafen sich sieben Umweltdektive bei schönstem Wetter. Wir wollten der Frage nachgehen, wie es einige Pflanzen schaffen, so früh im Jahr zu blühen. Die Pflanzen nützen die frühe Zeit im Jahr, in der die Waldbäume noch keine Blätter tragen und die Sonnenstrahlen gut bis zum Boden durchdringen können. Sie müssen im Jahr zuvor vorsorgen und sich rechtzeitig mit Nährstoffen eindecken, Speicherorgane bilden. Deshalb nennt man die Pflanzen auch "Geophyten".
Wir begannen auf der Wiese am Vereinsheim. Mit einer kleinen Schaufel gruben die Umweltdetektive ein Gänseblümchen aus. Mit den Händen und mit einen Handbesen wurde die Erde abgestreift und das Rhizom freigelegt. Ein Engerling tauchte als Überraschungsfund auf. Weiter ging es entlang der Murg, über die Konrad-Adenauer-Brücke in den Auwald der Kleinen Brufert. Die Kinder spielten Fangen, auf dem Rückweg waren sie dann müde. Wo in den Gärten Krokusse und Narzissen zu sehen sind, ist die Blütenpracht im Wald vielfältig: Buschwindröschen, gelbes Windröschen, Lerchensporn, Wald-Gelbstern, und Zweiblättriger Blaustern. Auch die Speicherorgane waren gut sichtbar: Die Zwiebel des Blausterns, die kugelige Knolle des Lerchensporns und Blumen mit Rhizomen. Sowohl Kinder, die bisher die Blumenvielfalt im Wald nicht wahrgenommen haben, als auch die, die über die Überwinterungsstrategien der Pflanzen gut Bescheid wussten, lernten bei dem Treffen etwas dazu.
 
 
Mein schönes Bild
 
 
 
Bei schönem Wetter gingen wir am 26.02.22 in den Wald. Begonnen wurde mit einem Bewegungsspiel, bei dem Zettel an den Bäumen die Kinder dazu aufforderten, sich Tiere und Pflanzen auszudenken. Das letzte Mal hatten wir Wildtierkameras entdeckt. Eine Kamera im Stadtwald hatte vor einem Jahr einen Goldschakal abgelichtet. Neben Informationen zum Gold­schakal gab es auch dieses Foto zu sehen. Ein Reh sprang durch den Wald. Die nächste Aufgabe war, einen schönen Platz oder etwas Besonderes zu suchen, das ein Foto wert war. Attraktive Wuchsformen der Bäume, Pilze im Totholz und ein Grashalm, der wie ein "Corona-Teststäbchen" aussah, wurden entdeckt. Auf dem Heimweg gab es ebenfalls viel zu sehen.
 
 
Spiele, Kunst und Spuren
 
 
 
Das erste Stück unseres Waldweges eignete sich für das Spiel "Feuer, Wasser, Blitz". Bei "Feuer" rannten alle aus dem Wald hinaus. Bei "Wasser" balancierten die Kinder auf herumliegenden Baumstämmen und bei "Blitz" setzten sie sich in die Hocke. Im Winterwald findet man nicht viel, aber Stecken gibt es zu genüge. So war die nächste Aufgabe, ein Kunstwerk mit Stecken auf ein weißes Stück Stoff zu legen. Alle hatten spontan eine Idee. Es entstanden ein Haus, ein Feuer und ein Selbstbildnis. Zum Aufwärmen wurde ein Spiel gemacht, für das die Kinder zwei Zeitungen bekamen, auf die sie treten mussten. Es wurde ein wildes Wettrennen.
Gerne machen wir unsere Aktivitäten auf einem schmalen Wiesenstück, das sich durch den Wald in Richtung Segelflugplatz zieht. Heute entdeckten wir Tierspuren. Die Vermutungen reichten von Reh bis Wildschwein - in Anlehnung an unser letztes Treffen mit dem Thema "Wildschwein". Um weitere Spuren zu finden, gingen wir das Wiesenstück entlang. Wir fanden zwei Fotofallen. So etwas hatte noch keines der Kinder gesehen und dem entsprechend sind die Aufnahmen geworden. Vor der Fotofalle lagen Maiskörner und war eine Kuhle, was zu weiteren Spekulationen anregte. Wir waren spät dran und beeilten uns auf dem Heimweg. (29.01.22)
 
 
Das Wildschwein
 
 
 
 
Durch den anhaltenden Regen der letzten Wochen war es im Wald nass und matschig. Ideale Bedingungen für unser heutiges Thema. Wir beschäftigten uns mit Spuren, die ein Wildschwein hinterlässt. Zuerst suchten wir eine Stelle, die als Suhle dem Wildschwein dienen könnte. Seine Borsten wurden durch eine Bürste veranschaulicht, die in den Matsch getaucht wurde. Später war die Erde fast trocken und konnte an der Rinde eines Baumes abgerieben werden. So streift das Wild­schwein sein Ungeziefer ab. Mit dem Rüssel wühlt es auf Futtersuche in der Erde. Unsere klägliche Ausbeute waren eine Schnecke und eine Eichel. Wo es Wildschweine gibt, sieht man auch deren Kot, von dem es ein Foto gab. Mit Stöcken malten die Kinder eine Wildschweinspur nach Vorlage in den Matsch. Da es nebelig und kalt war, wärmten wir uns zwischendurch mit der Bewegungspantomime "Heute gehen wir auf Wildschweinjagd" auf. (15.01.22)
 
 
 
 
   
 
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