Kanu am Bärensee
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Das Ried, die Raukehl, der Bärensee
 
Die Raukehl liegt heute rechtsrheinisch, etwas nördlich von der Achse Plittersdorf - Seltz. In der Gegend um Plittersdorf und Seltz hatten bereits die Kelten und Römer Spuren hinterlassen. Es folgte die Merowingerzeit (etwa 450 bis 750 n. Chr.), aus der bei Plittersdorf Gräber gefunden wurden. Auch die fünf Riedorte Dunhausen, Muffenheim, Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf waren fränkische Gründungen. Sie lagen im frühen Mittelalter noch linksrheinisch und waren politisch, wirtschaftlich und kirchlich eng mit dem Kloster Seltz verbunden. Um 1307 änderte der Rhein seinen Hauptfluss von Rastatt weg in Richtung Seltz. Das Kloster Seltz wurde weggespült. Das Ried lag fortan auf einer Insel ("Inneres Ried") und war nun auch von Seltz aus nur noch mit einer Fähre zu erreichen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts endete die Insellage der Rieddörfer. Aufgrund von Zollstreitigkeiten zwischen Baden und der Kurpfalz ließ die badische Regierung den bis dahin schiffbaren Rhein östlich der Riedorte für Schiffe unpassierbar machen. Das Ried lag fortan rechts­rheinisch. Muffenheim wurde um 1500 aus nicht bekannten Gründen aufgegeben. Dunhausen versank um 1583 in den Fluten des Rheins. Plittersdorf musste vor den Fluten zurückweichen.

Zwischen 1817 und 1876 fand die Rheinkorrektion unter Johann Gottfried Tulla statt. Der bis dahin in Schlingen und Armen wild dahinfließende und sich immer wieder verändernde Strom wurde in ein einziges Bett gezwungen. Auf Karten vor dieser Zeit ist bei Plittersdorf bereits eine kleine Gegend mit dem Namen "Rau Kehle" zu sehen. Eine mögliche Erklärung für den Namen ist alemannischen Ursprungs: "Kele" bedeutet "Barriere" und das Wasser des Rheins floss in früheren Zeiten wild und "rau". Wie dem auch sei, heute ist die "Raukehl" ein wunderschöner Flecken Erde, direkt am Altrhein "Bärensee" und nur wenige Meter vom Rheinstrom entfernt gelegen.
 


Historische Karte aus dem Flößereimuseum Steinmauern: mit Plittersdorfer Wörth Feld und Rau Kehle (am unteren Rand)
Rhein und Murg sind zu jener Zeit noch unbegradigt
 
 
   
 
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